Assortative Paarung

Assortative Paarung liegt vor, wenn Arten mit geschlechtlicher Fortpflanzung zur Begattung mit Individuen neigen, die ihnen in gewisser Hinsicht ähnlicher (positive assortative Paarung) oder unähnlicher (negative assortative Paarung oder disassortative Paarung) sind, als dies bei einem rein zufälligem Paarungsverhalten der Fall wäre. Den Gegensatz, wenn Paarungswahrscheinlichkeit und Ähnlichkeit unkorreliert sind, bezeichnet man als Panmixie.

Assortative Paarung steht nicht im Widerspruch zu geschlechtsspezifisch asymmetrischer Paarung. Selbst wenn Männer regelmäßig einen Meter größer als ihre Partnerinnen wären, läge assortative Paarung vor, wenn die 1,60-Frauen sich für 2,60-Männer, die 1,70-Frauen sich für 2,70-Männer, usw., entscheiden.

Panmixie impliziert keine rein zufällige Paarung mit einem beliebigen Partner. Es können durchaus klare Partnerpräferenzen vorliegen. Nur müssen diese Präferenzen dann gleichmäßig über die gesamte Population verteilt sein.

Beispiele

  • Positive assortative Paarung:
    • Einkommen [Buss]
    • Alter [Buss]
    • Sprache [Buss]
    • Religion [Buss]
    • Etnischer Hintergrund [Buss]
    • Sozio-ökonomischer Status [Buss]
    • Intelligenz [Yue-Pan]
    • Wohnort [Buss]
    • Genom [Guo]
    • Karitatives Engagement [Tognetti]
  • Negative assortative Paarung:
    • Geschlecht
      (Die meisten Menschen sind heterosexuell.)

      Negative assortative mating in human populations has never been reliably demonstrated, with the single exception of sex. [Buss]

    • Extraversion (geringer Effekt) [Watson]
    • Immunsystem (MHC-Moleküle) [Chaix]
  • Nicht-assortative Paarung (Panmixie):
    Bei Faktoren wie z.B.

    • Blutgruppe
    • Sternzeichen
    • Hausnummer (zum Zeitpunkt des Kennenlernens)

    würde ich sehr geringe bis keine assortative Paarung vermuten. Einen Beleg für einen Faktor mit Panmixie habe ich allerdings nicht gefunden.

Wie kommt es zu diesem Phänomen?
Folgende Ursachen sind denkbar:

  • Idiosynkratische Präferenzen
    Die meisten Individuen präferieren einen Partner, der ihnen selbst ähnlich ist.
  • Sytematische Präferenzen im Wettbewerb
    Die meisten Individuen haben ähnliche Präferenzen, während die Menge der Eigenschaften innerhalb der Population eine gewisse Streuung aufweist. Oder allgemeiner: die Nachfrage nach bestimmten Eigenschaften ist größer als das Angebot. In dieser Konstellation können nicht alle Präferenzen realisiert werden. Es entsteht ein Wettbewerb um die systematisch präferierten Eigenschaften, den diejenigen gewinnen, die selbst diese Eigenschaften aufweisen. Die Komplementärmenge der Verlierer hat somit ebenfalls ähniche Eigenschaften. Daraus ergibt sich die beobachtbare assortative Paarung.
  • Passive assortative Paarung / Propinquity
    Individuen mit den gleichen Eigenschaften besetzen das selbe Habitat und haben deshalb eine erhöhte Paarungswahrscheinlichkeit. (Beispielsweise paaren sich Akademiker eher untereinander, weil sie im Studium häufiger aufeinander treffen.)
  • Konvergenz
    Die Ähnlichkeit der Individuen ist zu Beginn der Beziehung noch nicht gegeben. Sie entwickelt sich im Laufe der Zeit durch wechselseitige Anpassung.

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse
Zu der Entscheidung zwischen idiosynkratischen und systematischen Präferenzen schreibt [Burley]:

High-quality individuals should be more selective than low-quality ones, so that for any phenotypic gradient along which individuals can be ranked in terms of their quality/desirability as mates, high-quality individuals will pair assortatively. In a finite population this will leave lower quality individuals to mate among themselves, not because they prefer to mate assortatively, but because their own desirability precludes them access to better mates. The pattern that results from a type preference for high quality mates, expressed by both sexes, is indistinguishable from one resulting when each phenotype prefers itself. As a result, it is impossible to decifer the process responsible solely from observing a mating pattern.

Es ist also jedenfalls nicht von vornherein klar, was stimmt.

Die letzten beiden Sätze gelten allerdings nur, wenn man lediglich einen Faktor betrachtet. Bei mehreren Faktoren kann man beobachten, ob die Paarungswahscheinlichkeit in Abhängigkeit von den Faktoren additiv ist. Hat man z.B. zwei Faktoren A und B mit jeweils assortativer Paarung, so sollten sich bei idiosynkratischen Präferenzen viel-A-wenig-B-Individuen und wenig-A-viel-B-Individuen nur extrem selten paaren, da sie sich maximal unterscheiden. Bei systematischen Präferenzen hingegen würden die beiden sich mit durchschnittlicher Wahrscheinlichkeit paaren, ähnlich wie zwei mittel-A-mittel-B-Individuen, denn der Mangel-Faktor kann durch den Überschuss-Faktor ausgeglichen werden und es ergibt sich ein mittlerer Marktwert. Dieser Effekt wurde in einer Studie für den Nachweis, dass die Assortativität in den Gesichtszügen jedenfalls nicht ausschließlich auf systematischen Präferenzen beruht, genutzt. [Alvarez] Zur umgekehrten Aussage sagt diese Studie allerdings nichts.

Umgekehrt kann Assortativität auch nicht ausschließlich mit idiosynkratischen Präferenzen erklären. Dies folgt aus diversen Studien, die Attraktivitätsunterschiede in allen möglichen menschlichen Eigenschaften nachgewiesen haben. (Siehe z.B. hier.)
Denn wenn es keinen Wettbewerb gäbe und die assortative Paarung alleine auf idiosynkratischen Präferenzen beruhte, wären alle Menschen so attraktiv, wie das entsprechende Merkmal häufig ist. Übergewicht wäre in den USA besonders sexy. Und in manchen Regionen Afrikas wären die Menschen auf fast verhungerte Partner scharf. Tatsächlich gibt es jedoch eine umgekehrte Tendenz.

Weiter kann man die Partnerpräferenzen erfragen und mit den Eigenschaften der tatsächlichen Partner vergleichen. Bei Übereinstimmung liegen idiosynkratische Präferenzen, bei signifikanten Abweichungen systematische Präferenzen vor. In [Watson] wurden so religiöse und politische Einstellungen als eher idiosynkratische, Intelligenz und Persönlichkeit als eher systematische Präferenzen ermittelt.

Passive assortative Paarung / Propinquity wurde in vielen Studien Nachgewiesen, z.B.: [Nagoshi94], [Nagoshi87], [Reynolds], [Tambs]

Konvergenz als mögliche Ursache von assortativer Paarung wurde in [Watson] weitgehend verworfen. Lediglich das Persönlichkeitsmerkmal Offenheit west eine gewisse Konvergenz auf – mit negativem Vorzeichen. (D.h. die Partner unterscheiden sich in diesem Aspekt mit der Zeit immer mehr.)

Fazit: Assortative Paarung entsteht durch ein Zusammenspiel von idiosynkratischen und systematischen Präferenzen sowie passiver Assortation.

Assortative Paarung als Argument gegen Pickup
Wie wir oben gesehen haben, gilt: Wenn gleich und gleich sich zusammen tun, dann heißt das nicht zwingend, dass gleich und gleich sich attraktiv finden. Sondern manchmal auch nur, dass gleich und gleich auf der selben Resterampe landen. Assortative Paarung impliziert nicht, dass es kein Attraktivitätsgefälle gibt. Und es folgt nicht, dass man nichts zur Steigerung seiner Attraktivität tun kann.

Nichtsdestotrotz wird von Pick-up-Kritikern Assortative Paarung als Argument gegen Pick-up verwendet:

My grandfather was a great fisherman. He told me that the type of fish you catch depends on the kind of lure you use. Dating and mating are no different. The subset of assertive strategies, borrowed from the pick-up artist tackle-box, are indeed appealing to some women. They also apparently lead particularly to casual sex encounters (as they were designed to do). So, if that fits with your love-life goals, then such „assertive“ strategies may work for you. If you have other goals, then be mindful to stay away from that „lure“ when you see it in the water. That way you won’t get „hooked“ into something you’re not interested in.

[Psychology Today]

Ever since interviewing pickup artist Mystery in 2007, I’ve wondered about the kind of women who fall for his shtick. Is it insecurity, masochism … a fetish for fuzzy top hats? Pickup artist techniques work to pair up like-minds. […] Ladies who subscribe to negative stereotypes about their own gender will take a liking to aggressively dominant men. […] Sexist women are essentially choosing sexist men.

[Salon]

Nein, Pick-up funktioniert nicht weil es für jeden Honk irgendwo ein passendes Gegenstück gibt. Sondern weil es für diese PUA-Honks ganz besonders viele passende Gegenstücke gibt. Und das aus allen denkbaren Subkulturen. Ja, PUAs haben vermutlich mehr „sexistische“ – will heißen: nicht radikalfeministische – Freundinnen als Nicht-PUAs. Weil sie die Wahl haben. Kein psychisch gesunder Mann will eine Männerhasserin, der er jeden Tag seine Privilegien beichten muss. Aber prinzipiell funktioniert Pick-up bei Feministinnen genauso, wie bei normalen Frauen. Oh, und seltsamerweise können die ganzen feministischen ABs keine passende feministische Freundin finden. Warum das so ist, können die Vertreter des Assortative-Mating-Arguments freilich nicht erklären.


Literatur:
[Alvarez] Liliana Alvarez, 2004; Narcissism guides mate selection: Humans mate assortatively, as revealed by facial resemblance, following an algorithm of “self seeking like”, Evolutionary Psychology
[Burley] Nancy Burley, 1983; The meaning of assortative mating, Evolution and Human Behavior, Volume 4, Issue 4, Pages 191–203
[Buss] David M. Buss, 1985; Human Mate Selection
[Chaix] Chaix R, Cao C, Donnelly P. Is Mate Choice in Humans MHC-Dependent? Przeworski M, ed. PLoS Genetics. 2008;4(9)
[Guo] Guo G, Wang L, Liu H, Randall T. Genomic Assortative Mating in Marriages in the United States. DeAngelis MM, ed. PLoS ONE. 2014;9(11)
[Nagoshi87] Nagoshi, C. T., Johnson, R. C., & Ahern, F. M. (1987). Phenotypic assortative mating vs. social homogamy among Japanese and Chinese parents in the Hawaii Family Study of Cognition. Behavior Genetics, 17, 477–485.
[Nagoshi94] Nagoshi, C. T., & Johnson, R. C. (1994). Phenotypic assortment versus social homogamy for personality, education, attitudes, and language use. Personality and Individual Differences, 17, 755–761.
[Reynolds] Reynolds, C. A., Baker, L. A., & Pedersen, N. L. (2000). Multivariate models of mixed assortment: Phenotypic assortment and social homogamy for education and fluid ability. Behavior Genetics, 30, 455–476.
[Tambs] Tambs, K., Sundet, J. M., & Berg, K. (1993). Correlations between identical twins and their spouses suggest social homogamy for intelligence in Norway. Personality and Individual Differences, 14, 279–281.
[Tognetti] Tognetti, A.; Berticat, C.; Raymond, M.; Faurie, C. (2014-05-01). Assortative mating based on cooperativeness and generosity. Journal of Evolutionary Biology. 27 (5): 975–981.
Original Articles
[Watson] David Watson, Eva C. Klohnen, Alex Casillas, Ericka Nus Simms, Jeffrey Haig, 2004; Match Makers and Deal Breakers: Analyses of Assortative Mating in Newlywed Couples
[Yue-Pan] Yue-Pan, Ke-Sheng Wang. Spousal concordance in academic achievements and IQ. A principal component analysis. Open Journal of Psychiatry. 2011. 1. 14-19

Weblinks:
Wikipedia: Assortative Paarung, Assortative mating

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23.06.2008, „Superman kriegt alle. Clark Kent gar keine“, jetzt
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11.02.2006, Nachhilfe in Sachen Sex: Wie man ein Super-Casanova wird, Focus

undatiert:
Wie ich lernte, unwiderstehlich zu wirken, GEO Wissen
Achtung, Aufreißer!, Glamour
Ziel: in sieben Stunden zum SexDas sind die miesen Maschen der Pick-up-Künstler, Amica
Sprüche des bekanntesten Pick-Up-Artists: Barney Stinson, RP Online
Was sind Pick-Up-Artists?, RP Online

englischsprachig:
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12.07.2010, Pickup Artists: The Girliest of Men, The Atlantic
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französischsprachig:
08.03.2017, Mâles alpha contre fémilitantes, l’express
03/2017, „Communauté de la séduction“ : la drague par les nuls, Psychologies
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22.11.2014, Un artiste islandais sait comment accueillir Julien Blanc, madmoiZelle
05.11.2014, La mobilisation contre un „coach en séduction“ agressif porte ses fruits, l’express
04.11.2014, Misogynie, racisme et culture du viol: un coach en séduction suisse scandalise, Femina
27.05.2014, Le tueur misogyne n’était pas fou, juste misogyne, madmoiZelle
14.02.2014, Saint-Valentin: suffit-il de séduire pour être un homme?, l’express
21.01.2013, Les Pick-Up Artists, ces professionnels de la drague : appel à témoins, madmoiZelle
13.08.2012, Les „Pick-Up Artists“, pionniers de la drague moderne ?, Le Nouvel Observateur
25.09.2011, Quand un manuel pour don Juans débutants se transforme en ouvrage sociologique, l’express
10.06.2011, Du pick-up au love-coaching, Libération
02.05.2011, Pick-up Artistes plutôt Pervers!, Huffington Post
20.01.2011, La «Communauté de la séduction», le Fight Club de la drague, Slate
22.11.2010, «Game» : procédés de mâle appris, Libération
17.11.2010, Ma mère est une virtuose de la drague, GQ Magazine
12.02.2010, Plus qu’un jeu de séduction, La Presse
11.02.2010, Les artistes de la séduction: techniques et confiance en soi, La Presse
27.01.2010, Séduction 101, Le Soleil
17.03.2009, Dragueurs de pointe sur le Net, Libération

undatiert:
Comment draguer une fille ? Les étranges méthodes des « Pick-up artistes », Mademoiselle Web
„J’ai testé les conseils d’un coach en séduction pour séduire“, marie claire
Love Coach : les pires conseils séduction trouvés sur Internet, marie claire

Das Haus der Verführung

Wer sich mit Pick-up beschäftigt, wird wahrscheinlich irgendwann auf das Phänomen stoßen, dass manche Männer sich recht PU-konform verhalten und trotzdem kaum Frauenerfolg haben, während manche andere scheinbar alles falsch machen, und trotzdem regelmäßig Hotties an Land ziehen. Dafür sind diverse Erklärungsansätze* denkbar. Eine mögliche Ursache ist, dass nicht alle PU-Technicken gleich effektiv sind. Es gibt eine Rangfolge der Wirksamkeiten und es gibt Dependenzen der Form „Wenn A nicht erfüllt ist, dann bleibt B wirkungslos“. Wer z.B. keine Frauen anspricht, wird auch keine mit nach Hause nehmen – unabhängig davon, was er sonst noch so zu bieten hat.

Die Sache ist in gewisser Weise vergleichbar mit einem Hausbau, wo man zweckmäßigerweise von unten mit dem Mauern anfängt und erst zum Schluss den Dachstuhl erstellt. Wahrscheinlich kann man es unter exzessivem Ressourceneinsatz auch andersherum machen. Den Dachstuhl an einem in der Luft stehenden Hubschrauber aufhängen und dann mit Spezialmörtel von oben nach unten mauern. Aber effizient ist es nicht.

Ein weiteres Beispiel für eine „stufenförmige Auslese“ findest du bei den Bewerbungsverfahren um eine berufliche Tätigkeit. Hier musst du auch erst mit deinem Bewerbungsschreiben überzeugen, um überhaupt zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Wenn dein Anschreiben nur so vor Rechtschreibfehlern strotzt, brauchst du dir um das Interview überhaupt keine Gedanken zu machen. Umgekehrt bringt dir eine herausragende Rechtschreibkompetenz aber auch keine Bonuspunkte ein. Es ist wie bei einem Hürdenlauf: Es kommt nur darauf an, dass du keine Hürde reißt. Wie hoch du sie überspringst, ist für die Gesamtwertung egal.

Genug der Analogien. Das folgende Schaubild gibt einen Überblick über die Hierarchie der verschiedenen Verführungsdisziplinen:
(eine chronologische Reihenfolge ist jedoch nicht impliziert)

Haus der Verführung

Ansprechen und Eskalieren
Die absolute Basisschicht. Conditio sine qua non. Wenn du zwei Männer siehst, bei denen der scheinbar unattraktivere die deutlich heißere Freundin hat, dann liegt das oft einfach daran, dass ersterer weitereskaliert hat, wo letzterer aus Angst vor Abweisungen passiv geblieben ist. Vermutlich würden 99% der Männer als AB sterben, wenn sie in diesem Bereich nicht lieferten. Noch unwahrscheinlicher als dass eine Frau dich anspricht, ist es, dass sie irgendwas in Richtung Eskalieren unternimmt. Auch wenn du mit einer Frau flirtest kannst du quasi davon ausgehen, dass sie nicht vorschlagen wird, mal was zu zweit zu unternehmen – egal wie sehr es zwischen euch knistert. Im günstigsten Fall wird sie dich mit IOIs** zuschütten in der Hoffnung, dass du dann den nächsten Schritt machst. Ich kenne übrigens genügend Frauen, die mir erzählt haben, dass eine zunächst aussichtsreiche Anbahnung trotz beiderseitigen Interesses Ergebnislos blieb, weil der Mann nicht zu Ende eskaliert hatte. Und ich habe schon mehrfach Beschwerden von Frauen gehört sie habe erst mit Zaunpfahl winken müssen, bis ihr Freund endlich kapiert habe, was sie wolle. Selbst die Initiative zu ergreifen war für keine der Damen eine auch nur denkbare Option. Umgekehrt gilt aber nicht, dass Ansprechen und Eskalieren automatisch zum Erfolg führt. Es gibt durchaus (einige wenige) ABs, die wie wild Frauen ansprechen, und trotzdem nie zum Zug kommen.

Unterhaltungskompetenz
Dazu gehören die Fähigkeit, interessante, abwechslungsreiche Gespräche zu führen, aber auch, spannende Aktivitäten für Dates zu organisieren. Unterhaltungskompetenz ist das, was z.B. die Bild-Zeitung der Zeitschrift „Interne Revision“ voraus hat. Es ist ein wichtiger Punkt, den man kaum mit den darüber liegenden Ebenen ausgleichen kann. Keine Frau will einen schweigsamen Langweiler oder einen verkopften Theoretiker, ganz egal ob er ihren Shittests pariert, sich unneedy verhält und über eine prall gefüllte Geldbörse verfügt. Dies ist allerdings auch eine Disziplin, in der die meisten ABs ausgesprochen schlecht abschneiden und die sich auch durch Pick-up nur bedingt therapieren lässt.

Resilienz und Dominanz
Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, auf psychische Angriffe („Shittests“) angemessen reagieren zu können. Unter Dominanz versteht man die Fähigkeit, Entscheidungen für eine Gruppe zu treffen sowie den damit einhergehenden sozialen Status. Dominante Männer werden im Pick-up als „Alpha“ bezeichnet. Aus evolutionspsychologischer Sicht sind dies essentielle Anforderungen an einen Mann, der der Frau und ihrem Kind Schutz und Nahrung bieten soll.

Die Resilienz- und Dominanz-Ebene bereitet wohl den durchschnittlichen Normalos am meisten Probleme und ist deshalb das zentrale Element der meisten Einführungen in Pick-up. Diese Ebene entscheidet darüber, ob du in der „Friendzone“ als guter Kumpel verharrst, oder ob du überhaupt als potentieller Partner in betracht gezogen wirst. (Viele sozial isolierte ABs hingegen wären schon froh, überhaupt mal in die Friendzone zu kommen. Sie scheitern bereits an den darunter liegenden Ebenen.)

Non-Needyness und Preapprovedness
Wenn du dich über Resilienz und Dominanz als potentieller Partner interessant gemacht hast, dann folgt als nächste Stufe die Qualitätssicherung. Die Frau möchte wissen, ob du von ihren Geschlechtsgenossinnen auch für gut befunden wurdest.

Du kennst das Prinzip vom Einkaufen im Internet. Auch dort verkauft sich ein Produkt besonders gut, wenn bisherige Kunden es per Rezension und 5-Sterne-Bewertung empfohlen haben. (Und auch dort fällt das Rating in eine höhere Ebene des Entscheidungsbaums. Es wird erst wirksam, wenn ein grundsätzliches Interesse an dem Produkt besteht. Z.B. wird ein Mann sich keine Tampons kaufen, nur weil sie super bewertet wurden.) Da sich der weibliche Sexualtrieb lange vor dem Aufkommen elektronischer Ratingplatformen entwickelt hat, setzt dieser jedoch auf indirekte Strategien zur Gewinnung von Ratingdaten. Wie sehen diese Strategien konkret aus? Zum einen achten Frauen darauf, ob ihr Kandidat von möglichst attraktiven Frauen begleitet wird, wie diese ihn behandeln, ob er beiläufig mal was von irgendwelchen Frauengeschichten erzählt oder zumindest den Eindruck macht als wisse er, worauf es in einer Beziehung ankommt. („Pre-approvedness“) Zum anderen beobachten sie, wie er auf weibliche Reize reagiert. Ist es für ihn das normalste der Welt, von attraktiven Frauen begehrt zu werden? Ist er von sich und seinen Verführerqualitäten überzeugt? Oder zeigt er die typischen Verhaltensweisen eines Mannes, der keine Frauen abkriegt? Wirkt er unsicher und gehemmt? Vermeidet er es aus Angst vor Zurückweisung, Frauen anzusprechen, sie zu berühren („Hover Hand“), zu eskalieren? Versucht er, ihre Zuneigung mit Geschenken oder dem Erbringen von Dienstleistungen zu kaufen? Stellt er sie „auf ein Podest“ und hält sich selbst ihrer nicht würdig? („Needyness“)

Aussehen
Dazu zählen sowohl angeborene Faktoren (Körpergröße, Physiognomie, Hautfarbe, …) als auch modifizierbare Faktoren, die du selbst in der Hand hast (Frisur, Kleidung, Muskeln, …). Die Optik spielt bei Frauen eine deutlich geringere Rolle als bei Männern, ist aber alles andere als irrelevant. (Wäre sie das, bräuchten Männer beim Online-Dating keine Fotos hochzuladen.) Wenn die darunter liegenden Kriterien ihren Ansprüchen genügen, wird das Aussehen oft zum entscheidenden Faktor. Man kann auch im Alltag leicht beobachten, dass es durchaus eine gewisse Häufung von Paaren mit vergleichbarer optischer Attraktivität gibt.

Status und Erfolg
Ein oft überschätzter Faktor der Partnerwerbung. Wie oft habe ich den Satz „Wenn du erfolgreich bist, dann kommen die Frauen von alleine“ gehört? Und welchen Realitätsbezug hat er? Die Frauen interessieren sich einen Scheiß für deine Karriere, solange du nicht richtig flirten kannst! Und darauf warten, dass die Frauen „von alleine“ kommen, ist wohl der dümmste Ratschlag, den man geben kann. Es gibt unzählige ABs, die ihr Studium mit Bestnoten abschließen und dann in einem großen Konzern Karriere machen oder erfolgreich ein eigenes Unternehmen gründen, und trotzdem bei keiner Frau landen können. Status und (beruflicher) Erfolg können zwar durchaus deine Erfolgschancen verbessern, aber nur, wenn du bereits „Game“ hast.

Geld
Geld, das einfach nur auf dem Konto rumliegt, ist für Verführungszwecke vollkommen irrelevant. Wenn dir jemand eine Milliarde überweist und du dann einfach dein AB-Leben weiterlebst, hätte das absolut null Auswirkung auf deinen Frauenerfolg. Geld, das du verwendest, um damit zu prahlen oder dir ihre Zuneigung zu erkaufen, wirkt kontraproduktiv. Hier sticht das Needyness-Kriterium das finanzielle. Wenn du jedoch dein Geld verwendest, um Spaß zu haben (z.B. durch Investitionen in schnelle Autos, teure Reisen oder eine eigene Yacht), und wenn man dir ansieht, dass du dabei Spaß hast, dann kann Geld schon schon so einiges bewirken. (Sei aber gewarnt: Mir sind einige Fälle von Männern bekannt, die sich zu einseitig auf den Verführungsfaktor Geld verlassen haben und dann von ihrer Herzdame ziemlich gefickt wurden. Und zwar nicht auf die angenehme Art.)

Geld ist ein wichtiger Faktor für den Übergang von einer Fickbeziehung zu etwas Dauerhaften, insbesondere wenn es ums Heiraten geht. Die „Fuckzone“ tritt – nach meiner Erfahrung – bei Männern vor allem in der Kombination „gutes Game + kein Geld“ auf. Für Ehescheidungen ist Geld- und Jobverlust ein bedeutender Auslöser. Aber es ist nichts, um eine Frau erst mal ins Bett zu bekommen.

* z.B. dass es noch unerforschte Effekte gibt oder solche, die zu komplex sind, um sich in einem praxistauglichen Regelwerk übersichtlich darstellen zu lassen.
** Ein Beispiel dafür, ergänzt um ihren inneren Monolog:

Am Samstag kam der Hilferuf von meiner Vereinskollegin, die an ihrem Fahrrad geschraubt hatte, dann aber nicht weiter kam.
(„Hilfe, meine Pussy vertrocknet!“)
Zur Begrüßung bekam ich erst mal einen Adventskalender als nachträgliches Geburtstagsgeschenk.
(„Um wirklich sicher zu gehen, dass du es kapierst!“)
Sie legte sich aufs Bett und ich stand erst mal gehemmt daneben, bis sie mich zu sich rief. Also lagen wir da, quatschten und schauten ein wenig Simpsons.
(„Also wo das Bett ist, hab ich ihm gezeigt. Wo das Loch ist, muss er selbst herausfinden.“)
Nach einer Weile widmete ich mich meiner eigentlichen Aufgabe und schraubte am Rad.
(„Oh nein, ich glaube der Typ bumst Fahrräder.“)
Mittlerweile war klar, dass Formel 1 verschoben wurde und „Schwiegertochter gesucht“ verschoben würde, aber sie machte keine Andeutungen, dass ich gehe sollte und legte sich wieder aufs Bett.
(„Na, gut, eine letzte Chance gebe ich ihm noch.“)
Nachdem ich meine Hände bestmöglich von Ölschmier befreit hatte, legte ich mich auch wieder zu ihr. Eigentlich die ideale Gelegenheit, um sich nun aneinander zu kuscheln oder wenigstens etwas körperliche Nähe herzustellen. Aber irgendwie blockierte mein Kopf mal wieder.
(„Oh mein Gott! Ich bin so erbärmlich! Wie konnte ich mich so erniedrigen vor einem Typ, der absolut nichts von mir will.“)

SameOldGuy auf AB-Treff

Siehe auch:
Der Fünf-Minuten-PUA

Weblinks:

Das einzig ewichtige ist:

ANSPRECHEN + AUF EIN DATE EINLADEN

Alles andere ist Scheißegal. Vergiss den Rest. Konzentrier dich zu 100% nur dadrauf, regelmäßig Frauen anzusprechen und nach der Nummer zu fragen.

Berliner Banger auf naturalnumbersgame

You can approach thousands of women, but if you have no game, if you persist in engaging women with your socially clumsy schtick and never trying to improve yourself, all that you’ll get is a huge notch count of rejections — a botch count.

Château Heartiste

Die Ansprüche der Männer

Eine Replik auf meinen Post „Die Ansprüche der Frauen“.

Natürlich haben auch Männer Ansprüche. Natürlich gibt es auch Frauen, die an diesen Ansprüchen scheitern und deshalb alleine bleiben. Natürlich gibt es auch Männer, die überzogene Ansprüche haben und deshalb alleine bleiben. Aber zwei Dinge sind bei den beiden Geschlechtern doch unterschiedlich:

  1. Frauen sind im Mittel anspruchsvoller. Dies ist eine direkte Folge aus Robert Trivers Theorie des Elternaufwands („Parental Investment“).
  2. Männliche Ansprüche sind keine Shittests. Wenn ein Mann etwas will, dann will er es. Wenn er es bekommt, freut er sich. Und startet keinen Betaisierungsprozess.

Natürlich darf man Frauen ihre höheren Ansprüche nicht zum Vorwurf machen. Sie folgen genau wie wir Männer ihrem genetisch vorgegebenen Programm. Und überhaupt kann ja wohl jeder fordern, was er will. Ich sehe da nichts Verwerfliches. Am Ende entscheidet der Markt, inwiefern das realisierbar ist.

Und wie sehen die männlichen Ansprüche konkret aus?

  1. Optische Attraktivität
    Klassische Attraktivitätsmerkmale: Große Brüste, flacher Bauch, knackiger Po, lange Beine, volle Lippen, hohe Wangenknochen, große Augen, glatte Haut, lange Haare, …
  2. Libido
    Sie sollte gerne Sex haben. Die schönste Frau ist wertlos, wenn sie nicht mit einem schläft.
  3. Verträglichkeit
    Sie sollte nett sein. Kein Drama, keine Vorwürfe, keine Drohungen, keine Gewalt.
  4. Verfügbarkeit
    Sie sollte an mir interessiert sein, und nicht an anderen Männern. Wenn die Frau eine potentielle zukünftige Partnerin ist, dann sollte sie keine allzu turbulente Vergangenheit haben, jedoch an mir sehr schnell Interesse zeigen. Wenn sie meine Partnerin ist, dann sollte sie nicht fremdgehen und am besten auch nicht fremd flirten, jedoch in meinem Bett stets wild und unersättlich bleiben.

Im Gegensatz zu Frauen sind Männern die Faktoren Einkommen, Status, Vertrauen, Kongruenz, Individualität, Humor, und Stil weniger wichtig.

Die vier oben genannten Punkte finden sich auch im Pick-up wieder:
Punkt 1 wird über die „10er-Skala“ kodiert, Punkt 2 über die Klassifikation HD/LD (high drive/low drive), Punkt 3 über die Klassifikation HSE/LSE (high self esteem/low self esteem). Punkt 4 ist etwas, was es zu überwinden gilt. Angst vor Zurückweisung, Ergebnisabhängigkeit und Eifersucht sind schädlich für den Verführungserfolg.


Siehe auch:
Die Ansprüche der Frauen

Weblinks:
Der weibliche PUA „Thundercat“ bringt es auf den Punkt:

seh gut aus und GEH IHM NICHT AUF DEN SACK, wenn du dazu nicht ganz hohl in der birne bist und gut im bett, fertig. [Link]

(Punkt 1-3 der obigen 4 Punkte)

Der Psychologe Wolfgang Krüger äußert sich in der Welt:

„Wenn man die Bedürfnisse von Männern überspitzt auf den Punkt bringt“, so der Psychologe, „dann kann man sagen: Sie wollen ein Minimum an Anerkennung, Versorgung und Erotik. Und: Sie wollen in Ruhe gelassen werden.“ Frauen seien da wesentlich anspruchsvoller. [Link]

Evolutionäre Thesen zur Partnerwahl aus “Evolution of Desire” von David Buss, Alles Evolution
Beziehungstipps für Frauen, Alles Evolution
Partnerwahl: Männer haben überzogene Ansprüche an ihre Partnerin, Frauenzimmer
Was Männer wollen – Keine hohen Ansprüche, Glamour
Männer wollen Schönheit, Frauen suchen Sicherheit, RP Online
Frauen sind bei der Partnersuche wählerischer als Männer, ElitePartner
Frau sucht aus, Süddeutsche Zeitung
Partnerwahl, Spektrum.de
Wer will wen, Focus
Das Märchen vom „Charakter“ zieht nicht mehr: Es kommt doch aufs Aussehen an!, klatsch-tratsch

Ihr Männer seid doch selbst schuld, AB-Treff
Wie weit habt ihr eure Ansprüche reduziert ?, AB-Treff
Zu hohe Ansprüche oder die falschen, AB-Treff

Die Ansprüche der Frauen

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die Ansprüche der Frauen. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher

Eine (insbesondere von Beta-Männern) häufig zu hörende Klage ist, dass die Ansprüche von Frauen „zu hoch“ seien. Der folgende (nicht ohne Grund häufig zitierte) Text drückt ganz gut aus, wie viele Männer sich diesbezüglich fühlen:

Eine FRAU glücklich zu machen ist ganz einfach!

Man muss nur ein…

1. Freund
2. Partner
3. Liebhaber
4. Bruder
5. Vater
6. Lehrer
7. Erzieher
8. Koch
9. Mechaniker
10. Monteur
11. Architekt
12. Stylist
13. Elektriker
14. Klempner
15. Gynäkologe
16. Psychologe / Psychiater
17. Therapeut
18. Lebensberater

sein und dabei muss man(n) gleichzeitig…

19. zuvorkommend
20. sympathisch
21. durchtrainiert
22. liebevoll
23. aufmerksam
24. gentlemanlike
25. intelligent
26. einfallsreich
27. kreativ
28. einfühlsam
29. stark
30. verständnisvoll
31. tolerant
32. bescheiden
33. ehrgeizig
34. fähig
35. mutig
36. entschieden
37. vertrauensvoll
38. respektvoll
39. hingebungsvoll
40. leidenschaftlich
41. und vor allem zahlungsfähig sein!

Gleichzeitig sollte man darauf achten, dass

a) man nicht eifersüchtig ist, aber dennoch nicht uninteressiert.
b) man sich mit seiner Familie gut versteht, ihr aber nicht mehr Zeit widmet als der Frau.
c) man ihr Raum lässt, sich aber besorgt zeigt, wo sie war und was sie gemacht hat.

Einen MANN glücklich zu machen ist bei weitem nicht so leicht!!

Der Mann braucht:

1. SEX
2. ESSEN

Die meisten Frauen sind mit diesen vielfältigen Bedürfnissen natürlich TOTAL überfordert.

Was lernen wir daraus?

Ein harmonisches Zusammenleben ist gar nicht so schwer – würden wir Männer ENDLICH erkennen, dass wir unsere hohen Ansprüche ein klein wenig zurückschrauben müssen! 😉

[Link]

Im Einzelnen kann man da sicher den einen oder anderen Punkt kritisieren, aber insgesamt scheint der Autor doch einen Nerv getroffen zu haben, sonst hätte der Text sich nicht so weit verbreitet.

Ansprüche sind Shittests
Ich muss hier mal mit einem grundsätzlichem Missverständnis aufräumen: Weibliche Ansprüche sind nicht dazu da, um erfüllt zu werden. Sie sind Tests, um herauszufinden, ob du Manns genug bist, ihre Forderungen zurückzuweisen. Die Frau will wissen, ob du jemand bist, der alles mit sich machen lässt, oder ob du ein Mann bist, der weiß, wo seine Grenzen sind und der sich nicht alles gefallen lässt.

Kognitiv ist dieser Sachverhalt nicht schwer zu verstehen, aber die Umsetzung ist alles andere als einfach. Wir Männer sind eben darauf programmiert, Frauen glücklich machen zu wollen – was häufig zu einem Frauen-alles-recht-machen-wollen ausartet. Frauen hingegen suchen naturgemäß den Konflikt, das Drama und den Mann, der sie dann wieder in ihre Schranken weist.

Wenn du Frauen fragst*, was ein potentieller Partner denn so an Minimalkriterien erfüllen sollte, um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen, wird sie dir in der Regel eine lange Liste von Anforderungen vorlegen, die kaum ein Mann erfüllen kann – insbesondere du nicht. Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit meinem damaligen OdB, in dem sie mir genau erklärte, was ein Mann ihr alles bieten müsste. Allesamt Ansprüche, die ich höchstens rudimentär erfüllen konnte. Und ein paar Monate später kam sie dann mit einem Freund daher, der noch viel weiter von dem beschriebenen Idealparter abwich, als ich. Sehr verunsichert haben mich auch immer Ansprüche, die von praktisch allen Frauen kommen. Beispielsweise erwarten schätzungsweise 99% der Frauen von einem Partner, dass er tierlieb ist. Da hat ein Tierfeind wie ich also schon allein deshalb ganz schlechte Karten?! Lass dich durch solche Ansprüche nicht einschüchtern! Nur äußerst selten sagt eine Frau, was für einen Partner sie wirklich will.
Qualities we NEED in our S.O.

Liste der Ansprüche von eher unattraktiven Frauen.

Es gibt nur einen wirklichen Anspruch
Die meisten Forderungen der Frauen sind Shittests. Das heißt jedoch nicht, dass du nichts tun musst, um eine Frau zu verführen und zu behalten. Ganz im Gegenteil. Als typischer AB musst du einen enormen Aufwand betreiben, um für überhaupt eine Frau in Frage zu kommen. Du musst nur nicht das tun, was sie explizit von dir verlangt.

Alle Kriterien, die sich auf Interessen, Hobbys, Einstellung und Werte beziehen sind für den Flirterfolg eigentlich komplett egal**. Alles, was mit Aussehen, Geld und Status zu tun hat („LMS“) ist zwar relevant, jedoch nur von nachrangiger Bedeutung. Worauf es jedoch wirklich ankommt, ist nur die eine Frage: Bist du ein Alpha? Wer Frauen führt und verführt, sie neckt und ihre Shittests kontert und dabei Selbstbewusstsein und Lebensfreude ausstrahlt, kann viele attraktive Frauen erobern. Wer in dieser Disziplin komplett versagt, kann das weder mit LMS noch mit sonstigen Vorzügen wett machen.

Erfüllbare und unerfüllbare Ansprüche
Ich unterscheide hier zwischen erfüllbaren Ansprüchen, die durch ein Eingehen auf die Forderung befriedigt werden können, und unerfüllbaren Ansprüchen, bei denen jedes Eingehen nur noch strengere Zusatzforderungen auslöst.

Die meisten Anforderungen, die an uns gestellt werden, sind prinzipiell erfüllbar und führen nicht automatisch zu weiteren umfassenderen Anforderungen. Bei Prüfungen (z.B. in der Schule oder an der Uni) genügt es, den vorher vereinbarten Lehrstoff zu beherrschen. Steht man vor Gericht, dann kann man mit einem Freispruch rechnen, sofern man sich an alle geltenden Gesetze gehalten hat. Möchte man in einem Geschäft ein Produkt erwerben, so genügt es, den ausgezeichneten Preis zu bezahlen. Noch nie habe ich erlebt, dass ein Verkäufer mir an der Kasse entgegnet hat „Ich will aber mehr Geld! Und noch mehr Geld! Und noch viel, viel mehr Geld!!!“

Es gibt aber durchaus Situationen, in denen wir mit unerfüllbaren Ansprüchen konfrontiert werden. Beispielsweise werden häufig unerfüllbare Aufgaben in der militärischen Ausbildung gestellt:

Ich lernte, dass man sich vor dem Verlassen des Schiffes militärisch korrekt beim wachhabenden Unteroffizier abmelden musste. Das tat ich. Der Unteroffizier, ein Obermaat, musterte mich kritisch.

„Matrose Kazim, haben Sie Ihre Hose als Kopfkissen benutzt?“

Ich blickte an meiner Uniformhose herunter. Die Bügelfalte war so scharf wie eine Rasierklinge. Wo lag sein Problem?

„Gehen Sie unter Deck, und bügeln Sie Ihre Hose ordentlich!“

Ich verschwand, verwundert über diese Szene, in den Schlafraum, kramte ein Reisebügeleisen aus meinem umzugskartongroßen Metallspind, zog die Hose aus und fuhr ein paar Mal darüber. Dann rannte ich wieder an Oberdeck.

„Das soll eine Bügelfalte sein? Gehen Sie mir aus den Augen, und kommen Sie erst wieder, wenn Sie vernünftig angezogen sind!“

Jetzt war ich wütend. Ich bügelte die gebügelte Hose noch einmal.

„Matrose Kazim, wollen Sie Deutschland Schande bereiten? Oder warum kommen Sie schon wieder mit so einer knittrigen Hose zu mir?“

Genervt machte ich kehrt, ab unter Deck, aber diesmal bügelte ich nicht, sondern ließ einfach ein paar Minuten vergehen, bevor ich wieder nach oben ging.

„Na also, warum nicht gleich so? Schönen Landgang! Und benehmen Sie sich!“

[Link]

Several times a week, the instructors would line up the class and do a uniform inspection. It was exceptionally thorough.

Your hat had to be perfectly starched, your uniform immaculately pressed and your belt buckle shiny and void of any smudges.

But it seemed that no matter how much effort you put into starching your hat, or pressing your uniform or polishing your belt buckle—- it just wasn’t good enough.

The instructors would find “something” wrong.

For failing the uniform inspection, the student had to run, fully clothed into the surfzone and then, wet from head to toe, roll around on the beach until every part of your body was covered with sand.

The effect was known as a “sugar cookie.” You stayed in that uniform the rest of the day—cold, wet and sandy.

There were many a student who just couldn’t accept the fact that all their effort was in vain. That no matter how hard they tried to get the uniform right—it was unappreciated.

Those students didn’t make it through training.

Those students didn’t understand the purpose of the drill. You were never going to succeed. You were never going to have a perfect uniform.

Sometimes no matter how well you prepare or how well you perform you still end up as a sugar cookie.

It’s just the way life is sometimes.

[Link]

Solche „militärischen Shittests“ kannst du nur bestehen, wenn du dich betaisieren lässt. Da hilft dir kein frecher Spruch, kein Aufbegehren gegen die Ungerechtigkeit und kein extremer Arbeitseifer, um den Anforderungen doch noch zu genügen. Akzeptiere die Bestrafung und versuche, dich nicht zu sehr darüber zu ärgern.

In einer Beziehung mit einer Frau wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine ähnliche Situation kommen: Die Frau verlangt etwas von dir, aber so sehr du dich dabei auch anstrengst, ihren Wunsch zu erfüllen – das Ergebnis ist niemals gut genug für sie. Sie bestraft dich für dein „Versagen“ mit Gekeife und Liebesentzug, in schweren Fällen mit öffentlicher Demütigung und körperlicher Gewalt. Im Gegensatz zu den militärischen Shittests darfst du dich hier nicht betaisieren lassen, sondern musst mit dominantem Alpaverhalten reagieren, um nicht in einen Teufelskreis aus immer strengeren Anforderungen, immer größeren Anstrengungen deinerseits und immer brutaleren Bestrafungen ihrerseits zu geraten.

Sieh dir dazu mal das folgende Beispiel von „Dave from Hawaii“ an:

HER: “I’m hungry.”
ME: “What do you want to eat?”
HER: “I don’t know…”
ME: “How about McDonalds?”
HER: “I dunno.”
ME: “How about Taco bell?”
HER: {shrugs}
ME: “KFC? I know you really like the original recipe chicken dinner…”
HER: “well yeah…”
ME: “OK, great, let’s go!”
Drives to the KFC drive-thru.
ME: I’ll have the Zesty Crispy Chicken Wrap…what do you want, honey?”
HER: “I don’t want to eat here.”
ME: “What? I thought you said…”
HER: “I never said I wanted KFC.”
ME: “But…what do you want then? Whatever you want, just let me know, and we’ll go there!”
HER: “It’s too late, you’ve already ordered here.”
ME: “Fine then. So what do you want?”
HER: “Nothing, just take me home. I’ll figure out what I’m going to eat later. {Said in a grouchy tone}.
ME: “Why do you have to be like that?
HER: “Be like what? I never said I wanted KFC!”
ME: “Well what do you want then?”
HER: “Don’t worry about me already! Just get YOUR food and take me home!”
ME: “I’ve asked you how many times to tell me what you want and I’ll take you there! Why do you always have to act like this?”
HER: “Act like what? Nevermind already! It’s obvious you don’t really care about what I want…it’s only about what you want! I didn’t want KFC and yet you’re trying to make like it’s all my fault just because I don’t want to eat here! I never wanted to eat here in the first place!!!!”
ME: “$*%^(YT@#($)(#&!!!!!”

[Link]

Der Mann tut alles – wirklich alles – um den Ansprüchen seiner Frau zu genügen, und bekommt am Ende den Vorwurf, nur an sich zu denken! Das ist sehr typisch für Beziehungen zwischen LSE-Frauen und Beta-Männern. Ständig wechselnde, sich widersprechende Forderungen sind da ein beliebtes Mittel, um die Unerfüllbarkeit der Ansprüche sicherzustellen. Ein weiteres gern genutztes Instrument zur Erzeugung von Unerfüllbarkeit ist das Verlangen von Dingen, die es gar nicht gibt. Sieh dir dazu das folgende typische*** Beispiel an:

Sie: Hmmm, ich würde jetzt gerne in eine japanische Pizzeria gehen. Ich hab einen riesen Appetit auf eine japanische Pizza – belegt mit Rinderflossen und Thunfischkäse.
Er: Japanische Pizzeria? Rinderflossen? Thunfischkäse? Davon habe ich ja noch nie was gehört. Bist du dir sicher, dass …
Sie: DOCH, SOWAS GIBTS!!! Das muss hier in der Nähe sein. Ich hab es doch selbst gesehen! Mein Ex-Freund ist da immer mit mir essen gegangen. Aber du kriegst das scheinbar nicht hin?!

Wenn sie dir mit so einem Scheiß kommt, steht es nicht gut um deine Beziehung. Möglicherweise hast du dich bereits zu ihrem willfährigen Diener gemacht. Unerfüllbare Wünsche sind jetzt ihre einzige Möglichkeit, um neue Vorwürfe gegen dich zu generieren. Lerne dringend Alpha-Verhalten. Geh niemals auf solchen Schwachsinn ein. Versuche nicht, ihr zu beweisen, dass es das, wonach sie verlangt, gar nicht gibt. Trenne dich von ihr, wenn so was regelmäßig kommt.

 

* Wenn eine Frau von sich aus erzählt, warum du ihr nicht gut genug bist, so nennt man das einen Shittest. Wenn du mit deinem Gefrage nach möglichen Ansprüchen ihr eine Vorlage für solche Shittests lieferst, dann ist das ein sehr unkluger Schachzug, der nur dein geringes Selbstbewusstsein offenbart.
** Egal in dem Sinne, dass es keinen Unterschied macht, ob du A oder B sagst. Wenn du diese Fragen allerdings vermeidest oder nicht selbstbewusst genug beantwortest, ist das für dich sehr wohl ein riesiger Attraktivitätskiller.
*** Abgesehen von der konkreten Spezifikation des Restaurants habe ich das schon bei verschiedenen Frauen genau so erlebt.


Siehe auch:
Die Ansprüche der Männer

Literatur:

Ein symptomatischer Satz der Betroffenen ist oft: „Ich kann es ihr einfach nicht recht machen!“ Die Wucht solcher fast immer sehr schwer erkennbaren psychologischen Angriffe kann für labile Persönlichkeiten gefährlich oder zerstörerisch bis hin zum Suizid sein.

[LdS, S.49]

Die Ansprüche von Frauen an Partnerschaften: Wieso Beziehungen immer schwieriger werden, Sandra Eichhorn

Weblinks:
„Die Ansprüche der Frauen sind so hoch“, Die Welt
Studie: Die geringen Ansprüche der Männer, Die Zeit
Warum gibt es viele Singles? Frauen zu anspruchsvoll, Männer zu schüchtern, ElitePartner

Der Satz fasst die Ursachen für Partnerlosigkeit (natürlich stark vereinfacht) ganz gut zusammen. Auch das Zitat der Psychologin Lisa Fischbach ist interessant:

Es wird der perfekte Partner gesucht, Kompromisse werden nur selten eingegangen. Vor allem die selbstbewussten, gebildeten Frauen scheitern oft an ihren hohen Ansprüchen. Sie müssten ihr Suchmuster überprüfen, um einen Partner zu finden.

„48 Prozent finden, dass Single-Frauen zu anspruchsvoll sind.“, presseportal
Warum sind Sie immer noch Single?, Petra
»Deutsche Frauen sagen nie das, was sie wirklich denken«, Süddeutsche Zeitung
Meine Freundin ist nie zufrieden, egal was ich mache, und gibt mir nichts zurück, frag Beatrice
Zu anspruchsvoll? – Erwarten wir zu viel von einem Mann oder sind unsere Ansprüche an eine Beziehung gerechtfertigt?, Glamour
Erwarten wir zu viel von den Männern?, Freundin
Stellen Frauen heutzutage zu hohe Ansprüche in einer Beziehung?, Huffington Post
Je klüger, desto einsamer: Gebildete Frauen stellen zu hohe Ansprüche bei der Partnerwahl, femininleben
Nörgelst du noch, oder bebst du schon?, Sibylle Berg
„Frauen suchen den Alpha-Softie“, Die Zeit

Die Ansprüche steigen, vor allem bei Frauen. Der Partner muss immer mehr erfüllen. Das zeigen viele Studien, und so beobachten wir es auch bei den Mitgliedern des Portals Elitepartner. Wir beobachten, dass vor allem Frauen mittleren und höheren Alters sich mit niemandem zufriedengeben wollen, der nicht optimal zu ihnen passt. Sie bleiben lieber Single, als Kompromisse einzugehen. Der akzeptierte Verhaltenskorridor ist sehr eng, und obendrein lässt er sich von kaum einer Frau ganz konkret beschreiben, das ist eher so ein „Von allem etwas zum richtigen Zeitpunkt“. Die Balance zu halten ist knifflig; manche Männer frustriert das.

6 Unreasonable Demands Women Tend To Make In Relationships, Thought Catalog

Warum Frauen unzufrieden sind, MGTOW Deutsch
Schweigen ist bei einer Frau die Pause zwischen zwei Wünschen, MGTOW Deutsch
“Lieber zukünftiger Ehemann”, Alles Evolution

Frauen sind sehr schwer zufriedenzustellen, können kaum aufhören zu meckern. Einmal muss der Mann die eierlegende Wollmilchsau sein, in der nächsten Sekunde wieder etwas völlig anderes. Die Hauptsache ist, dass der Zustand möglichst unerreichbar ist und sich Männer in Konkurrenz darum, den Wünschen einer Frau zu entsprechen, schön gegeneinander aufhetzen lassen.

Zhen auf Alles Evolution

Je mehr ein Mann sich auf die Bedürfnisse der Frau einlässt, je mehr Forderungen er nachgibt, umso mehr wird sie fordern. Während der bindungsunwillige, egoistische Lover alles bekommt ohne Forderungen ausgesetzt zu werden, bekommt der brave Versorger, der seine Bedürfnisse denen der Frau hintenanstellt, nichts mehr außer noch mehr unmöglich zu erfüllende Forderungen.

lh auf Alles Evolution

Ich kann es IHR nicht recht machen, sie wird zu agressiv, hilferuf
Kann Mann einer Frau es nie Recht machen?, ElitePartner
Warum sind viele Frauen so extrem anspruchsvoll?, urbia
warum sind frauen heutzutage so anspruchsvoll?, gutefrage
Sind deutsche Frauen zu anspruchsvoll?, Yahoo Clever
Wie kann man es Frauen noch recht machen?!….., Blinker Forum
Sind Frauen beim Sex zu anspruchsvoll?, hilferuf.de
Sind deutsche Frauen zu anspruchsvoll?, gofeminin
Sind deutsche Frauen zu anspruchsvoll?, 3DCenter Forum
Warum sind Frauen so zickig und anspruchsvoll?, ElitePartner
Warum haben z.B. weniger attraktive Frauen genauso hohe Ansprüche als wie äußerst attraktive Frauen?, ElitePartner
Ich hasse die Ansprüche von Frauen!, ichhasse.es
Die Ansprüche einer Frau…, Unicum Forum

Wie kann man Frauen heute überhaupt noch beeindrucken?, AB-Treff
Deutsche Frauen zu hartherzig und anspruchsvoll?, AB-Treff
Deutscher Partnermarkt einfach kaputt ? Ursachen belanglos, AB-Treff
Einfach mal die Ansprüche runterschrauben…, AB-Treff

Eine Weihnachtsgeschichte für ABs

Weihnachtsmann im Rentierschlitten

Es war einmal ein kleiner Junge, für den war Weihnachten das größte. Er glaubte fest an den Weihnachtsmann, denn die Erwachsenen hatten ihm einstimmig bestätigt, dass es ihn wirklich gibt. Sie schienen sich ihrer Sache so sicher zu sein, dass er nie auf die Idee kam, an der Richtigkeit deren Aussage zu zweifeln. Außerdem war diese Geschichte so schön, dass er sie einfach glauben wollte. Wie dunkel wäre denn die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe? Doch eines Tages kamen böse Buben, die ihm erzählten, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gebe und dass seine Eltern die Geschenke heimlich unter den Baum legten. Der Junge wollte ihnen nicht glauben, denn sie zerstörten seinen größten Traum. Doch die Buben legten Argumente vor, die plausibel klangen, ja, die Existenz eines Weihnachtsmanns sogar wissenschaftlich unmöglich machten. Dies stürzte den Jungen in eine tiefe Verzweiflung und ihm wurde gewahr, dass die Erwachsenen ihn getäuscht hatten. Er wurde wütend auf die Menschen, die ihn so lange belogen hatten. Und er begann selbst, anderen Kindern die Augen zu öffnen.

Als der Junge heranwuchs, kam die Zeit, da er sich in ein Mädchen verliebte. Für ihn war dieses Mädchen das größte, doch das Mädchen liebte einen anderen Jungen. Nicht irgend einen Jungen, sondern den Jungen, der „unseren Jungen“ täglich verprügelte. Irgendwann sah unser Junge, dass diese Liebe keine Chance hatte. Schweren Herzens gab er sie auf. Jahre gingen ins Land und der Junge verliebte sich erneut. Und wieder ereignete sich die gleiche Geschichte. Der Junge wurde wütend und traurig, und er fragte: Was kann ich tun, damit auch ich einmal geliebt werde? Und die Menschen antworteten ihm: Sei ganz beruhigt, eines Tages wird die Liebe auch dich finden. Für jeden Topf gibt es einen Deckel. Sei einfach du selbst. Vermeide, gezielt nach einer Frau zu suchen. Bleib, wie du bist. Tu, was dir Spaß macht. Liebe entsteht, wenn zwei Menschen, die für einander geschaffen wurden, aufeinander treffen. Wenn du die Richtige findest, kannst du gar nichts falsch machen. Ihr werdet wie von selbst zu einem Paar. Und der Junge glaubte ihre Geschichte, den die Menschen, die sie ihm erzählten, waren vertrauenerweckend, gesellschaftlich geachtet und selbst in festen Beziehungen. Außerdem war die Geschichte so schön, dass er sie einfach glauben wollte. Wie dunkel wäre denn die Welt, wenn die Liebe nicht einfach so – bedingungslos – entstünde, sondern durch fragwürdige Verführungstechniken erzeugt werden müsste! Doch so sehr er es sich auch wünschte – die Liebe fand er auf diese Weise nicht. Immer wieder fragte er nach, und immer wieder wurde er vertröstet: Wenn du an der Uni studierst, wenn du einen Beruf hast, wenn du ein eigenes Auto fährst, … wirst du leicht eine Freundin finden. Sei unbesorgt, auch für dich wurde eine passende Frau geschaffen. Eines Tages stieß er in den dunklen Ecken des Internets auf Berichte von Männern, die ähnliches erlebt hatten, und ganz andere Empfehlungen gaben. Es waren (scheinbar) böse Männer, die (scheinbar) den Sexismus verherrlichten. Viele von ihnen suchten gar nicht nach einer festen Freundin, wollten keine Familie gründen, sondern brüsteten sich mit SNLs und MLTRs. Angewidert wandte er sich von deren menschenverachtenden Praktiken ab. Doch gelegentlich überwand er seinen Ekel und las, was sie zu berichten hatten. Teilweise klangen ihre Aussagen plausibel, teilweise waren sie sogar wissenschaftlich belegt. Dies stürzte unseren Protagonisten in eine tiefe Verzweiflung, denn ihm wurde gewahr, dass die Gesellschaft ihn getäuscht hatte und er die besten Jahre seines Lebens unnötig in Einsamkeit verbracht hatte. Wut und Zorn erfassten den Mann, und er begann damit, die fragwürdigen Methoden selbst zu testen. Dies war keine einfache Aufgabe, denn seine unvorteilhaften Verhaltensmuster hatten sich über die Jahre zu tief in seinem Wesen verankert, als dass man sie einfach mit einem Handstreich wegwischen könnte. Doch es kam der Tag, an dem die beharrliche Arbeit sich bezahlt machte. Begeistert von der Wirksamkeit der Methoden begann er nun selbst, anderen Männern die Augen zu öffnen.

Erwachsen werden ist nicht schön. Es bedeutet, lieb gewonnene Märchen aufzugeben und eine unbequeme Realität zu akzeptieren. Menschen in Frage zu stellen, denen wir immer geglaubt haben. Überzeugungen zu verwerfen, die dem Leben Halt gegeben haben. Und trotzdem nicht zu verzweifeln, sondern die Schwierigkeiten beherzt und zuversichtlich anzugehen. Es ist ein Weg hin zu mehr Unabhängigkeit, Rationalität und Verantwortung, der oft von Rebellion, Wut und Zorn begleitet wird. Erwachsen werden ist alternativlos. Unsere Welt funktioniert nicht, wenn wir die Augen vor einer unschönen Realität verschließen, und uns auf das Schreiben von Wunschzetteln beschränken. Erwachsen werden ist ein lebenslanger Prozess. Er endet nicht, wenn wir aufhören, an den Weihnachtsmann zu glauben, nicht, wenn wir die Mechanismen der sexuellen Anziehung verstehen und nicht wenn wir ein bestimmtes Alter erreicht haben. Mögen wir alle die Kraft finden, auf diesem Weg beständig voranzuschreiten!

Um Missverständnisse zu vermeiden:
Ich will aus dir keinen misstrauischen, paranoiden Verschwörungstheoretiker machen. Der Knackpunkt dabei ist folgender: Der Paranoide fürchtet sich vor bösartigen, konspirativen Lügen. Die meisten Menschen lügen jedoch nicht, um Schaden zuzufügen, sondern um niemanden zu verletzen. Sie sind wie die Eltern, die ihrem Kind vom Weihnachtsmann erzählen. Diese gut gemeinten Lügen verhindern jedoch, dass du die nötigen Schritte unternimmst, um dich aus deinem AB-tum herauszuarbeiten. Und die Erkenntnis, dass du etwas tun musst, was die meisten Menschen nicht gut heißen würden, ist einer der ersten großen Schritte auf dem Weg zur Besserung. Nicht umsonst hat Château Heartiste das Motto „where pretty lies perish“, nicht umsonst ist die Pillenallegorie so beliebt in der Manosphäre.


Literatur:
The Catcher in the Rye, J. D. Salinger
Frauen wollen erwachsene Männer, Roland Kopp-Wichmann

Weblinks:
„Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann“, Die Welt
Es gibt gar keinen Weihnachtsmann!, TU Freiburg
Jahrzehntealte Lüge offenbart: Es gibt keinen Weihnachtsmann!, Wahrheiten.org
Ist das Christkind eine Lüge?, Süddeutsche Zeitung
Kinder-Glaube: Die schöne Lüge vom Weihnachtsmann, MOPO
Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?, familie.de

Erwachsen werden, wikiHow
Volljährig, aber unreif, Süddeutsche Zeitung

Der Koitus-Euphemismus

Eine alte Pick-up-Regel lautet: Sag ihr nie direkt, dass du sie ficken willst. (Es ist übrigens empirisch ganz gut belegt, dass das bei Frauen überhaupt nicht funktioniert. Bei Männern hingegen scheint das sowas wie die optimale Verführungsstrategie zu sein.) Es ist jedoch kein Problem, mit einem kleinen Euphemismus (z.B. DVD schauen, Goldfisch zeigen) anzudeuten, was gleich passieren wird.

Ist der Koitus-Euphemismus unehrlich?
Nein, der Koitus-Euphemismus dient nicht dazu, jemandem unter Vorspielung falscher Tatsachen in eine Sex-Falle zu locken, wie teilweise behauptet wird. Er ist vielmehr eine alternative Formulierung, die von sexuell aktiven Menschen zweifelsfrei verstanden wird. Jede Frau weiß, was die Stunde geschlagen hat, wenn du sie in deine Höhle schleppst oder beabsichtigst, ihr Nest zu besichtigen. Jeder Vorschlag, sich als Mann und Frau an einen Ort zu begeben, an dem man Sex haben könnte, wird im Allgemeinen als Einladung zum Sex interpretiert. Dieses Vorgehen ist weder unehrlich noch verklemmt, sondern einfach klare Kommunikation im Jargon der sexuell Aktiven.

Ein kleines Beispiel soll diesen Sachverhalt veranschaulichen: Ich datete mal eine Frau, mit der nach dem dritten Treffen immer noch nichts im Bett lief. Ich wusste, dass ich nach einem weiteren sexlosen Date wohl gefriendzoned werden würde und schlug ihr deshalb vor, doch gemeinsam eine DVD anzusehen. Sie lehnte das ab und machte statt dessen eine Reihe von Alternativvorschlägen, die alle eine Gemeinsamkeit hatten: sie fanden in der Öffentlichkeit statt. Die Art, wie sie argumentierte (unlogische Pseudoargumente), ließ keinen Zweifel daran, dass auch sie wusste, was mit „DVD-Abend“ gemeint ist. Ich blieb bei meiner Forderung und bekam schließlich das, was man unter einem heterosexuellen DVD-Abend versteht: Fünf Minuten Spielfilm, dann Übergang zum Hauptgang – sogar ohne die geringsten Anzeichen von LMR.

Warum wollen Frauen keine Männer, die den Sex ankündigen?

  • Es klinngt nicht gut
    Es gibt ein paar Dinge, die sagt ein kultivierter Herr nicht in aller Direktheit. Statt zu fragen „Wo kann ich hier meinen Kot ausscheiden?“ erkundigt er sich nach den Waschräumen. Statt zu sagen „Ich möchte meinen steifen Penis so lange in deiner Vagina reiben, bis das Sperma herausspritzt“, bietet er eine Besichtigung seiner Wohnung / einen Kaffee etc. an. In beiden Fällen liefert auch die indirekte Formulierung alle relevanten Informationen.
  • Es ist langweilig
    Sexuelle Spannung entsteht aus der Ungewissheit, aus uneindeutigen Signalen, wenn die Frau sich fragt „will er mich jetzt oder nicht?“. Wenn zweifellos klar ist, dass er sie ins Bett kriegen will, verliert sie das Interesse.
  • Es erschwert einen Rückzieher.
    Frauen wollen in der Regel keine verbindliche Zusage zum Sex erteilen. Sie wollen bis zur letzten Sekunde die Option auf einen Rückzieher behalten, ohne sich danach schlecht fühlen zu müssen. (Was zwar auch bei einer direkten Absprache nicht nötig wäre, aber ein „Ich dachte, wir wollen nur DVD schauen“ fühlt sich eben besser an als ein „Ich will jetzt doch nicht mehr poppen. Ich weiß auch nicht wieso.“)
  • Es entbindet Frauen nicht komplett von jeglicher Verantwortung
    Frauen willigen zum Sex meist nur dann ein, wenn sie die Verantwortung dafür nicht tragen müssen. Wenn du sie aber zwingst, „Ja“ zum Sex zu sagen, muss sie immer eine gewisse Mitverantwortung tragen, denn ohne ihr Ja wäre es ja nicht so weit gekommen. Frauen wollen sich hinterher sagen können, dass der Sex „einfach so passiert ist“. Er soll gerade nicht das Ergebnis einer bewussten Willensentscheidung sein.

Warum wollen Männer den Sex ankündigen?
Für Männer ist die Verführung eine Investition und Sex der Payout. (Ganz im Gegensatz zu den Frauen, die Verführung als Instrument zur Qualitätssicherung sehen.) Von daher ist es nur rational, dass Männer möglichst früh abklären möchten, ob es am Ende tatsächlich zum Sex kommt. (Während Frauen sich bis zum Schluss alle Optionen offen halten wollen.) Manche Männer fühlen sich wohl auch durch feministische Propaganda (vgl. „consent culture„) bemüßigt, ihren Beischlafwunsch zu einem frühen Zeitpunkt in sehr direkter Form anzukündigen.

Wie reagieren Frauen auf eine direkte Sex-Anfrage?
In den einschlägigen Videos

haben die Männer damit zwar keinen Erfolg, doch reagieren die meisten Frauen (überraschenderweise) nicht aggressiv. Ich kann mir diese Milde nur durch das überdurchschnittliche Aussehen und vor allem das unerschütterliche Selbstbewusstsein der Männer erklären. Meine persönliche Wahrnehmung ist allerdings eine andere. Mir haben schon viele Frauen von Männern berichtet, die ihnen ohne große Umschweife erklärt haben, was sie von ihnen wollen. Und ich kann die Berichte wie folgt zusammenfassen: Die meisten Frauen finden es total schlimm, direkt auf Sex angresprochen zu werden. Insbesondere dann, wenn der Mann unattraktiv ist. Eine höfliche Anfrage führt dann oft zu einer Reaktion, als hätte ihnen jemand Gewalt angetan. Noch Wochen später sind sie am schluchzen („Wie konnte er nur? Was denkt er von mir? Für wen hält er sich? …“). Dazu passt auch der Titel des Flirt-Ratgebers von amaryllis26, der die direkte Sex-Anfrage zu den „Abgründen des Internetdatings“ zählt.

Ein direktes Ansprechen kann aber auch Gelegenheiten bei bereits vorhandener Anziehung zerstören. Mir hat mal eine Frau von einem Mann erzählt, den sie attraktiv fand und mit dem sie gerne unverbindlichen Sex gehabt hätte. (Und das wahrscheinlich auch durch IOIs gezeigt hat.) Dieser fragte sie dann, ob sie mit ihm Sex haben möchte. Von der Direktheit der Frage überrascht lehnte sie reflexartig ab – sehr zu ihrem eigenen Bedauern.

Das andere Extrem
Wie bei den meisten Pick-up-Themen ist es auch hier wichtig, das richtige Maß zu halten und nicht zum anderen Extrem, einem komplett asexuellen Verhalten überzugehen. Beim Verführen ist es durchaus erforderlich, sein sexuelles Interesse an der Frau zu zeigen. Das sollte man dann aber raffiniert und frech und nicht plump und direkt tun. Es sollte nicht zu eindeutig sein, um nicht die sexuelle Spannung zu töten aber auch nicht zu vage, um nicht als herumdrucksen aufgefasst zu werden. Das ganze ist eine Gratwanderung, die für Anfänger schwer zu meistern ist.

Ist die direkte Sex-Anfrage chancenlos?
Nein. Auch wenn die wissenschaftlichen Studien eine Erfolgsquote von 0% konstatieren, gibt es immer wieder Männer, die berichten, damit Erfolg gehabt zu haben. Aber die Erfolgsquote liegt eben weit unter der bei der indirekten Methode. Insbesondere bei weniger attraktiven Männern, für die dieser Blog ja gemacht wurde. Wenn es anders wäre, könnte man die gesamte Korpus an Pick-up-Theorie vergessen und durch den einen Ratschlag ersetzen: Frag sie, ob sie ficken will.

Ein Beispiel für ein sehr direktes Ansprechen von Sex, das auch von anderen Bloggern als erfolgversprechend bewertet wurde, liefert Enrique Iglesias mit seinem Song “Tonight, I’m Fucking You”. Ich kann mir gut vorstellen, dass sowas bei einer geeigneten Mann-Frau-Kombination (Alpha-Mann, nymphomanische Frau) und guter Kalibrierung schnell zum gewünschten Ergebnis führt. Bei einem schüchternen Mann oder einer Frau, die viel Wert auf Comfort/Romantik legt, schätze ich die Erfolgschancen eher gering ein.


Siehe auch:

Genauso würde eine Frau niemals direkt auf ein explizit ausgesprochenes Sexangebot eingehen – man geht vielmehr dann ‘noch mit zu ihm ne DVD schauen …’ was dann letztendlich aufs Gleiche hinausläuft. Auch hier kann Sie sich dann vor ihrem sozialen Zirkel rechtfertigen mit ‘es ist halt einfach passiert’ – es war damit quasi die ‘Schuld’ des Mannes.

Gastbeitrag: Eine (bittere?) Wahrheit

Weblinks:

Viele Frauen lieben Glaubhafte Abstreitbarkeit (englisch plausible deniability), die Geschichte des Abends soll weniger ein “Dann habe ich ihn mit hoch genommen, weil ich ihn ficken wollte” sondern eher ein “es ist irgendwie passiert, er wollte nur kurz meine Wohnung anschauen und irgendwie war es dann schön und ich weiß gar nicht was passiert sind, aber morgens sind wir zusammen aufgewacht”.

Warum nicht einfach sagen, was man will?
Die meisten Frauen sind davon aber meiner Meinung nach wenig begeistert. Sie wollen eben eher, dass ihre Anti-Slut-Defense intakt bleibt, dass sie leugnen können, dass sie ihn deswegen mit hoch genommen haben, sie wollen sich auch noch nicht festlegen, sondern eher verführt werden, es soll aus der Stimmung heraus dazu kommen, weil der Moment passt und es gefällt ihnen nicht, dass auszusprechen, weil es billig und vulgär klingt.

Und die, die auch mit offenen Worten kein Problem hätten, haben auch nichts dagegen, wenn man es etwas einkleidet. Frauen ist ja üblicherweise bewußt, dass ein Mann, der mit ihnen auf ein Date geht, auch üblicherweise kein Problem mit Sex hat, wenn das gut gelaufen ist.

[Alles Evolution]

„Hast du Lust, noch auf einen Kaffee mit hoch zu kommen?“ ist wohl die eindeutigste Einladung zum Sex beim ersten Date. Gleich nach „Hast du Lust, noch auf Sex mit hoch zu kommen?“

[Der Berater]

„Willst du noch auf einen Kaffee zu mir hochkommen?“ heißt oft genug nichts anderes als „Wollen wir poppen?“, wenn man nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen möchte.

[der Freitag, Arne Hoffmann]

Im englischen Arbeiterklasse-Film „Brassed Off“, begleitet der Held eine hübsche junge Frau, die ihm an der Wohnungstür mitteilt: „Kommst du noch auf einen Kaffee mit rauf?“ Auf seine Antwort: „Da gibt’s ein Problem – ich trinke keinen Kaffee“ antwortet sie mit einem Lächeln: „Kein Problem. Ich hab‘ keinen da.“

[Die Welt]

Which wine do you prefer, red or white? [This is the covert signal that this is to be a sex date]

[Krauser PUA]

Forscher haben die neuen „Konsens-Vorschriften“, die eher einem Yes means Yes entsprechen, untersucht. Sie haben dazu Interviews mit Studenten geführt, um deren Vorstellungen zu ermitteln.

“That’s what they said hundreds of times in our first round of interviews,” Laker said. “‘It just happened.’” Rarely did students ever indicate they asked each other if they were consenting to the activity.

Alles Evolution

Warum eine Einladung zum DVD Abend fast immer beim Sex endet, pickupforum
Bootycall? Gilt hier dasselbe wie sonst (keine verantwortung abgeben)?, pickupforum
Der Kaffee zu Hause = Einladung zum Sex ?!, ElitePartner Forum
DVD-Abend als Synonym für Sex?, bym
„Lass und eine DVD bei mir gucken“ so nennt man das heutzutage, gofeminin
Einladung Nachhause=Sex?, erdbeerlounge
„Hey ich will jetzt einfach mit dir ficken“ , Telepolis Forum
2 Socially Acceptable Ways to Ask a Chick to Sleep With You, Good Looking Loser
Netflix and chill, Wikipedia

Literatur:

Vergiss aber nicht, dass es ganz unabhängig von Schuld und Scham immer ein Vorteil ist, die Frau möglichst lange im Unklaren über die eigenen Absichten zu lassen. Wenn sie von Anfang an genau weiß, dass du mit ihr schlafen willst, kann dies das instinktive Unbewusste mit einem Absinken der Anziehungskraft bestrafen. Halte dich also bedeckt! Besser ist es deshalb in jedem Fall, wenn du den Ablauf der Dinge so strukturierst, dass es den Anschein hat, alles wäre „einfach passiert“. Führe sie, übernimm die Verantwortung und gib ihr Gelegenheit, die Schuld für ihre unendliche Lust dir, dem Alkohol oder anderen Leuten zu geben! Sag zu der jungen Zuckerpuppe, mit der du auf dem bequemen Sofa deiner bevorzugten Cocktailbar seit einer vollen Stunde herumknutschst, nicht etwa: „Hey Kleines, lass uns zu mir nach Hause fahren und ficken!“ Das würde nur eine starke Gegenreaktion zum Selbstschutz vor Schuld auslösen und außerdem ihre instinktiven Kontrollmechanismen herausfordern. Erzähl ihr stattdessen von dieser großartig eingerichteten Asia-Bar gleich um die Ecke, die ihr euch ansehen könntet. […] „Was für lächerliche kleine Ausreden!“, wirst du jetzt vermutlich sagen. Selbstverständlich halte ich Frauen nicht für derart bescheuert, dieses Spiel nicht zu durchschauen. Aber das ist gar nicht so wichtig. Letzten Endes konstruiert ihr gemeinsam eure Ausrede und der Verführer leistet mit seiner Erfahrung nur die hauptsächliche Arbeit. Er gibt ihr die Chance, ihre sexuelle Lust ungehemmt und verantwortungslos auszuleben; an ihrem (schuld-)bewussten Selbst vorbei. [LdS, S. 79]

Die Frage „Möchtest du eine Beziehung mit mir?“ ist ungefähr so sinnvoll wie die Frage „Würdest du bitte mit mir schlafen?“ was wiederum ungefähr so sinnvoll ist, wie beim Teufel persönlich eine handgeschriebene Bibel in Auftrag zu geben. [LdS, S. 195]

Ich unterbreche sie, indem ich sanft einen Finger auf ihren Mund lege. Dann gehe ich einen Schritt auf sie zu, sehe ihr in die Augen und küsse sie. Sie wird schnell sehr leidenschaftlich. Ich sage: „Glaube ja nicht, dass du heute noch Sex bekommst.“ Sie versichert mir, keinen Sex zu wollen. Ich sage: „Wenn du mir versprichst, die Finger von mir zu lassen, können wir genauso gut bei mir zu Hause essen.“ […] Ich nehme ihre Hand und gehe los. [LdS, S. 159]

Wenn es bereits bei userem ersten Treffen zum Kuss kommt, sage ich zu meiner Begleiterin schon mal: „Komm, wir bezahlen“, bestelle ein Taxi und nenne dem Fahrer ganz selbstverständlich meine Adresse. […] Dabei sollte man sich nichts vormachen: Keine Frau ist so naiv, nicht zu wissen, dass, wenn sie mit in deine Wohnung kommt, automatisch auch der Gedanke an Sex im Raum schwebt. Wenn sie hier Bedenken hat, wird sie deiner Einladung nicht folgen.

[Pütz, S. 266f]

(Alle Hervorhebungen durch den Verfasser)