Was soll ich anziehen?

Ihr kennt das alle. Ihr geht an einem Klamottengeschäft vorbei. Seht dieses wahnsinns Teil. Geiler Style, passende Größe und noch Reduziert. [Link]

Ääähm, nein. Das beschriebene Szenario ist in etwa so wahrscheinlich wie dass ich an einem ungeduschten Schwulen vorbeigehe und mir ausmale, wie geil es wäre, ihm die Eier zu lecken. Beim Thema Klamotten habe ich eher die geheime Phantasie, dass ein Dienstleister ohne mein Zutun regelmäßig meine Garderobe aktualisiert. Wenn es dir ähnlich geht, dann ist dies dein Post.

Welchen Effekt hat die Kleidung auf den Frauenerfolg?
Klamotten sind kein Ersatz für Pick-up. Frauen werden dich nicht ansprechen, nur weil du was Schönes angezogen hast. Aber Klamotten können die Wirksamkeit von Pick-up-Techniken erheblich beeinflussen. Solltest du jemand sein, der glaubt, aufgrund seines Aussehens AB geworden zu sein, dann möchte ich dir in diesem Zusammenhang noch den folgenden Spruch mit auf den Weg geben:

Es ist egal wie du aussiehst.
Es kommt nur darauf an, was du daraus machst.

Ich werde dir hier keine konkreten Bekleidungsvorschläge geben. Das halte ich für genauso unsinnig wie konkrete Flirtsprüche zu empfehlen. (Die Klamotten müssen ja irgendwie zu deinem Typ passen und ich kenne dich ja nichtmal.) Ich will dir hier nur ein paar generelle Tipps für die Herangehensweise an das Klamottenproblem geben und dir dabei helfen, die schlimmsten Fehler zu vermeiden.

  • Zieh nichts an, was deine Mutter gekauft hat!
    Das Zeug kann noch so gut aussehen, du wirst dich darin immer „wie von Mutti angezogen“ fühlen. Und lass sie wissen, dass ihre Kleidergaben nicht erwünscht sind. Erst mal freundlich, und wenn das nicht wirkt („Zieh doch mal an! Es wird dir gefallen!“), dann indem du die Textilien unbesehen vor ihren Augen in die Tonne wirfst.
  • Geh mit Frauen shoppen, die du auch bumsen würdest.
    Seien wir mal ehrlich: Die meisten Männer haben keinen Modegeschmack – und ABs schon gar nicht. Statt also stundenlang zu grübeln, was dir wohl am besten stehen könnte und letztlich doch wieder wie ein Nerd auszusehen, solltest du lieber den Rat von Menschen suchen, die sich mit Klamotten auskennen. Frag ein Mädel aus deinem Bekantenkreis, ob sie dich beim Einkaufen begleitet oder quatsch fremde Menschen an, wenn du aus der Umkleide kommst. Ganz nebenbei trainierst du dabei auch noch deine Kommunikations-Skills.
    Warum kann ich nicht einfach anziehen, was mir gefällt?
    Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
  • Sei experimentierfreudig!
    Probier öfter mal was Neues aus und beobachte, wie die Leute darauf reagieren. Sei mutig und trau dich, aus der Masse (möglichst positiv) herauszustechen.
  • Kleide dich „männlich“.
    Halte dich von T-Shirts mit lustigen Motiven, Ringelpullis und der gleichen fern. Frauen mögen das süß finden. Aber nicht heiß.
  • Deine Kleidung sollte optisch und olfaktorisch einwandfrei sein. Wenn deine Hose einen Fleck hat, der nicht hundertprozentig raus geht, dann wirf sie weg. Versuche nicht, dein Hemd zu flicken oder deine Brille zu kleben. Alles, was einen auch nur minimalen Schaden hat, wandert direkt in den Müll.
  • Unterwirf dich dem aktuellen Modediktat – zumindest ein bisschen. Unterlasse wenigstens das, was allgemein als modische Totsünde gilt. Es gibt ja ABs, die z.B. unbedingt mit Socken in Sandalen rumlaufen müssen und das mit allerlei logischen Argumenten begründen. Hör damit auf, eine Zweckmäßigkeit in der Mode zu suchen und tu einfach mal das, was die Gesellschaft von dir erwartet.
  • Entwickle deinen eigenen Stil
    Aber tu das bitte, bitte nicht im Alleingang! Stil kann nur im jahrelangen Dialog mit deiner Umwelt entstehen. Bitte immer wieder Menschen um ein Urteil, achte darauf, wie dein Gegenüber auf verschiedene Kleidungsstücke reagiert.

Weblinks:
How to Dress to Attract Girls (Women Attracted)

Literatur:

Fitness and fashion will do more [to] attract women in a shorter amount of time than anything else.

Mark Manson, Models, S. 173

Das Buch enthält ein sehr empfehlenswertes Kapitel mit Bekleidungstipps.

Vorstellung dieses Blogs

Christian von “Alles Evolution” hat vorgeschlagen, einen Übersichtsartikel über eine Reihe von Blogs der deutschen “Manosphähre” zu erstellen und bei MANNdat (und möglicherweise auch in einer englischen Übersetzung bei “A Voice for Men”) zu veröffentlichen. Er bittet um Unterstützung bei den jeweiligen Bloggern. Ich finde die Idee sinnvoll und ich beteilige mich deshalb mit einem kurzen Beitrag:

Der lange Weg” will Männern helfen, die bisher noch keine Beziehungen hatten. Er geht von hauptsächlich individuellen Ursachen der Partnerlosigkeit aus und will durch verhaltenstherapeutische Ratschläge zur Partnerfindung beitragen. Er stützt sich dabei auf die Methoden der Pick-up-Community und auf die Erfahrungen von Betroffenen (insbesondere die des Autors selbst). Er verwendet einen ganzheitlichen Ansatz, in dem neben der gezielten Partnerwerbung auch viele typische Probleme der Betroffenen, wie z. B. Mobbing oder Depressionen, behandelt werden.

Erster Blog-Geburtstag

Heute vor einem Jahr habe ich meinen ersten Post veröffentlicht. Seitdem haben viele Menschen meinen Blog gelesen, einige haben ihn kommentiert. Sämtliche Kommentare waren konstruktiv, informativ und respektvoll, auch die kritischen. Dafür möchte ich mich bei allen Lesern und Kommentatoren bedanken!

Gründe für informelle Pick-up-Forschung

Die akademische Pick-up-Forschung an Universitäten hat im Gegensatz zur informellen Forschung in anonymen Internetforen folgende Nachteile:

  • mangelnde Innovationskraft
    Die akademische Forschung bleibt bei der Entdeckung von Verführungsstrategien weit hinter den Erfolgen der Pick-up-Gemeinde zurück
  • kleinere Datenbasis
    Die meisten wissenschaftlichen Studien werden mit unter 100 Probanden durchgeführt. Für die entsprechenden Aussagen im Pick-up gibt es in der Regel zigtausende von Erfahrungsberichten.
  • indirekte Methoden
    Ein Großteil der akademischen Forschung basiert darauf, dass Probanden zu ihren Vorlieben bei der Partnerwahl befragt werden. Bestenfalls werden bestimmte Indikatoren für Interesse (z.B. Herausgabe der Telefonnummer) beobachtet. Es gibt – im Gegensatz zu den Field Reports im Pick-up – keine mir bekannte Arbeit, in der sich die Probanden im Rahmen der Studie einen Partner auswählen und sich mit diesem auch tatsächlich paaren. Wenn es um die tatsächliche Paarung geht, treffen jedoch die meisten Menschen ganz andere Entscheidungen als bei einer Selbstauskunft, mit wem sie denn gerne würden.
  • rechtliche Probleme
    Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das bei der Paarung nicht verdeckt beobachtet werden darf. Die letzten Schritte der Verführung werden für die Forschung wohl immer unzugänglich bleiben.
  • ethische Probleme
    Viele Ergebnisse der Pick-up-Forschung werden von einem Großteil der Gesellschaft als unmoralisch angesehen. Ein Wissenschaftler, der das ignoriert, riskiert seine Karriere. (Das ist vermutlich ein Hauptgrund dafür, dass es noch so viele weiße Flecken auf der Karte der Pick-up-Forschung gibt.)

Siehe auch:
Gründe für wissenschaftliche Pick-up-Forschung
Wissenschaftliche Erforschung des Pick-ups

Gründe für wissenschaftliche Pick-up-Forschung

Die Sinnhaftigkeit wissenschaftlicher Forschung zu Pick-up-Themen wird innerhalb der PU-Community teilweise angezweifelt:

Ohne den Wert der informellen Erforschung von Verführungsstrategien klein reden zu wollen sehe ich gute Gründe für die akademische Erforschung des Pick-ups:

  • Forschung ist Teil unseres menschlichen Strebens, genau wie Musik, Kunst, Literatur und Sport. Sie bedarf keines Anwendungszwecks. Wir Mennschen sind wissbegierige Wesen, und jedes Körnchen zusätzlicher Erkenntnis macht unsere Welt ein kleines Bisschen lebenswerter.
  • Die enorme Masse an Erfahrungsberichten mag jemanden überzeugen, der keine grundsätzlichen Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Gesamtheit der PUAs hat. Bei vielen ABs ist jedoch genau das der Fall. Ihnen erscheint Pick-up wie eine obskure Sekte, die mit frei erfundenen Erfolgsgeschichten versucht, das Geld der Verzweifelten abzugreifen. Akademische Forschung hingegen genießt bei den meisten Menschen eine ausgezeichnete Reputation.
  • Man könnte einem Pick-up-Zweifler zurufen „Probier es aus, dann wirst du es selbst sehen!“ Das verkennt jedoch die Tatsache, dass Pick-up eine erhebliche Investition darstellt. Einen jahrelanger Kampf gegen die eigenen Ängste, vielleicht unterstützt durch tausende Euro teure Seminare. So etwas probiert man nicht einfach mal aus, wenn man es für völlig unplausibel hält.
  • Wissenschaftliche Forschung kann ferner die grundsätzliche Natur des Pick-ups etwas klarer herausstellen. Sie kann zeigen, dass Pick-up im Gegensatz zu Schlaghosen, Nierentischen oder Kreuzzügen keine Mode ist, die irgendwann wieder verschwindet. Dass Pick-up kein Trend ist, sondern eine Sammlung ewiger Wahrheiten über die Natur des Menschen.

Siehe auch:
Gründe für informelle Pick-up-Forschung
Wissenschaftliche Erforschung des Pick-ups

Weblinks:
Pickup vs. Wissenschaft (Alles Evolution)