Männergefühle und Feminismus

Ich habe hier ja schon mehrfach darüber geschrieben, dass es für Männer nicht immer sinnvoll ist, Gefühle – inbesondere Schwäche und Verletzlichkeit – zu zeigen. Vielleicht schreckt dich das etwas ab und du fühlst dich geneigt, statt der PUA-Bewegung dem Feminismus dein Vertrauen zu schenken. Möglicherweise fühlst du dich durch folgenden feministischen Aussagen dazu ermutigt, dem feministischen Lager dein Herz auszuschütten:

Rather than admitting faults or embracing vulnerability, men are told to “man up” or “stop being a p*ssy” in order to protect their precious masculinity. Feminism turns that idea of avoiding reflectiveness on its head. [Link]

[Feminism] allows you to feel however you want to damn well feel. Crying doesn’t make you less of a man. Feminism helps because it shows that even at your weakest moment, you are not a failure of a man for expressing how you feel. [Link]

I’m really genuinely disturbed by this idea that men can’t cry and that they can’t express themselves and talk about how they actually feel. I think that’s the saddest thing in the world. It’s what makes you human.

Emma Watson

Doch sei gewarnt! Feministinnen sind keine ehrlichen Menschen! Niemand hasst weinende Männer mehr als Feministinnen!

Denn wenn sie wirklich dafür wären, dass mehr Männer Gefühle zeigen, dann würden sie nicht genau das als Basis für ihren Spott benutzen:

I bathe in male tears

Nobody cares about your fragile masculinity

In einem „Nobody cares about your fragile masculinity“-T-Shirt für das Zeigen männlicher Verletzlichkeit zu werben ist in etwa so sinnvoll, wie in einem „Nobody cares about your raped body“-T-Shirt vergewaltigten Frauen zu helfen.

Sehr aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist auch das folgende Zitat:

Jetzt kommt ihr, frisch aus der Badewanne des Patriarchats, gecremt und gepudert, und wollt auch endlich mal traurig sein dürfen. Das ist toll. Alle sollen so viel fühlen, wie sie nur können. Aber. Ist euch aufgefallen, dass ihr die einzigen seid, die ihre großen und kleinen Traurigkeiten ungefiltert und unendlich oft in die Feministeria ballern? Wieso seid ihr der Ansicht, einen Raum wie den queer/feministischen Netzkosmos mit euren Whiteboyproblems beschäftigen zu müssen? Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass ihr mit euren vielen Tränen Ressourcen fresst, die andere sowieso schon weniger zur Verfügung haben als ihr, weil sie nicht mit dem goldenen Panzer des weißen Dudes gerüstet sind? Wieso paradiert ihr euer Privileg in unsere Gesichter? Wie ihr diese Widersprüche löst, ist nicht mein Problem. Es ist eure Pflicht, um mal einen eher archaischen Begriff zu benutzen.

Alles Evolution

Letztlich sind sich diverse Gruppierungen relativ einig darin, ob sie Männergefühle sehen wollen. Sie unterscheiden sich nur in ihren Begründungen:

  • Traditionalist: Männer weinen nicht, weil das einfach unmännlich ist.
  • PUA: Männer weinen nicht, weil das beim Aufbau und Erhalt von glücklichen Beziehungen strategische Nachteile bringt.
  • Feminist: Männer weinen nicht, weil sie aufgrund ihrer ganzen Privilegien überhaupt kein Recht haben, traurig zu sein.

Du darfst also lediglich entscheiden, warum du nicht weinen wirst. Für mich ist da die PUA-Begründung der einzige akzeptable Ansatz.


Weblinks:
Auch Männer unter den Opfern, Spiegel
Kann Spuren von Gift enthalten, Zeit
Die Schmerzensmänner, Zeit

Make Men Cry More!, ABitOfBritt
„In Männer-Tränen baden“, ironische Männerfeindlichkeit und „Agree and Amplify“ – Male Tears, Alles Evolution
Jungs, bitte nicht den Feminismus mit euren Gefühlen stören, Alles Evolution
Geschlechtsunterschiede bei Gefühlen, Alles Evolution
Süddeutsche Zeitung zu den Problemen der Männer: „Mimimi“, Genderama

Assortative Paarung

Assortative Paarung liegt vor, wenn Arten mit geschlechtlicher Fortpflanzung zur Begattung mit Individuen neigen, die ihnen in gewisser Hinsicht ähnlicher (positive assortative Paarung) oder unähnlicher (negative assortative Paarung oder disassortative Paarung) sind, als dies bei einem rein zufälligem Paarungsverhalten der Fall wäre. Den Gegensatz, wenn Paarungswahrscheinlichkeit und Ähnlichkeit unkorreliert sind, bezeichnet man als Panmixie.

Assortative Paarung steht nicht im Widerspruch zu geschlechtsspezifisch asymmetrischer Paarung. Selbst wenn Männer regelmäßig einen Meter größer als ihre Partnerinnen wären, läge assortative Paarung vor, wenn die 1,60-Frauen sich für 2,60-Männer, die 1,70-Frauen sich für 2,70-Männer, usw., entscheiden.

Panmixie impliziert keine rein zufällige Paarung mit einem beliebigen Partner. Es können durchaus klare Partnerpräferenzen vorliegen. Nur müssen diese Präferenzen dann gleichmäßig über die gesamte Population verteilt sein.

Beispiele

  • Positive assortative Paarung:
    • Einkommen [Buss]
    • Alter [Buss]
    • Sprache [Buss]
    • Religion [Buss]
    • Etnischer Hintergrund [Buss]
    • Sozio-ökonomischer Status [Buss]
    • Intelligenz [Yue-Pan]
    • Wohnort [Buss]
    • Genom [Guo]
    • Karitatives Engagement [Tognetti]
  • Negative assortative Paarung:
    • Geschlecht
      (Die meisten Menschen sind heterosexuell.)

      Negative assortative mating in human populations has never been reliably demonstrated, with the single exception of sex. [Buss]

    • Extraversion (geringer Effekt) [Watson]
    • Immunsystem (MHC-Moleküle) [Chaix]
  • Nicht-assortative Paarung (Panmixie):
    Bei Faktoren wie z.B.

    • Blutgruppe
    • Sternzeichen
    • Hausnummer (zum Zeitpunkt des Kennenlernens)

    würde ich sehr geringe bis keine assortative Paarung vermuten. Einen Beleg für einen Faktor mit Panmixie habe ich allerdings nicht gefunden.

Wie kommt es zu diesem Phänomen?
Folgende Ursachen sind denkbar:

  • Idiosynkratische Präferenzen
    Die meisten Individuen präferieren einen Partner, der ihnen selbst ähnlich ist.
  • Sytematische Präferenzen im Wettbewerb
    Die meisten Individuen haben ähnliche Präferenzen, während die Menge der Eigenschaften innerhalb der Population eine gewisse Streuung aufweist. Oder allgemeiner: die Nachfrage nach bestimmten Eigenschaften ist größer als das Angebot. In dieser Konstellation können nicht alle Präferenzen realisiert werden. Es entsteht ein Wettbewerb um die systematisch präferierten Eigenschaften, den diejenigen gewinnen, die selbst diese Eigenschaften aufweisen. Die Komplementärmenge der Verlierer hat somit ebenfalls ähniche Eigenschaften. Daraus ergibt sich die beobachtbare assortative Paarung.
  • Passive assortative Paarung / Propinquity
    Individuen mit den gleichen Eigenschaften besetzen das selbe Habitat und haben deshalb eine erhöhte Paarungswahrscheinlichkeit. (Beispielsweise paaren sich Akademiker eher untereinander, weil sie im Studium häufiger aufeinander treffen.)
  • Konvergenz
    Die Ähnlichkeit der Individuen ist zu Beginn der Beziehung noch nicht gegeben. Sie entwickelt sich im Laufe der Zeit durch wechselseitige Anpassung.

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse
Zu der Entscheidung zwischen idiosynkratischen und systematischen Präferenzen schreibt [Burley]:

High-quality individuals should be more selective than low-quality ones, so that for any phenotypic gradient along which individuals can be ranked in terms of their quality/desirability as mates, high-quality individuals will pair assortatively. In a finite population this will leave lower quality individuals to mate among themselves, not because they prefer to mate assortatively, but because their own desirability precludes them access to better mates. The pattern that results from a type preference for high quality mates, expressed by both sexes, is indistinguishable from one resulting when each phenotype prefers itself. As a result, it is impossible to decifer the process responsible solely from observing a mating pattern.

Es ist also jedenfalls nicht von vornherein klar, was stimmt.

Die letzten beiden Sätze gelten allerdings nur, wenn man lediglich einen Faktor betrachtet. Bei mehreren Faktoren kann man beobachten, ob die Paarungswahscheinlichkeit in Abhängigkeit von den Faktoren additiv ist. Hat man z.B. zwei Faktoren A und B mit jeweils assortativer Paarung, so sollten sich bei idiosynkratischen Präferenzen viel-A-wenig-B-Individuen und wenig-A-viel-B-Individuen nur extrem selten paaren, da sie sich maximal unterscheiden. Bei systematischen Präferenzen hingegen würden die beiden sich mit durchschnittlicher Wahrscheinlichkeit paaren, ähnlich wie zwei mittel-A-mittel-B-Individuen, denn der Mangel-Faktor kann durch den Überschuss-Faktor ausgeglichen werden und es ergibt sich ein mittlerer Marktwert. Dieser Effekt wurde in einer Studie für den Nachweis, dass die Assortativität in den Gesichtszügen jedenfalls nicht ausschließlich auf systematischen Präferenzen beruht, genutzt. [Alvarez] Zur umgekehrten Aussage sagt diese Studie allerdings nichts.

Umgekehrt kann Assortativität auch nicht ausschließlich mit idiosynkratischen Präferenzen erklären. Dies folgt aus diversen Studien, die Attraktivitätsunterschiede in allen möglichen menschlichen Eigenschaften nachgewiesen haben. (Siehe z.B. hier.)
Denn wenn es keinen Wettbewerb gäbe und die assortative Paarung alleine auf idiosynkratischen Präferenzen beruhte, wären alle Menschen so attraktiv, wie das entsprechende Merkmal häufig ist. Übergewicht wäre in den USA besonders sexy. Und in manchen Regionen Afrikas wären die Menschen auf fast verhungerte Partner scharf. Tatsächlich gibt es jedoch eine umgekehrte Tendenz.

Weiter kann man die Partnerpräferenzen erfragen und mit den Eigenschaften der tatsächlichen Partner vergleichen. Bei Übereinstimmung liegen idiosynkratische Präferenzen, bei signifikanten Abweichungen systematische Präferenzen vor. In [Watson] wurden so religiöse und politische Einstellungen als eher idiosynkratische, Intelligenz und Persönlichkeit als eher systematische Präferenzen ermittelt.

Passive assortative Paarung / Propinquity wurde in vielen Studien Nachgewiesen, z.B.: [Nagoshi94], [Nagoshi87], [Reynolds], [Tambs]

Konvergenz als mögliche Ursache von assortativer Paarung wurde in [Watson] weitgehend verworfen. Lediglich das Persönlichkeitsmerkmal Offenheit west eine gewisse Konvergenz auf – mit negativem Vorzeichen. (D.h. die Partner unterscheiden sich in diesem Aspekt mit der Zeit immer mehr.)

Fazit: Assortative Paarung entsteht durch ein Zusammenspiel von idiosynkratischen und systematischen Präferenzen sowie passiver Assortation.

Assortative Paarung als Argument gegen Pickup
Wie wir oben gesehen haben, gilt: Wenn gleich und gleich sich zusammen tun, dann heißt das nicht zwingend, dass gleich und gleich sich attraktiv finden. Sondern manchmal auch nur, dass gleich und gleich auf der selben Resterampe landen. Assortative Paarung impliziert nicht, dass es kein Attraktivitätsgefälle gibt. Und es folgt nicht, dass man nichts zur Steigerung seiner Attraktivität tun kann.

Nichtsdestotrotz wird von Pick-up-Kritikern Assortative Paarung als Argument gegen Pick-up verwendet:

My grandfather was a great fisherman. He told me that the type of fish you catch depends on the kind of lure you use. Dating and mating are no different. The subset of assertive strategies, borrowed from the pick-up artist tackle-box, are indeed appealing to some women. They also apparently lead particularly to casual sex encounters (as they were designed to do). So, if that fits with your love-life goals, then such „assertive“ strategies may work for you. If you have other goals, then be mindful to stay away from that „lure“ when you see it in the water. That way you won’t get „hooked“ into something you’re not interested in.

[Psychology Today]

Ever since interviewing pickup artist Mystery in 2007, I’ve wondered about the kind of women who fall for his shtick. Is it insecurity, masochism … a fetish for fuzzy top hats? Pickup artist techniques work to pair up like-minds. […] Ladies who subscribe to negative stereotypes about their own gender will take a liking to aggressively dominant men. […] Sexist women are essentially choosing sexist men.

[Salon]

Nein, Pick-up funktioniert nicht weil es für jeden Honk irgendwo ein passendes Gegenstück gibt. Sondern weil es für diese PUA-Honks ganz besonders viele passende Gegenstücke gibt. Und das aus allen denkbaren Subkulturen. Ja, PUAs haben vermutlich mehr „sexistische“ – will heißen: nicht radikalfeministische – Freundinnen als Nicht-PUAs. Weil sie die Wahl haben. Kein psychisch gesunder Mann will eine Männerhasserin, der er jeden Tag seine Privilegien beichten muss. Aber prinzipiell funktioniert Pick-up bei Feministinnen genauso, wie bei normalen Frauen. Oh, und seltsamerweise können die ganzen feministischen ABs keine passende feministische Freundin finden. Warum das so ist, können die Vertreter des Assortative-Mating-Arguments freilich nicht erklären.


Literatur:
[Alvarez] Liliana Alvarez, 2004; Narcissism guides mate selection: Humans mate assortatively, as revealed by facial resemblance, following an algorithm of “self seeking like”, Evolutionary Psychology
[Burley] Nancy Burley, 1983; The meaning of assortative mating, Evolution and Human Behavior, Volume 4, Issue 4, Pages 191–203
[Buss] David M. Buss, 1985; Human Mate Selection
[Chaix] Chaix R, Cao C, Donnelly P. Is Mate Choice in Humans MHC-Dependent? Przeworski M, ed. PLoS Genetics. 2008;4(9)
[Guo] Guo G, Wang L, Liu H, Randall T. Genomic Assortative Mating in Marriages in the United States. DeAngelis MM, ed. PLoS ONE. 2014;9(11)
[Nagoshi87] Nagoshi, C. T., Johnson, R. C., & Ahern, F. M. (1987). Phenotypic assortative mating vs. social homogamy among Japanese and Chinese parents in the Hawaii Family Study of Cognition. Behavior Genetics, 17, 477–485.
[Nagoshi94] Nagoshi, C. T., & Johnson, R. C. (1994). Phenotypic assortment versus social homogamy for personality, education, attitudes, and language use. Personality and Individual Differences, 17, 755–761.
[Reynolds] Reynolds, C. A., Baker, L. A., & Pedersen, N. L. (2000). Multivariate models of mixed assortment: Phenotypic assortment and social homogamy for education and fluid ability. Behavior Genetics, 30, 455–476.
[Tambs] Tambs, K., Sundet, J. M., & Berg, K. (1993). Correlations between identical twins and their spouses suggest social homogamy for intelligence in Norway. Personality and Individual Differences, 14, 279–281.
[Tognetti] Tognetti, A.; Berticat, C.; Raymond, M.; Faurie, C. (2014-05-01). Assortative mating based on cooperativeness and generosity. Journal of Evolutionary Biology. 27 (5): 975–981.
Original Articles
[Watson] David Watson, Eva C. Klohnen, Alex Casillas, Ericka Nus Simms, Jeffrey Haig, 2004; Match Makers and Deal Breakers: Analyses of Assortative Mating in Newlywed Couples
[Yue-Pan] Yue-Pan, Ke-Sheng Wang. Spousal concordance in academic achievements and IQ. A principal component analysis. Open Journal of Psychiatry. 2011. 1. 14-19

Weblinks:
Wikipedia: Assortative Paarung, Assortative mating

Pressespiegel: Pick-up

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12.03.2017, Fälle von Menschenersatznähe, taz
21.12.2016, Geraubte Küsse auf dem Campus, Frankfurter Allgemeine
24.11.2016, Tatort Hochschule, Jungle World
24.06.2016, Frauen statt Studium – Warum ein 23-Jähriger sein Geld als Flirtcoach verdient, ze.tt
20.06.2016, Sexist auf dem Campus darf angeprangert werden, Tagesspiegel
01.03.2016, Flirt oder Frauenverachtung? Studenten gegen Pick-up-Artists, noz
01.03.2016, Die Tricks der Pick-up-Artists, noz
24.02.2016, Hochschulgruppen knicken ein, taz
13.02.2016, AStA vs. Aufreißer, Uni Spiegel
09.02.2016, Befürworter von Vergewaltigungen – Pick-Up Artist Valizadeh versteckt sich bei Mama, Berliner Zeitung
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05.02.2016, Warum will dieser Mann Vergewaltigung legalisieren?, Welt
05.02.2016, Klub der Frauenhasser, taz
04.02.2016, Das Ding muss ab, taz
04.02.2016, Da zieht er den Schwanz ein, taz
04.02.2016, „Pick-Up-Artists“ – Vergewaltigungs-Befürworter sagen Treffen in Berlin ab, Berliner Zeitung
04.02.2016, Interview mit Teresa Bücker zur „Pick-Up-Artist-Szene“ – Diese Männerbewegung will Frauen unterwerfen, Berliner Zeitung
04.02.2016, Die Profitgier von ‚Männerrechtsaktivisten‘ wie Roosh V, Vice
04.02.2016, Der Held aller Versager, Welt
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15.01.2016, Gericht stoppt Studenten-Artikel über Pick-Up-Artist, hessenschau
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06.11.2012, Flirt-Profi: Ich verhalf 2500 Kerlen zum Liebesglück, Bild
22.10.2012, Frau Doktor Extrem-Aufreißer, SPON
29.09.2012, Du bist ja ein ganz kleines Mädchen, Frankfurter Allgemeine
08.08.2012, Flirten für Anfänger, RP Online
20.04.2012, Die Tricks der Aufreißer als Doktorarbeit, RP Online
14.04.2012, Beim Flirt lieber spielen als zielen, RP Online
30.12.2011, „Besonders attraktive Menschen haben genauso Schwierigkeiten“, Deutschlandfunk
25.12.2011, Flirt-Techniken im Test: „Die Theorien wirken, auch wenn sie falsch sind“, SPON
19.11.2010, Mädchen, möchtet ihr professionell angemacht werden?, jetzt
17.08.2010, Student als Flirtcoach: Lernen vom Bagger-Experten, SPON
17.05.2010, Flammenwerfer und Öfen, Süddeutsche
05.05.2010, Liebe auf Rezept – ohne Praxisgebühr und Wartezeit, Presseportal
11.03.2010, Ohne Kino kein Kiss Close, Tagesspiegel
26.02.2010, Die Verführer aus dem Seminarraum, Frankfurter Allgemeine
03.03.2009, Flirten wie die Profis, Cosmopolitan
13.01.2009, Balzen für Informatiker: Schau mir in die Augen, Nerd!, SPON
21.09.2008, Frauen aufreißen leicht gemacht im Crash-Kurs, Welt
08.09.2008, Flirt-Guide: Ein schwieriges Spiel, Focus
08.09.2008, Flirt-Tipps: Wie man sich richtig in Szene setzt, Focus
21.09.2008, Die Welt-Konferenz der Verführer, Kölnische Rundschau
23.07.2008, Wie Männer lernen, Frauen rumzukriegen, stern
23.06.2008, „Superman kriegt alle. Clark Kent gar keine“, jetzt
19.09.2007, Flirtschule: Basics des Balzens, Focus
11.02.2006, Nachhilfe in Sachen Sex: Wie man ein Super-Casanova wird, Focus

undatiert:
Wie ich lernte, unwiderstehlich zu wirken, GEO Wissen
Achtung, Aufreißer!, Glamour
Ziel: in sieben Stunden zum SexDas sind die miesen Maschen der Pick-up-Künstler, Amica
Sprüche des bekanntesten Pick-Up-Artists: Barney Stinson, RP Online
Was sind Pick-Up-Artists?, RP Online

englischsprachig:
27.01.2017, The Game author and former pick-up artist Neil Strauss on sex, marriage and why he’s a feminist, The Independent
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10.10.2016, Is Donald Trump the World’s Greatest Pickup Artist?, Esquire
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31.05.2016, Can you tell the difference between a Trump University sales tip and one from a pickup artist?, Washington Post
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22.02.2016, Roosh V: ‚Pro-rape‘ pick-up artist threatens court fight over EU travel ban, Evening Standard
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19.02.2016, Dudes Are Sending This Creepy AF Tinder Message, Thanks To A Pickup Artist, Huffington Post
05.02.2016, Roosh V claims his family’s address was doxxed by online activists after cancelling ‘pick-up meetings’, The Independent
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03.02.2016, Roosh V: ‚Pick-up artist‘ brands protesters ‘stupid’ after ban calls, The Independent
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27.07.2014, Confessions of an Ex-Pickup Artist, Vice
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08.07.2014, I Spoke to a Pick Up Artist to See If They’re as Bad as I Think They Are, Vice
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27.05.2014, Are ‚pick-up artists‘ to blame for Isla Vista shooting?, BBC
14.05.2014, This Is What a ‚Female Pickup Artist‘ Seminar Is Actually Like, Vice
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31.10.2013, Ohio State University Students Have Come Together To Shame A Notoriously Creepy ‚Pick-Up Artist‘, Business Insider
17.10.2013, Pickup Artists Put Together Map Rating „Easiness of Girls by Country“, Gawker
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05.08.2013, Is Pickup Artistry Good For Women After All?, Nerve
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15.06.2013, Ten Things to Avoid When Hitting on Me, Huffington Post
06.05.2013, ‚Become A Pick Up Artist‘ App Is Seriously Creepy, Huffington Post
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französischsprachig:
08.03.2017, Mâles alpha contre fémilitantes, l’express
03/2017, „Communauté de la séduction“ : la drague par les nuls, Psychologies
22.09.2015, Art de la séduction, coaching et féminisme : des idées incompatibles ?, madmoiZelle
16.12.2014, Casanova, mode d’emploi, Libération
22.11.2014, Un artiste islandais sait comment accueillir Julien Blanc, madmoiZelle
05.11.2014, La mobilisation contre un „coach en séduction“ agressif porte ses fruits, l’express
04.11.2014, Misogynie, racisme et culture du viol: un coach en séduction suisse scandalise, Femina
27.05.2014, Le tueur misogyne n’était pas fou, juste misogyne, madmoiZelle
14.02.2014, Saint-Valentin: suffit-il de séduire pour être un homme?, l’express
21.01.2013, Les Pick-Up Artists, ces professionnels de la drague : appel à témoins, madmoiZelle
13.08.2012, Les „Pick-Up Artists“, pionniers de la drague moderne ?, Le Nouvel Observateur
25.09.2011, Quand un manuel pour don Juans débutants se transforme en ouvrage sociologique, l’express
10.06.2011, Du pick-up au love-coaching, Libération
02.05.2011, Pick-up Artistes plutôt Pervers!, Huffington Post
20.01.2011, La «Communauté de la séduction», le Fight Club de la drague, Slate
22.11.2010, «Game» : procédés de mâle appris, Libération
17.11.2010, Ma mère est une virtuose de la drague, GQ Magazine
12.02.2010, Plus qu’un jeu de séduction, La Presse
11.02.2010, Les artistes de la séduction: techniques et confiance en soi, La Presse
27.01.2010, Séduction 101, Le Soleil
17.03.2009, Dragueurs de pointe sur le Net, Libération

undatiert:
Comment draguer une fille ? Les étranges méthodes des « Pick-up artistes », Mademoiselle Web
„J’ai testé les conseils d’un coach en séduction pour séduire“, marie claire
Love Coach : les pires conseils séduction trouvés sur Internet, marie claire

Versachlichung von Gefühlen

Eine der größten Herausforderungen für den angehenden Verführer ist es, sich nicht von seinen Gefühlen einschränken zu lassen – sei es Angst, Scham, Liebe, Wut, Verzweiflung oder Minderwertigkeitsgefühl. Und ein verbreiteter Anfängerfehler ist es, sich zu sehr auf das Erwerben von theoretischem Wissen zu konzentrieren, und die Überwindung der einschränkenden Emotionen dabei zu vernachlässigen. Eine der stärksten Techniken dazu ist die Versachlichung von Gefühlen. Damit ist gemeint, dass du deine Gefühle nicht in der „ersten Person“ erlebst, sondern sie in der „dritten Person“ von außen betrachtest. Dass du deine Emotionen wie ein Wissenschaftler aus der Außenperspektive untersuchst, getrieben vom Erkenntnisdrang statt von Lustgewinn und Leidvermeidung.

Ich halte es für äußerst hilfreich, beim Ansprechen und Flirten sich nicht in die eigene Emotionalität hineinzusteigern, sondern so weit wie möglich einen nüchtern-distanzierten Blick auf die Sache zu behalten. Statt von Liebe, Sex und Zärtlichkeiten zu träumen den Flirt als Datenerhebung im Dienste der Wissenschaft zu betrachten. Eine Sichtweise, die man z.B. auch bei liefner von naturalnumbersgame wiederfindet:

Es gibt zig Konzepte, die mich wirklich auch nachhaltig beeinflussen konnten und viel genutzt haben. Aber die absolute Nr.1 ist folgendes:
Nicht-Identifikation mit Emotionen und Gedanken

Die wichtigste Erkenntnis, naturalnumbersgame

Er beschreibt auch gut das „von Gefühlen beherrscht werden“, das mit der emotionalen Identifikation einhergeht (das ich hier schon einmal beschrieben hatte):

Damit einher gegangen ist auch immer ein Gefühl von Hilfslosigkeit. Wenn ich keinen Einfluss auf meine Emotionen habe, dann bin ich ihnen schließlich ausgeliefert.

Die emotionale Versachlichung. ist auch der Grund, warum ich die Lektüre von [Sprenger] jedem AB ans Herz lege. Die trockene, akademische Darstellung kann wahre Wunder bei der Entemotionalisierung deiner Gedankenwelt bewirken. Die gegenteilige Wirkung erzielst du, wenn du „My Twisted World“ von Elliot Rodger liest. Rodger emotionalisiert seine Gefühle in Bezug auf Frauen, er steigert sich immer weiter in seine Emotionen hinein, und so wird aus Frust Hass und aus Hass Mord.

Die Nich-Identifikation mit den eigenen Gefühlen zum Zweck der Rückgewinnung der Kontrolle über das eigene Leben ist auch ein zentrales Element diverser (vor allem buddhistisch inspirierter) Heilslehren. So schreibt z.B. der Trend-Guru Eckhart Tolle in „The Power of Now“:

As you listen to the thought, you feel a conscious presence – your deeper self – behind or underneath the thought, as it were. The thought then loses its power over you and quickly subsides, because you are no longer energizing the mind through identification with it. […] Mind, in the way I use the word, is not just thought. It includes your emotions as well as all unconscious mental-emotional reactive patterns. […] You can then allow the emotion to be there without being controlled by it.

Die Versachlichung von Gefühlen hat sich selbst in den denkbar schrecklichsten Extremsituationen als äußerst effektiv erwiesen. So schreibt z.B. der Psychologe Viktor Frankl über seine Erlebnisse im Konzentrationslager Auschwitz:

Neugierig waren wir, was nun alles geschehen würde und was die Folgen seien. Die Folgen z. B. davon, daß man, splitternackt und noch naß von der Brause, im Freien stehengelassen wird, in der Kälte des Spätherbstes. Und die Neugier wird in den nächsten Tagen von Überraschung abgelöst, z. B. von der Überraschung darüber, daß man eben keinen Schnupfen bekommt.

… trotzdem Ja zum Leben sagen

Wer, wenn nicht er, hätte das Recht gehabt, in seinem Leid aufzugehen. Aber er tut es nicht. Er identifiziert sich nicht mit seinen Emotionen, er versachlicht sie. Er konzentriert sich ganz auf seine wissenschaftliche Neugier. Und er überlebt.

Siehe auch:
Der Fels und die Brandung

Weblinks:
Emotionsregulation, Wikipedia (de)
Regulation of emotion, Wikipedia (en)
Detachment, Wikipedia (en)

Das Haus der Verführung

Wer sich mit Pick-up beschäftigt, wird wahrscheinlich irgendwann auf das Phänomen stoßen, dass manche Männer sich recht PU-konform verhalten und trotzdem kaum Frauenerfolg haben, während manche andere scheinbar alles falsch machen, und trotzdem regelmäßig Hotties an Land ziehen. Dafür sind diverse Erklärungsansätze* denkbar. Eine mögliche Ursache ist, dass nicht alle PU-Technicken gleich effektiv sind. Es gibt eine Rangfolge der Wirksamkeiten und es gibt Dependenzen der Form „Wenn A nicht erfüllt ist, dann bleibt B wirkungslos“. Wer z.B. keine Frauen anspricht, wird auch keine mit nach Hause nehmen – unabhängig davon, was er sonst noch so zu bieten hat.

Die Sache ist in gewisser Weise vergleichbar mit einem Hausbau, wo man zweckmäßigerweise von unten mit dem Mauern anfängt und erst zum Schluss den Dachstuhl erstellt. Wahrscheinlich kann man es unter exzessivem Ressourceneinsatz auch andersherum machen. Den Dachstuhl an einem in der Luft stehenden Hubschrauber aufhängen und dann mit Spezialmörtel von oben nach unten mauern. Aber effizient ist es nicht.

Ein weiteres Beispiel für eine „stufenförmige Auslese“ findest du bei den Bewerbungsverfahren um eine berufliche Tätigkeit. Hier musst du auch erst mit deinem Bewerbungsschreiben überzeugen, um überhaupt zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Wenn dein Anschreiben nur so vor Rechtschreibfehlern strotzt, brauchst du dir um das Interview überhaupt keine Gedanken zu machen. Umgekehrt bringt dir eine herausragende Rechtschreibkompetenz aber auch keine Bonuspunkte ein. Es ist wie bei einem Hürdenlauf: Es kommt nur darauf an, dass du keine Hürde reißt. Wie hoch du sie überspringst, ist für die Gesamtwertung egal.

Genug der Analogien. Das folgende Schaubild gibt einen Überblick über die Hierarchie der verschiedenen Verführungsdisziplinen:
(eine chronologische Reihenfolge ist jedoch nicht impliziert)

Haus der Verführung

Ansprechen und Eskalieren
Die absolute Basisschicht. Conditio sine qua non. Wenn du zwei Männer siehst, bei denen der scheinbar unattraktivere die deutlich heißere Freundin hat, dann liegt das oft einfach daran, dass ersterer weitereskaliert hat, wo letzterer aus Angst vor Abweisungen passiv geblieben ist. Vermutlich würden 99% der Männer als AB sterben, wenn sie in diesem Bereich nicht lieferten. Noch unwahrscheinlicher als dass eine Frau dich anspricht, ist es, dass sie irgendwas in Richtung Eskalieren unternimmt. Auch wenn du mit einer Frau flirtest kannst du quasi davon ausgehen, dass sie nicht vorschlagen wird, mal was zu zweit zu unternehmen – egal wie sehr es zwischen euch knistert. Im günstigsten Fall wird sie dich mit IOIs** zuschütten in der Hoffnung, dass du dann den nächsten Schritt machst. Ich kenne übrigens genügend Frauen, die mir erzählt haben, dass eine zunächst aussichtsreiche Anbahnung trotz beiderseitigen Interesses Ergebnislos blieb, weil der Mann nicht zu Ende eskaliert hatte. Und ich habe schon mehrfach Beschwerden von Frauen gehört sie habe erst mit Zaunpfahl winken müssen, bis ihr Freund endlich kapiert habe, was sie wolle. Selbst die Initiative zu ergreifen war für keine der Damen eine auch nur denkbare Option. Umgekehrt gilt aber nicht, dass Ansprechen und Eskalieren automatisch zum Erfolg führt. Es gibt durchaus (einige wenige) ABs, die wie wild Frauen ansprechen, und trotzdem nie zum Zug kommen.

Unterhaltungskompetenz
Dazu gehören die Fähigkeit, interessante, abwechslungsreiche Gespräche zu führen, aber auch, spannende Aktivitäten für Dates zu organisieren. Unterhaltungskompetenz ist das, was z.B. die Bild-Zeitung der Zeitschrift „Interne Revision“ voraus hat. Es ist ein wichtiger Punkt, den man kaum mit den darüber liegenden Ebenen ausgleichen kann. Keine Frau will einen schweigsamen Langweiler oder einen verkopften Theoretiker, ganz egal ob er ihren Shittests pariert, sich unneedy verhält und über eine prall gefüllte Geldbörse verfügt. Dies ist allerdings auch eine Disziplin, in der die meisten ABs ausgesprochen schlecht abschneiden und die sich auch durch Pick-up nur bedingt therapieren lässt.

Resilienz und Dominanz
Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, auf psychische Angriffe („Shittests“) angemessen reagieren zu können. Unter Dominanz versteht man die Fähigkeit, Entscheidungen für eine Gruppe zu treffen sowie den damit einhergehenden sozialen Status. Dominante Männer werden im Pick-up als „Alpha“ bezeichnet. Aus evolutionspsychologischer Sicht sind dies essentielle Anforderungen an einen Mann, der der Frau und ihrem Kind Schutz und Nahrung bieten soll.

Die Resilienz- und Dominanz-Ebene bereitet wohl den durchschnittlichen Normalos am meisten Probleme und ist deshalb das zentrale Element der meisten Einführungen in Pick-up. Diese Ebene entscheidet darüber, ob du in der „Friendzone“ als guter Kumpel verharrst, oder ob du überhaupt als potentieller Partner in betracht gezogen wirst. (Viele sozial isolierte ABs hingegen wären schon froh, überhaupt mal in die Friendzone zu kommen. Sie scheitern bereits an den darunter liegenden Ebenen.)

Non-Needyness und Preapprovedness
Wenn du dich über Resilienz und Dominanz als potentieller Partner interessant gemacht hast, dann folgt als nächste Stufe die Qualitätssicherung. Die Frau möchte wissen, ob du von ihren Geschlechtsgenossinnen auch für gut befunden wurdest.

Du kennst das Prinzip vom Einkaufen im Internet. Auch dort verkauft sich ein Produkt besonders gut, wenn bisherige Kunden es per Rezension und 5-Sterne-Bewertung empfohlen haben. (Und auch dort fällt das Rating in eine höhere Ebene des Entscheidungsbaums. Es wird erst wirksam, wenn ein grundsätzliches Interesse an dem Produkt besteht. Z.B. wird ein Mann sich keine Tampons kaufen, nur weil sie super bewertet wurden.) Da sich der weibliche Sexualtrieb lange vor dem Aufkommen elektronischer Ratingplatformen entwickelt hat, setzt dieser jedoch auf indirekte Strategien zur Gewinnung von Ratingdaten. Wie sehen diese Strategien konkret aus? Zum einen achten Frauen darauf, ob ihr Kandidat von möglichst attraktiven Frauen begleitet wird, wie diese ihn behandeln, ob er beiläufig mal was von irgendwelchen Frauengeschichten erzählt oder zumindest den Eindruck macht als wisse er, worauf es in einer Beziehung ankommt. („Pre-approvedness“) Zum anderen beobachten sie, wie er auf weibliche Reize reagiert. Ist es für ihn das normalste der Welt, von attraktiven Frauen begehrt zu werden? Ist er von sich und seinen Verführerqualitäten überzeugt? Oder zeigt er die typischen Verhaltensweisen eines Mannes, der keine Frauen abkriegt? Wirkt er unsicher und gehemmt? Vermeidet er es aus Angst vor Zurückweisung, Frauen anzusprechen, sie zu berühren („Hover Hand“), zu eskalieren? Versucht er, ihre Zuneigung mit Geschenken oder dem Erbringen von Dienstleistungen zu kaufen? Stellt er sie „auf ein Podest“ und hält sich selbst ihrer nicht würdig? („Needyness“)

Aussehen
Dazu zählen sowohl angeborene Faktoren (Körpergröße, Physiognomie, Hautfarbe, …) als auch modifizierbare Faktoren, die du selbst in der Hand hast (Frisur, Kleidung, Muskeln, …). Die Optik spielt bei Frauen eine deutlich geringere Rolle als bei Männern, ist aber alles andere als irrelevant. (Wäre sie das, bräuchten Männer beim Online-Dating keine Fotos hochzuladen.) Wenn die darunter liegenden Kriterien ihren Ansprüchen genügen, wird das Aussehen oft zum entscheidenden Faktor. Man kann auch im Alltag leicht beobachten, dass es durchaus eine gewisse Häufung von Paaren mit vergleichbarer optischer Attraktivität gibt.

Status und Erfolg
Ein oft überschätzter Faktor der Partnerwerbung. Wie oft habe ich den Satz „Wenn du erfolgreich bist, dann kommen die Frauen von alleine“ gehört? Und welchen Realitätsbezug hat er? Die Frauen interessieren sich einen Scheiß für deine Karriere, solange du nicht richtig flirten kannst! Und darauf warten, dass die Frauen „von alleine“ kommen, ist wohl der dümmste Ratschlag, den man geben kann. Es gibt unzählige ABs, die ihr Studium mit Bestnoten abschließen und dann in einem großen Konzern Karriere machen oder erfolgreich ein eigenes Unternehmen gründen, und trotzdem bei keiner Frau landen können. Status und (beruflicher) Erfolg können zwar durchaus deine Erfolgschancen verbessern, aber nur, wenn du bereits „Game“ hast.

Geld
Geld, das einfach nur auf dem Konto rumliegt, ist für Verführungszwecke vollkommen irrelevant. Wenn dir jemand eine Milliarde überweist und du dann einfach dein AB-Leben weiterlebst, hätte das absolut null Auswirkung auf deinen Frauenerfolg. Geld, das du verwendest, um damit zu prahlen oder dir ihre Zuneigung zu erkaufen, wirkt kontraproduktiv. Hier sticht das Needyness-Kriterium das finanzielle. Wenn du jedoch dein Geld verwendest, um Spaß zu haben (z.B. durch Investitionen in schnelle Autos, teure Reisen oder eine eigene Yacht), und wenn man dir ansieht, dass du dabei Spaß hast, dann kann Geld schon schon so einiges bewirken. (Sei aber gewarnt: Mir sind einige Fälle von Männern bekannt, die sich zu einseitig auf den Verführungsfaktor Geld verlassen haben und dann von ihrer Herzdame ziemlich gefickt wurden. Und zwar nicht auf die angenehme Art.)

Geld ist ein wichtiger Faktor für den Übergang von einer Fickbeziehung zu etwas Dauerhaften, insbesondere wenn es ums Heiraten geht. Die „Fuckzone“ tritt – nach meiner Erfahrung – bei Männern vor allem in der Kombination „gutes Game + kein Geld“ auf. Für Ehescheidungen ist Geld- und Jobverlust ein bedeutender Auslöser. Aber es ist nichts, um eine Frau erst mal ins Bett zu bekommen.

* z.B. dass es noch unerforschte Effekte gibt oder solche, die zu komplex sind, um sich in einem praxistauglichen Regelwerk übersichtlich darstellen zu lassen.
** Ein Beispiel dafür, ergänzt um ihren inneren Monolog:

Am Samstag kam der Hilferuf von meiner Vereinskollegin, die an ihrem Fahrrad geschraubt hatte, dann aber nicht weiter kam.
(„Hilfe, meine Pussy vertrocknet!“)
Zur Begrüßung bekam ich erst mal einen Adventskalender als nachträgliches Geburtstagsgeschenk.
(„Um wirklich sicher zu gehen, dass du es kapierst!“)
Sie legte sich aufs Bett und ich stand erst mal gehemmt daneben, bis sie mich zu sich rief. Also lagen wir da, quatschten und schauten ein wenig Simpsons.
(„Also wo das Bett ist, hab ich ihm gezeigt. Wo das Loch ist, muss er selbst herausfinden.“)
Nach einer Weile widmete ich mich meiner eigentlichen Aufgabe und schraubte am Rad.
(„Oh nein, ich glaube der Typ bumst Fahrräder.“)
Mittlerweile war klar, dass Formel 1 verschoben wurde und „Schwiegertochter gesucht“ verschoben würde, aber sie machte keine Andeutungen, dass ich gehe sollte und legte sich wieder aufs Bett.
(„Na, gut, eine letzte Chance gebe ich ihm noch.“)
Nachdem ich meine Hände bestmöglich von Ölschmier befreit hatte, legte ich mich auch wieder zu ihr. Eigentlich die ideale Gelegenheit, um sich nun aneinander zu kuscheln oder wenigstens etwas körperliche Nähe herzustellen. Aber irgendwie blockierte mein Kopf mal wieder.
(„Oh mein Gott! Ich bin so erbärmlich! Wie konnte ich mich so erniedrigen vor einem Typ, der absolut nichts von mir will.“)

SameOldGuy auf AB-Treff

Siehe auch:
Der Fünf-Minuten-PUA

Weblinks:

Das einzig ewichtige ist:

ANSPRECHEN + AUF EIN DATE EINLADEN

Alles andere ist Scheißegal. Vergiss den Rest. Konzentrier dich zu 100% nur dadrauf, regelmäßig Frauen anzusprechen und nach der Nummer zu fragen.

Berliner Banger auf naturalnumbersgame

You can approach thousands of women, but if you have no game, if you persist in engaging women with your socially clumsy schtick and never trying to improve yourself, all that you’ll get is a huge notch count of rejections — a botch count.

Château Heartiste

Globaler Rechtsrutsch

Es zwar nicht das eigentliche Thema dieses Blogs, aber doch eine wichtige Sache, die ich nicht unkommentiert lassen möchte: Rechte Parteien sind weltweit auf dem Vormarsch. Das politische Spektrum hat sich in einer Vielzahl von Staaten (z.B. in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Ungarn, Polen, USA) so verschoben, wie wir es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr kennen.

Was ist „rechts“?
Eine sinnvolle Definition sollte m.E. folgenden Anforderungen genügen:

  • Sie entspricht weitestgehend dem allgemeinen Sprachgebrauch
    Ausländerfeindliche Parteien sind rechts. Kommunisten und SJWs sind links.
  • Sie ergibt sich aus einer Art Faktoranalyse der politischen Standpunkte von Personen oder Parteien.
    Politische Standpunkte sind nicht unkorreliert. Wer ausländerfeindlich ist, hat meist auch etwas gegen Transsexuelle und moderne Kunst, obwohl diese Themen ja per se nicht zusammen hängen.
    Der Psychologe Hans Eysenck hat mittels einer Faktoranalyse die unabhängigen Faktoren Radikalität und „Tender-Mindedness“ extrahiert, aus denen sich alle politischen Einstellungen ableiten lassen sollen. Mir kommt dieses Ergebnis nicht sonderlich plausibel vor. Es hat sich auch in der Fachwelt nicht wirklich durchgesetzt.
    Ein m.E. besserer Ansatz kommt von Milton Rokeach. Er führt das politische Spektrum auf die Faktoren Freiheit und Gleichheit zurück.
    Freiheit bedeutet, dass der Staat seine eigenen Befugnisse auf ein Minimum beschränkt und möglichst viele Entscheidungen der Eigenverantwortung seiner Bürger überlässt.
    Gleichheit bedeutet, dass alle Menschen gleich sind oder seien sollten.[1] Da die Menschen aber in Wirklichkeit nicht alle gleich sind, wie durch unzählige Studien bewiesen wurde, haben gleichheitslastige Ideologien ein gewisses Realitätsproblem. Und in der Bewältigung dieser Probleme unterscheiden sich linke und rechte Parteien. Die Linken gehen von einer angeborenen Gleichheit aus und wollen alle sichtbaren Unterschiede durch staatlichen Zwang und Umerziehung nivellieren. Der Sozialkonstruktivismus ist ihre ideologische Grundlage. Die Rechten gehen von einer (übertriebenen) erblichen Unterschiedlichkeit der Menschen aus und wollen Gleichheit erreichen, in dem sie alle von einem Ideal abweichenden Menschen ausgrenzen oder ermorden. Sie berufen sich dabei auf eine missverstandene Evolutionsbiologie unter Anwendung des naturalistischen Fehlschlusses.
    Da Rechte und Linke das selbe[2] politische Ziel (Gleichheit) eint, ist es nicht verwunderlich, dass sie sich gelegentlich an den Methoden des jeweils anderen bedienen. Dies erklärt, warum rechts- und linksextreme Parteien miteinander mehr Gemeinsamkeiten haben als mit der demokratischen Mitte. Es löst auch einen Widerspruch in Rokeachs System auf. (Bei ihm ist rechts=frei und links=gleich und gleichzeitig rechts und links ähnlich.) [3]

    Politisches Spektrum

    Exemplarische Einordnung einiger politischer Parteien

    Es gibt m.E. einen weiteren wichtigen Faktor, den man nicht durch Gleichheit und Freiheit ausdrücken kann: Z.B. sehe ich nicht, warum die sonst so wirtschaftsliberale FDP nicht die Apotheker mit den Segnungen des freien Marktes beglückt hat. Oder warum die Feministinnen, die vorgeblich für Gleichberechtigung kämpfen, Gewalt gegen Männer ignorieren und verurteilte Falschbeschuldigerinnen unterstützen. Der Grund für diese Anomalien ist meist einfach: Egoismus.[4] Man hat sich eine Gruppe von Unterstützern aufgebaut und tut einfach immer das, was dieser Gruppe die meisten Vorteile verschafft. Demnach ist es auch nur konsequent, wenn Feministinnen eine Feministinnenquote (statt einer Frauenquote) fordern, denn damit können sie ihre erbeuteten Privilegien noch präziser auf ihre eigentliche Klientel zuschneiden.

    Ich persönlich halte Freiheit für ein deutlich wertvolleres Gut als Gleichheit (ohne jedoch eine zu dogmatische Freiheitsliebe[5] zu unterstützen). Das folgende Zitat beschreibt sehr schön, was ich mir als Grundlage einer erstrebenswerten Gesellschaftsordnung vorstelle:

    Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden und man sollte sich nicht wundern, wenn es Häufungen gibt ohne damit die Ausnahmen einzuengen und einen Konformitätszwang einzufordern.
    Alles Evolution

Was ist die Ursache?

  • Das (soziale) Internet
    Neue Medien haben auch in der Vergangenheit für gesellschaftlichen Wandel gesorgt. Es ist sicher kein Zufall, dass die Reformation mit der Erfindung des Buchdrucks zusammenfiel. Und es ist nicht verwunderlich, dass die Erfindung des Internets gewisse politische Verwerfungen mit sich bringt.

    Trumps Sieg ist auf sozialen Medien aufgebaut. Es ist Unfug, hier von „Schuld“ zu sprechen. Erst recht nicht in monokausaler Weise. Aber ohne Twitter, ohne Facebook, ohne Blogs wäre Trumps Sieg kaum denkbar gewesen.
    Sascha Lobo

    Die kombinierte Macht der Medien ist komplett verpufft. Ich schließe daraus, dass die gar keine Macht haben. Dass die sozialen Medien und Filterblasen inzwischen mächtiger sind als die alten Medien. Das ist ein sehr beunruhigender Gedanke für mich.
    Fefe

    I think that social media has more power than the money [Clinton’s campaign team] spent, and I think maybe to a certain extent, I proved that
    Donald Trump

  • Politische Korrektheit
    Ein häufig zu lesendes Argument ist, dass der Rechtsrutsch aus einem Abwehrbedürfnis gegen eine als überbordendend empfundene Political-Correctness-Pflicht enstanden ist. Das Gegenkonzept dazu lautet „Real Talk“ und meint, dass man die Realität unumwunden darstellt, ohne auf dadurch möglicherweise verletzte Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen.

    Wenn Männer im privaten Gespräch untereinander einer Frau „tolle Beine“ bescheinigen, ist das für Spiegel-Online bereits „sexistisches Gepöbel“. Es ist genau diese gouvernantenhafte Spießigkeit einer bestimmten rotgrünen Szene, die zahllose Normalbürger unter den Wählern nicht mehr nachvollziehen können und die den Erfolg eines Primitivlings wie Trump als Trotzreaktion überhaupt erst möglich gemacht hat.
    Genderama

    Es gibt glaubwürdige Einschätzungen, dass etwa der Aufstieg von Donald Trump eine Art Backlash ist gegen das Gefühl, nicht mehr sagen zu dürfen, was man denkt.
    Sascha Lobo

    Während sich die Generation „problemfreie Ultraprivilegierte“ mit gendergerechter Sprache beschäftigt haben, ist da ein Abgrund voll Hass und Verachtung entstanden.
    Fefe

    Wir dürfen es mit der Political Correctness nicht übertreiben
    Winfried Kretschmann

    Wenn es einen Moment gibt, an dem die neue soziale Bewegung ihren Ausgang nahm, deren sichtbarster Ausdruck die AfD ist, dann in der Brüderle-Affäre. Hier liegt die Geburtsstunde des Rechtsrucks.
    Jan Fleischhauer

    The initial appeal of Donald Trump was that he served as a long-awaited contrast to the infantilization and absurd demands for political correctness and „safe spaces“ sweeping our society.
    National Review

    Political correctness has morphed into a moral purity that may feel exhilarating but isn’t remotely tactical. It’s a handmaiden to smugness and sanctimony, undermining its own goals.
    New York Times

    Has Political Correctness Gone off the Rails in America?, Der Spiegel
    (sehr lesenswerter Artikel)

    Ich halte dieses Argument für hoch valide. Es erklärt übrigens auch andere gesellschaftliche Phänomene, z.B. den enormen kommerziellen Erfolg von Mario Bart.

    Und es ist ja durchaus nachvollziehbar, dass Menschen in einer Welt voller privilegierter, verzogener Gender-Bratzen, die nichts können außer mit absurden Sprechverboten die arbeitende Bevölkerung zu malträtieren, und die nach einer verlorenen Wahl erst mal in die Mal- und Knettherapie müssen, das Bedürfnis haben, diesen einen kleinen Realitätsschock zu verpassen. Aber Rechtspopulismus kann doch nicht die Antwort darauf sein!

    Und natürlich sollte das bemühen um eine realitätsnähere Sprache nie in plumpen Pöbeleien ausarten. Wenn Öttinger Chinesen als Schlitzaugen, die Alt-Right-Bewegung Dunkelhäutige als „Shitskins“ oder Simon Hurz alias Werner Stahl Frauen als „Geschlitzte“ bezeichnet, dann ist das nur noch widerwärtig beleidigend und hat mit „Real Talk“ nichts zu tun.

    (Einen schönen Artikel zur Abgrenzung von linker Politikal-Correctness-Gängelung und rechtem Provozieren-mit-Beleidigungen findet man bei Erzaehlmirnix: AfD-Logik überwinden)

  • Das subjektive Migrationsvolumen
    In den letzten Jahren gab es ein Migrationsaufkommen, das die meisten Menschen in diesem Umfang ihr ganzes Leben lang noch nicht gesehen haben. Außerdem ist die Frequenz islamistisch-terroristischer Angriffe in der westlichen Welt deutlich gestiegen, und es kam zu Straftaten, die mit der Migrationsthematik assoziiert werden. („Köln“)
    Man mag dazu stehen, wie man will, muss aber wohl anerkennen, dass es etwas ist, wovor viele Menschen Angst haben. So viel Angst, dass sie bereit sind, ihre Demokratie aufs Spiel zu setzen, nur um den Ansturm dieser Menschen abzuwehren.

    Ein häufig geäußertes Gegenargument gegen die Migrationsthese ist, dass Fremdenfeindlichkeit vor allem in Gebieten mit besonders geringem Ausländeranteil vorkommt. Nach dem Wahlsieg Trumps in den USA, eines der multikulturellsten Länder der Erde, kann ich diesem Argument nicht mehr so recht glauben. Und selbst wenn es stimmt, könnte die Migration immer noch einen temporären Rechtsrutsch verursachen – so lange, bis der Migrantenanteil in der Bevölkerung hoch genug ist, um rechte Wahlerfolge zu verhindern.

  • People, countries, want their own identity and the UK wanted its own identity. But I do believe this: if they hadn’t been forced to take in all of the refugees, so many, with all the problems that it … entails, I think that you wouldn’t have a Brexit.
    Donald Trump

Weitere Argumente, die jedoch nicht auf das „warum gerade jetzt“ eingehen:

  • postfaktisches Zeitalter
    Was den Rechten die Lügenpresse ist, ist den Linken das postfaktische Zeitalter: Eine Pauschalkritik am politischen Gegner, die einem Auseinandersetzen mit Einzelargumenten ausweicht. Eine m.E. sinnvolle Einschätzng hat Alois Theisen in den Tagesthemen vom 10.11.2016 geäußert

    Leben wir tatsächlich im Zeitalter der Lüge, wie man den vornehmer klingenden Begriff des Postfaktischen übersetzen könnte? Ich denke, es ist nur der hilflose und untaugliche Versuch, die sich häufenden unerwarteten Wahlentscheidungen zu erklären. Warum sollten sich Wähler heute leichter belügen lassen als früher? Verfügen wir nicht über mehr Informationsquellen als jeh zuvor? Und noch nie wurden Aussagen von Politikern so häufig und von verschiedenen Seiten überprüft wie heute. Nein, Lügen gab es in der Politik wie im Privaten zu allen Zeiten. Wer anderes behauptet, verklärt nur die angeblich gute alte Zeit. Wer den Wahlsieg von Donald Trump, das Votum der Briten für den Brexit und die Erfolge der AfD in Deutschland mit gutgläubiger Dummheit oder Borniertheit der Wähler gegenüber Fakten erklärt, der beweist für mich nur eines: Eine unerträgliche Arroganz gegenüber dem Souverän im Staate, dem Volk, und damit auch gegenüber den Wählern und deren Vernunft. […] Das Zeitalter des Postfaktischen, es ist eine weitere hilflose Formel, hinter der sich nur eines verbirgt: Viele schlaue Welterklärer verstehen die Welt nicht mehr.
    Tagesthemen, Alois Theisen

    Eine Ergänzung dazu: Ja, es gibt Menschen, die durch Fakten nicht mehr überzeugt werden können. Aber dass sind maximal 5%, niemals 50% der Wählerschaft eines Staates.

    Letztlich ist die Postfaktizitätslehre nur eine Spielart der Shaming-Strategie (siehe unten). Man möchte dem Wähler sagen: „Ihr seid die doofen Postfaktischen, und wir der Hort der richtigen Wahrheit.“

  • Rechte Akteure

    Liebe Leser, können wir uns bitte an dieser Stelle alle von der Idee trennen, der jetzt aufkeimende Rassismus in den USA sei Trumps Schuld? Oder der aufkeimende Rassismus in UK sei Schuld des Brexit? Trump ist vielleicht Schuld daran, dass wir das jetzt so deutlich sehen können.
    Fefe

    Die AfD sei damit nicht die Ursache dieses Populismus, sie habe ihn nur sichtbar gemacht, so die Meinungsforscher von Allensbach.
    Die Welt

  • Verwirrte Linke
    Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Deshalb gibt es auch immer mehr Menschen, die eine linke Politik befürworten. Aber dummerweise rutscht diesen Menschen in der Wahlkabine der Stift so ungünstig aus der Hand, dass das Kreuz bei einer rechten Partei landet.

    Ökonomische und soziale Ungleichheiten sind schließlich häufig der eigentliche Grund, wieso Populisten gewählt werden.
    bento

    Helfen gegen Populismus würden z.B. mehr Verteilungsgerechtigkeit und weniger Steuerschlupflöcher.
    Oliver Welke, Heute Show 18.11.2016

    Wenn es nur um die Wut auf die Reichen ginge, bräuchte es die AfD nicht. Die Partei, die dieses Ressentiment bedient, gibt es in Deutschland bereits.
    Jan Fleischhauer, Der Spiegel

  • Qualität der demokratischen Alternative

    Der Grund für Trumps Sieg ist also keineswegs, dass er besonders viele Menschen auf besondere Weise begeistert und mobilisiert hätte – sondern dass die demokratische Kandidatin und ihre Partei auf eine wohl historische Weise versagt haben. Kurz: Nicht Trump hat die Wahl gewonnen, sondern Clinton hat sie verloren.
    man tau

    He won the state not because he out­performed his predecessor but because Clinton under­performed hers.
    Washington Post

    And then she loses it, and loses the election and locks herself in her hotel because she was too upset, or because it never occurred to them to write a concession speech. Either way, grow up! I have no sympathy for her, whatsoever. Be a better candidate!
    Jonathan Pie, President Trump: How & Why… (via)

  • Frauenfeindlichkeit

    Trump scheint die Wahl zu gewinnen, weil „Männer Frauen hassen“
    Alles Evolution

  • Feminismus

    Ich persönlich halte den Feminismus/Genderismus für einen zentralen Grund, warum man gegen das „Establishment” gewählt hat. Kurioserweise taucht das Thema in der deutschen Presse als Ursache gar nicht auf.
    Hadmut Danisch

Was ist so schlimm am Rechtsrutsch?
Extreme Parteien (von links und rechts) führen häufig in eine humanitäre Katastrophe, wenn sie denn mal an die Macht kommen.

Aber auch wenn es nicht gleich zum Massenmord kommt, sind erhebliche Einschränkungen von Demokratie und Meinungsfreiheit häufige Begleiterscheinungen. Meine größte Sorge bei Trump ist, dass er eine „lupenreine Demokratie“ nach dem Vorbild Putins istalliert. Er hat ja bereits vor der Wahl angekündigt, sich nicht durch das Wählervotum von seinem Weg ins Weiße Haus abbringen lassen möchte. Warum sollte er sich also durch ein Wählervotum da wieder herausholen lassen?

Aber auch wenn Trump einfach nur vier Jahre im Amt bleibt, wird sein hartes Fokussieren auf nationale Interessen der Welt schweren Schaden zufügen. Unser Wohlstand und unsere Freiheit und der bislang 70-jährige Frieden in der westlichen Welt beruhen unter anderem darauf, dass Nationalstaaten auf einen Teil ihrer Souveränität verzichten. Das zurückzudrehen wäre ein Desaster.

Kampf gegen rechts
In Politik und Medien gibt es keinen Mangel an Menschen, die sich dem Kampf gegen rechts verpflichtet fühlen. Da trotzdem rechte Wahlerfolge wie Pilze aus dem Boden schießen, scheinen die verwendeten Methoden nicht ganz ideal zu sein. Hier ein kurzer Überblick über die beliebtesten Werkzeuge im Kampf gegen rechts:

  • Sozialer Druck, Beschämung und Diskreditierung („shaming“)
    Der politische Gegner wird (häufig schon bei kleinsten Abweichungen von der eigenen Position) als Nazi, dumm, frustriert, erbärmlich, … dargestellt. Eine Methode, die im Zeitalter des sozialen Internets stark an Wirksamkeit verlohren hat, denn man ist den Schmähungen nicht mehr so direkt ausgesetzt und kann leichter mit Gleichgesinnten kooperieren.

    Leute als Rassisten/Sexisten zu bezeichnen hilft nicht gegen Rassismus/Sexismus
    Alles Evolution

  • Kommunikationskanäle austrocknen („silencing“)
    Vor der Erfindung des sozialen Internets war es nicht so einfach, Informationen zu verbreiten, die der Mainstream misbilligte. Man war meist gezwungen in einem unbedeutendem Spezialblatt für ähnlich gesinnte Menschen zu veröffentlichen. Heute kann jeder, der einen Computer oder ein Handy besitzt, seine wie auch immer geartete Meinung ins Netz schreiben. Die alten Publikationshürden für rechtes Gedankengut greifen nicht mehr. Freilich sind die traditionellen Medien genauso links wie eh und jeh. Und selbstverständlich bilden diese immer noch die einzige Informationsquelle für die Mehrheit der Menschen. Aber eine signifikante Minderheit informiert sichüber alternative Quellen.
    Als Journalist muss man sich heute damit abfinden, dass man keine Informationen mehr vor dem Leser verbergen kann. Keine Straftaten von Ausländern, keine Kosten der Zuwanderung, keine Skandale aus dem eigenen politischen Lager, keine zu erwartenden rechten Wahlerfolge. Alles, was man dem Leser vorenthält, wird er sich auf anderem Wege holen. Das einzige, was man so erreicht ist eine Untergrabung der eigenen Glaubwürdigkeit.
  • Radikalisieren
    Die Strategie „Vernichtung durch Radikalisierung“ funktioniert wie folgt: Man nehme eine Partei rechts der Mitte und stelle sie immer einen Tick rechter dar, als sie eigentlich ist. Mit der Zeit werden immer mehr Gemäßigte die Partei verlassen und immer mehr Radikale ihr beitreten, so dass die Partei kontinuierlich immer weiter nach rechts rutscht, bis sie irgendwann für fast niemanden mehr wählbar ist.
    Lehrbuchbeispiel für dieses Konzept ist die Wandlung der AfD von der Euro-Kritikerin zur Flüchtlingshasserin. Aber auch im US-Wahlkampf 2016 kann man deutliche Radikalisierungsbestrebungen der Republikaner seitens der Demokraten erkennen.
  • Schmutzkampagne
    Das Paradebeispiel hierfür ist natürlich der US-Wahlkampf 2016. Und ein wunderbares Studienobjekt, um seinen Skandalwirkungsdetektor zu rekalibrieren. Also ich hätte ja nicht gedacht, dass das Pussy-Grab-Video eine solche Wirkung entfaltet. Nach all den Skandalen, die Trump bereits gebracht hatte. Dass Clinton irgendwann eine Batterie Falschbeschuldigerinnen abfeuern würde, hatte ich hingegen erwartet wie das Amen in der Kirche. Ob Clinton wohl damit gerechnet hat, dass Trump mit der gleichen Waffe zurückschießen würde? Wir werden es nie erfahren …

    Die andere Lektion aus diesem Wahlkampf ist, dass Schmutz Werfen keine siegreiche Strategie ist. Das ist wichtig, weil das unsere aktuelle Strategie gegen die AfD ist. Wenn das für Hillary gegen Trump nicht gereicht hat, wird es auch hier gegen die AfD nicht reichen.
    Fefe

  • Argumente
    Um Gottes Willen! Wir leben im postfaktischen Zeitalter. Da will der Wähler doch nur noch beschimpft werden.

    When will we learn that the key is discussion? If you’re unwilling to discuss then you’re creating the conditions in which Donald Trump and people like him can thrive. […] The only thing that works is fucking bothering, doing something, and all you have to do is engage in the debate. Talk to people who think differently to you and persuade them of your argument. It’s so easy, and the left have lost the art.
    Jonathan Pie, President Trump: How & Why… (via)

  • Ein schwarzer Pianist entmachtet den Ku Klux Klan

    „Kelly und ich haben uns über die Jahre immer wieder hingesetzt und uns ausgetauscht. Der Mörtel, der sein Weltbild betonierte, begann zu bröckeln. Dann zu zerbrechen. Und dann fiel es ganz in sich zusammen.“

    „Ich habe die Roben und Hauben von mehr als zwei Dutzend Menschen in meinem Schrank, die ihre Ansichten geändert haben, weil ich mich mit ihnen an einen Tisch gesetzt habe. Und, was machen Sie? Wie viele Roben haben Sie gesammelt?“ Das lässt die meisten Kritiker verstummen.

    SZ Magazin (via)

[1] Häufig wird darunter verstanden, dass alle Menschen gleiche Rechte haben. Aber diese Forderung ergibt sich bereits aus dem Freiheitskriterium.
[2] genau genommen streben Rechte eine homogene Gleichheit mit möglichst wenig Abweichungen von einer idealiserten Volksgemeinschaft und (moderne) Linke eine heterogene Gleichheit, bei der Abweichungen von der Norm erlaubt oder erwünscht sind, dann aber in allen gesellschaftlichen Strukturen im gleichen Verhältnis vertreten sein müssen.
homogen heterogen gleich ungleich
[3] Weitere Ansätze zur Klassifikation politischer Standpunkte:

  • Der „politische Kompass“ differenziert das Freiheitskriterium weiter nach wirtschaftlicher Freiheit (links=unfrei, rechts=frei) und sozialer Freiheit (autoritär=unfrei, liberal=frei).
  • Das „politische Wertedreieck“ fügt den Faktoren Freiheit und Gleichheit noch den dritten Faktor Konservatismus hinzu. Ich halte von der Idee, politische Werte relativ zum aktuellen Ist-Zustand zu definieren nicht viel. (Z.B., weil jeder, der nicht vollkommen Schizophren ist, demnach durch das erreichen seiner politischen Ziele automatisch zum Konservativen wird.)

[4] Im polischen Betrieb wird das Egoismus-Spektrum durch die Begriffe Populismus – Realpolitik – Idealismus – Fundamentalismus charakterisiert.
[5] Das Recht auf Waffenbesitz für Privatpersonen oder die gänzliche Abschaffung des Sozialstaats sehe ich als ein zu viel an Freiheit an. Eine liberale Wirtschaftspolitik, Freihandel, Gleichstellungspolitik ohne Quoten und „Affirmative Action“ ist m.E. im Interesse aller Bürger.

Pressespiegel: Absolute Beginner

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05.06.2017, Mitte 30, männlich und noch Jungfrau, jetzt
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19.04.2016, Wie bringt man männlichen Jungfrauen die Liebe bei?, Bild Plus
23.03.2016, Noch nie Sex und 33 Jahre alt – der harte Weg zur ersten Partnerin, ze.tt
14.03.2016, Wie es sich anfühlt, mit Anfang zwanzig immer noch Jungfrau zu sein, bento
11.12.2015, 40 und ungeküsst: In der Einsamkeitsfalle, nordbayern.de
07.10.2015, Eine Anthropologin erklärt, warum mehr als 40 Prozent aller Menschen keine Jungfrau daten wollen, Vice
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16.10.2015, Mit 40 noch Jungfrau – na und? In der Mitte des Lebens ist es nicht zu spät, Kabel Eins
15.09.2015, Mit 30 noch Jungfrau: Erstes Mal Sex – Tipps für Spätzünder, Kabel Eins
09.09.2015, Noch nie Sex gehabt? Zeit, das Verpasste nachzuholen – Endlich mehr als Knutschen und Kuscheln, Kabel Eins
07.09.2015, Mit 25 noch nie Sex gehabt. Und nun?, Die Welt
18.06.2015, Männlich, 40, Jungfrau – das öde Leben der Japaner, Die Welt
18.06.2015, Warum viele Japaner mit 40 noch Jungfrau sind, N24
14.06.2015, Japanisch, männlich, sucht … – Kurs für verzweifelte Jungfrauen, Bild
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03.02.2014, Liebes-Pech: Menderes hatte noch nie eine Freundin, Promiflash
10.12.2013, Immer wieder alleine, RP Online
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09.12.2013, „Love Alien“: 30, männlich, ungeküsst, Focus
24.10.2013, Lieber Karriere als Sex, Süddeutsche Zeitung
21.08.2013, Zölibatssyndrom: Hälfte der Studentinnen noch Jungfrau?, Japanmarkt
12.07.2013, Absolute Beginner: Jungfrau, 30, ledig, sucht …, Jolie
04.06.2013, Dieser Mann hatte noch nie Sex, Bild
04.06.2013, Der große Flirt-Ratgeber für Jungfrauen, Bild
19.05.2013, 30, liebenswert – und noch nie eine Freundin gehabt, Die Welt
17.05.2013, Ich armes, einsames Würstchen, SPON
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08.12.2012, Wolfram Huke: Ich bin 31 und hatte noch nie Sex, MOPO
25.11.2012, Geschmacklos: RTL2-Show will Jungfrauen vermitteln, T-Online
22.11.2012, Über diese Grenze musst du gehn, FAZ
09.11.2012, Kein Sex bis 39 – Mit dem kann doch was nicht stimmen, Zeit Online
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25.10.2012, Als Erwachsener sexuell unerfahren, Frankfurter Rundschau
25.10.2012, Als Erwachsener sexuell unerfahren, Berliner Zeit
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18.10.2012, Erwachsen ohne Sex: Nina ist mit 31 noch Jungfrau, MOPO
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04.02.2007, Zuletzt geküsst im Kindergarten, FAZ
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05/2004, Absolute Beginner, Unicum campus

Undatiert:
Absolute Beginner: Wie kann man ohne Beziehungserfahrung einen Partner finden?, Zeit Online
Jungfrauen wider Willen, Beobachter
Unberührt durchs Studium, CampuSZ-Magazin
Ungeküsst: Das Leben der Ewig-Singles, Brigitte
Ungeküsst mit 40, ElitePartner

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08.12.2015, 20 ans et toujours vierge, c’est grave ?, Trendy (l’Etudiant)
07.08.2015, Que faire en cas de virginité tardive ?, femina
10.06.2015, Confession: “A 33 ans et je suis encore Vierge”, AfrikMag
06.06.2015, Vierge à 40 ans, un phénomène répandu au Japon, Linfo.re
05.06.2015, Vierge à 40 ans, le mal-être du mâle japonais, RTL
02.06.2015, Je suis encore vierge à 20 ans, j’ai peur de ne jamais savoir ce qu’est d’être en couple et j’ai honte de ça, Sexy Soucis
20.05.2015, Encore vierge à 30 ans ? Une entreprise japonaise vous propose de vous dépuceler !, Nippon connection
14.04.2015, J’ai 24 ans, je suis encore puceau, comment je gère ?, Trendy (l’Etudiant)
30.03.2015, Virginité tardive: „En plus de la honte, ce qui pèse, c’est la solitude“, l’express
15.12.2014, A 58 ans, cet homme est encore vierge, focuSur
16.10.2014, 13% de filles encore vierges à 24 ans, Femme actuelle
14.10.2014, Pucelles que vous croyez, Libération
23.09.2014, Vierge à 40 ans, c’est permis!, Femina
25.02.2014, Top 10 des puceaux célèbres, vierges jusqu’à la mort, Topito
19.10.2012, ÉTUDE. Attendre ses 20 ans pour perdre sa virginité rend plus sociable et favorise la réussite professionnelle, Huffington Post
31.08.2012, Vierge à 30 ans : un phénomène pas si marginal, Top Santé
04.06.2012, Interview d’un jeune homme vierge à 25 ans, madmoiZelle
26.04.2012, Je suis une femme vierge et alors ?, ELLE
01.02.2011, Encore vierge à 35 ans… et j’en souffre, Trucs De Nana
01.12.2003, 30 ans… et toujours vierge, Psychologies

Undatiert:
30 ans et toujours vierge : ne pas dramatiser, Orange
Être vierge : passé l’âge toléré, parler d’amour
Homme et virginité tardive: témoignage, parler d’amour
20 ans passés… et toujours vierge !, Cosmopolitan
Virginité tardive : quelles sont les vraies raisons ?, Marie Claire
Tabou, la virginité?, La Presse.ca
Virginité et premières relations sexuelles, 5plus

italienischsprachig
01.12.2015, Com’è essere una ragazza vergine, a 25 anni, Vice
08.04.2015, 30 anni e vergine? Come fare per non sentirsi “indietro”, Pianeta donna
11.02.2015, Com’è essere vergini a venticinque anni, Huffington Post

spanischsprachig
29.07.2015, Lo que aprendí siendo virgen a los 25, Vice
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