Das Haus der Verführung

Wer sich mit Pick-up beschäftigt, wird wahrscheinlich irgendwann auf das Phänomen stoßen, dass manche Männer sich recht PU-konform verhalten und trotzdem kaum Frauenerfolg haben, während manche andere scheinbar alles falsch machen, und trotzdem regelmäßig Hotties an Land ziehen. Dafür sind diverse Erklärungsansätze* denkbar. Eine mögliche Ursache ist, dass nicht alle PU-Technicken gleich effektiv sind. Es gibt eine Rangfolge der Wirksamkeiten und es gibt Dependenzen der Form „Wenn A nicht erfüllt ist, dann bleibt B wirkungslos“. Wer z.B. keine Frauen anspricht, wird auch keine mit nach Hause nehmen – unabhängig davon, was er sonst noch so zu bieten hat.

Die Sache ist in gewisser Weise vergleichbar mit einem Hausbau, wo man zweckmäßigerweise von unten mit dem Mauern anfängt und erst zum Schluß den Dachstuhl erstellt. Wahrscheinlich kann man es unter exzessivem Ressourceneinsatz auch andersherum machen. Den Dachstuhl an einem in der Luft stehenden Hubschrauber aufhängen und dann mit Spezialmörtel von oben nach unten mauern. Aber effizient ist es nicht.

Ein weiteres Beispiel für eine „stufenförmige Auslese“ findest du bei den Bewerbungsverfahren um eine berufliche Tätigkeit. Hier must du auch erst mit deinem Bewerbungsschreiben überzeugen, um überhaupt zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Wenn dein Anschreiben nur so vor Rechtschreibfehlern strotzt, brauchst du dir um das Interview überhaupt keine Gedanken zu machen. Umgekehrt bringt dir eine herausrande Rechtschreibkompetenz aber auch keine Bonuspunkte ein. Es ist wie bei einem Hürdenlauf: Es kommt nur darauf an, dass du keine Hürde reißt. Wie hoch du sie überspringst, ist für die Gesamtwertung egal.

Genug der Analogien. Das folgende Schaubild gibt einen Überblick über die Hierarchie der verschiedenen Verführungsdisziplinen:
(eine chronologische Reihenfolge ist jedoch nicht impliziert)

Haus der Verführung

Ansprechen und Eskalieren
Die absolute Basisschicht. Conditio sine qua non. Wenn du zwei Männer siehst, bei denen der scheinbar unattraktivere die deutlich heißere Freundin hat, dann liegt das oft einfach daran, dass ersterer weitereskaliert hat, wo letzterer aus Angst vor Abweisungen passiv geblieben ist. Vermutlich würden 99% der Männer als AB sterben, wenn sie in diesem Bereich nicht lieferten. Noch unwahrscheinlicher als dass eine Frau dich anspricht, ist es, dass sie irgendwas in Richtung Eskalieren unternimmt. Auch wenn du mit einer Frau flirtest kannst du quasi davon ausgehen, dass sie nicht vorschlagen wird, mal was zu zweit zu unternehmen – egal wie sehr es zwischen euch knistert. Im günstigsten Fall wird sie dich mit IOIs** zuschütten in der Hoffnung, dass du dann den nächsten Schritt machst. Ich kenne übrigens genügend Frauen, die mir erzählt haben, dass eine zunächst aussichtsreiche Anbahnung trotz beiderseitigen Interesses Ergebnislos blieb, weil der Mann nicht zu Ende eskaliert hatte. Und ich habe schon mehrfach Beschwerden von Frauen gehört sie habe erst mit Zaunpfahl winken müssen, bis ihr Freund endlich kapiert habe, was sie wolle. Selbst die Initiative zu ergreifen war für keine der Damen eine auch nur denkbare Option. Umgekehrt gilt aber nicht, dass Ansprechen und Eskalieren automatisch zum Erfolg führt. Es gibt durchaus (einige wenige) ABs, die wie wild Frauen ansprechen, und trotzdem nie zum Zug kommen.

Unterhaltungskompetenz
Dazu gehören die Fähigkeit, interessante, abwechslungsreiche Gespräche zu führen, aber auch, spannende Aktivitäten für Dates zu organisieren. Unterhaltungskompetenz ist das, was z.B. die Bild-Zeitung der Zeitschrift „Interne Revision“ voraus hat. Es ist ein wichtiger Punkt, den man kaum mit den darüber liegenden Ebenen ausgleichen kann. Keine Frau will einen schweigsamen Langweiler oder einen verkopften Theoretiker, ganz egal ob er ihren Shittests pariert, sich unneedy verhält und über eine prall gefüllte Geldbörse verfügt. Dies ist allerdings auch eine Disziplin, in der die meisten ABs ausgesprochen schlecht abschneiden und die sich auch durch Pick-up nur bedingt therapieren lässt.

Resilienz und Dominanz
Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, auf psychische Angriffe („Shittests“) angemessen reagieren zu können. Unter Dominanz versteht man die Fähigkeit, Entscheidungen für eine Gruppe zu treffen sowie den damit einhergehenden sozialen Status. Dominante Männer werden im Pick-up als „Alpha“ bezeichnet. Aus evolutionspsychologischer Sicht sind dies essentielle Anforderungen an einen Mann, der der Frau und ihrem Kind Schutz und Nahrung bieten soll.

Die Resilienz- und Dominanz-Ebene bereitet wohl den durchschnittlichen Normalos am meisten Probleme und ist deshalb das zentrale Element der meisten Einführungen in Pick-up. Diese Ebene entscheidet darüber, ob du in der „Friendzone“ als guter Kumpel verharrst, oder ob du überhaupt als potentieller Partner in betracht gezogen wirst. (Viele sozial isolierte ABs hingegen wären schon froh, überhaupt mal in die Friendzone zu kommen. Sie scheitern bereits an den darunter liegenden Ebenen.)

Non-Needyness und Preapprovedness
Wenn du dich über Resilienz und Dominanz als potentieller Partner inzeressant gemacht hast, dann folgt als nächste Stufe die Qualitätssicherung. Die Frau möchte wissen, ob du von ihren Geschlechtsgenossinnen auch für gut befunden wurdest. Du kennst das Prinzip vom Einkaufen im Internet. Auch dort verkauft sich ein Produkt besonders gut, wenn bisherige Kunden es per Rezension und 5-Sterne-Bewertung empfohlen haben. (Und auch dort fällt das Rating in eine höhere Ebene des Entscheidungsbaums. Es wird erst wirksam, wenn ein grundsätzliches Interesse an dem Produkt besteht. Z.B. wird ein Mann sich keine Tampons kaufen, nur weil sie super bewertet wurden.) Da sich der weibliche Sexualtrieb lange vor dem Aufkommen elektronischer Ratingplatformen entwickelt hat, setzt dieser jedoch auf indirekte Strategien zur Gewinnung von Ratingdaten. Wie sehen diese Strategien konkret aus? Zum einen achten Frauen darauf, ob ihr Kandidat von möglichst attraktiven Frauen begleitet wird, wie diese ihn behandeln, ob er beiläufig mal was von irgendwelchen Frauengeschichten erzählt oder zumindest den Eindruck macht als wisse er, worauf es in einer Beziehung ankommt. („Pre-approvedness“) Zum anderen beobachten sie, wie er auf weibliche Reize reagiert. Ist es für ihn das normalste der Welt, von attraktiven Frauen begehrt zu werden? Ist er von sich und seinen Verführerqualitäten überzeugt? Oder zeigt er die typischen Verhaltensweisen eines Mannes, der keine Frauen abkriegt? Wirkt er unsicher und gehemmt? Vermeidet er es aus Angst vor Zurückweisung, Frauen anzusprechen, sie zu berühren („Hover Hand“), zu eskalieren? Versucht er, ihre Zuneigung mit Geschenken oder dem Erbringen von Dienstleistungen zu kaufen? Stellt er sie „auf ein Podest“ und hält sich selbst ihrer nicht würdig? („Needyness“)

Aussehen
Dazu zählen sowohl angeborene Faktoren (Körpergröße, Physiognomie, Hautfarbe, …) als auch modifizierbare Faktoren, die du selbst in der Hand hast (Frisur, Kleidung, Muskeln, …). Die Optik spielt bei Frauen eine deutlich geringere Rolle als bei Männern, ist aber alles andere als irrelevant. (Wäre sie das, bräuchten Männer beim Online-Dating keine Fotos hochzuladen.) Wenn die darunter liegenden Kriterien ihren Ansprüchen genügen, wird das Aussehen oft zum entscheidenden Faktor. Man kann auch im Alltag leicht beobachten, dass es durchaus eine gewisse Häufung von Paaren mit vergleichbarer optischer Attraktivität gibt.

Status und Erfolg
Ein oft überschätzter Faktor der Partnerwerbung. Wie oft habe ich den Satz „Wenn du erfolgreich bist, dann kommen die Frauen von alleine“ gehört? Und welchen Realitätsbezug hat er? Die Frauen interessieren sich einen Scheiß für deine Karriere, solange du nicht richtig flirten kannst! Und darauf warten, dass die Frauen „von alleine“ kommen, ist wohl der dümmste Ratschlag, den man geben kann. Es gibt unzählige ABs, die ihr Studium mit Bestnoten abschließen und dann in einem großen Konzern Karriere machen oder erfolgreich ein eigenes Unternehmen gründen, und trotzdem bei keiner Frau landen können. Status und (beruflicher) Erfolg können zwar durchaus deine Erfolgschancen verbessern, aber nur, wenn du bereits „Game“ hast.

Geld
Geld, das einfach nur auf dem Konto rumliegt, ist für Verführungszwecke vollkommen irrelevant. Wenn dir jemand eine Milliarde überweist und du dann einfach dein AB-Leben weiterlebst, hätte das absolut null Auswirkung auf deinen Frauenerfolg. Geld, das du verwendest, um damit zu prahlen oder dir ihre Zuneigung zu erkaufen, wirkt kontraproduktiv. Hier sticht das Needyness-Kriterium das finanzielle. Wenn du jedoch dein Geld verwendest, um Spaß zu haben (z.B. durch Investitionen in schnelle Autos, teure Reisen oder eine eigene Yacht), und wenn man dir ansieht, dass du dabei Spaß hast, dann kann Geld schon schon so einiges bewirken. (Sei aber gewarnt: Mir sind einige Fälle von Männern bekannt, die sich zu einseitig auf den Verführungsfaktor Geld verlassen haben und dann von ihrer Herzdame ziemlich gefickt wurden. Und zwar nicht auf die angenehme Art.)

Geld ist ein wichtiger Faktor für den Übergang von einer Fickbeziehung zu etwas Dauerhaften, insbesondere wenn es ums Heiraten geht. Die „Fuckzone“ tritt – nach meiner Erfahrung – bei Männern vor allem in der Kombination „gutes Game + kein Geld“ auf. Für Ehescheidungen ist Geld- und Jobverlust ein bedeutender Auslöser. Aber es ist nichts, um eine Frau erst mal ins Bett zu bekommen.

* z.B. dass es noch unerforschte Effekte gibt oder solche, die zu komplex sind, um sich in einem praxistauglichen Regelwerk übersichtlich darstellen zu lassen.
** Ein Beispiel dafür, ergänzt um ihren inneren Monolog:

Am Samstag kam der Hilferuf von meiner Vereinskollegin, die an ihrem Fahrrad geschraubt hatte, dann aber nicht weiter kam.
(„Hilfe, meine Pussy vertrockent!“)
Zur Begrüßung bekam ich erst mal einen Adventskalender als nachträgliches Geburtstagsgeschenk.
(„Um wirklich sicher zu gehen, dass du es kapierst!“)
Sie legte sich aufs Bett und ich stand erst mal gehemmt daneben, bis sie mich zu sich rief. Also lagen wir da, quatschten und schauten ein wenig Simpsons.
(„Also wo das Bett ist, hab ich ihm gezeigt. Wo das Loch ist, muss er selbst herausfinden.“)
Nach einer Weile widmete ich mich meiner eigentlichen Aufgabe und schraubte am Rad.
(„Oh nein, ich glaube der Typ bumst Fahrräder.“)
Mittlerweile war klar, dass Formel 1 verschoben wurde und „Schwiegertochter gesucht“ verschoben würde, aber sie machte keine Andeutungen, dass ich gehe sollte und legte sich wieder aufs Bett.
(„Na, gut, eine letzte Chance gebe ich ihm noch.“)
Nachdem ich meine Hände bestmöglich von Ölschmier befreit hatte, legte ich mich auch wieder zu ihr. Eigentlich die ideale Gelegenheit, um sich nun aneinander zu kuscheln oder wenigstens etwas körperliche Nähe herzustellen. Aber irgendwie blockierte mein Kopf mal wieder.
(„Oh mein Gott! Ich bin so erbärmlich! Wie konnte ich mich so erniedrigen vor einem Typ, der absolut nichts von mir will.“)

SameOldGuy auf AB-Treff

Siehe auch:
Der Fünf-Minuten-PUA

Weblinks:

Das einzig ewichtige ist:

ANSPRECHEN + AUF EIN DATE EINLADEN

Alles andere ist Scheißegal. Vergiss den Rest. Konzentrier dich zu 100% nur dadrauf, regelmäßig Frauen anzusprechen und nach der Nummer zu fragen.

Berliner Banger auf naturalnumbersgame

Globaler Rechtsrutsch

Es zwar nicht das eigentliche Thema dieses Blogs, aber doch eine wichtige Sache, die ich nicht unkommentiert lassen möchte: Rechte Parteien sind weltweit auf dem Vormarsch. Das politische Spektrum hat sich in einer Vielzahl von Staaten (z.B. in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Ungarn, Polen, USA) so verschoben, wie wir es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr kennen.

Was ist „rechts“?
Eine sinnvolle Definition sollte m.E. folgenden Anforderungen genügen:

  • Sie entspricht weitestgehend dem allgemeinen Sprachgebrauch
    Ausländerfeindliche Parteien sind rechts. Kommunisten und SJWs sind links.
  • Sie ergibt sich aus einer Art Faktoranalyse der politischen Standpunkte von Personen oder Parteien.
    Politische Standpunkte sind nicht unkorreliert. Wer ausländerfeindlich ist, hat meist auch etwas gegen Transsexuelle und moderne Kunst, obwohl diese Themen ja per se nicht zusammen hängen.
    Der Psychologe Hans Eysenck hat mittels einer Faktoranalyse die unabhängigen Faktoren Radikalität und „Tender-Mindedness“ extrahiert, aus denen sich alle politischen Einstellungen ableiten lassen sollen. Mir kommt dieses Ergebnis nicht sonderlich plausibel vor. Es hat sich auch in der Fachwelt nicht wirklich durchgesetzt.
    Ein m.E. besserer Ansatz kommt von Milton Rokeach. Er führt das politische Spektrum auf die Faktoren Freiheit und Gleichheit zurück.
    Freiheit bedeutet, dass der Staat seine eigenen Befugnisse auf ein Minimum beschränkt und möglichst viele Entscheidungen der Eigenverantwortung seiner Bürger überlässt.
    Gleichheit bedeutet, dass alle Menschen gleich sind oder seien sollten.[1] Da die Menschen aber in Wirklichkeit nicht alle gleich sind, wie durch unzählige Studien bewiesen wurde, haben gleichheitslastige Ideologien ein gewisses Realitätsproblem. Und in der Bewältigung dieser Probleme unterscheiden sich linke und rechte Parteien. Die Linken gehen von einer angeborenen Gleichheit aus und wollen alle sichtbaren Unterschiede durch staatlichen Zwang und Umerziehung nivellieren. Der Sozialkonstruktivismus ist ihre ideologische Grundlage. Die Rechten gehen von einer (übertriebenen) erblichen Unterschiedlichkeit der Menschen aus und wollen Gleichheit erreichen, in dem sie alle von einem Ideal abweichenden Menschen ausgrenzen oder ermorden. Sie berufen sich dabei auf eine missverstandene Evolutionsbiologie unter Anwendung des naturalistischen Fehlschlusses.
    Da Rechte und Linke das selbe[2] politische Ziel (Gleichheit) eint, ist es nicht verwunderlich, dass sie sich gelegentlich an den Methoden des jeweils anderen bedienen. Dies erklärt, warum rechts- und linksextreme Parteien miteinander mehr Gemeinsamkeiten haben als mit der demokratischen Mitte. Es löst auch einen Widerspruch in Rokeachs System auf. (Bei ihm ist rechts=frei und links=gleich und gleichzeitig rechts und links ähnlich.) [3]

    Politisches Spektrum

    Exemplarische Einordnung einiger politischer Parteien

    Es gibt m.E. einen weiteren wichtigen Faktor, den man nicht durch Gleichheit und Freiheit ausdrücken kann: Z.B. sehe ich nicht, warum die sonst so wirtschaftsliberale FDP nicht die Apotheker mit den Segnungen des freien Marktes beglückt hat. Oder warum die Feministinnen, die vorgeblich für Gleichberechtigung kämpfen, Gewalt gegen Männer ignorieren und verurteilte Falschbeschuldigerinnen unterstützen. Der Grund für diese Anomalien ist meist einfach: Egoismus.[4] Man hat sich eine Gruppe von Unterstützern aufgebaut und tut einfach immer das, was dieser Gruppe die meisten Vorteile verschafft. Demnach ist es auch nur konsequent, wenn Feministinnen eine Feministinnenquote (statt einer Frauenquote) fordern, denn damit können sie ihre erbeuteten Privilegien noch präziser auf ihre eigentliche Klientel zuschneiden.

    Ich persönlich halte Freiheit für ein deutlich wertvolleres Gut als Gleichheit (ohne jedoch eine zu dogmatische Freiheitsliebe[5] zu unterstützen). Das folgende Zitat beschreibt sehr schön, was ich mir als Grundlage einer erstrebenswerten Gesellschaftsordnung vorstelle:

    Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden und man sollte sich nicht wundern, wenn es Häufungen gibt ohne damit die Ausnahmen einzuengen und einen Konformitätszwang einzufordern.
    Alles Evolution

Was ist die Ursache?

  • Das (soziale) Internet
    Neue Medien haben auch in der Vergangenheit für gesellschaftlichen Wandel gesorgt. Es ist sicher kein Zufall, dass die Reformation mit der Erfindung des Buchdrucks zusammenfiel. Und es ist nicht verwunderlich, dass die Erfindung des Internets gewisse politische Verwerfungen mit sich bringt.

    Trumps Sieg ist auf sozialen Medien aufgebaut. Es ist Unfug, hier von „Schuld“ zu sprechen. Erst recht nicht in monokausaler Weise. Aber ohne Twitter, ohne Facebook, ohne Blogs wäre Trumps Sieg kaum denkbar gewesen.
    Sascha Lobo

    Die kombinierte Macht der Medien ist komplett verpufft. Ich schließe daraus, dass die gar keine Macht haben. Dass die sozialen Medien und Filterblasen inzwischen mächtiger sind als die alten Medien. Das ist ein sehr beunruhigender Gedanke für mich.
    Fefe

    I think that social media has more power than the money [Clinton’s campaign team] spent, and I think maybe to a certain extent, I proved that
    Donald Trump

  • Politische Korrektheit
    Ein häufig zu lesendes Argument ist, dass der Rechtsrutsch aus einem Abwehrbedürfnis gegen eine als überbordendend empfundene Political-Correctness-Pflicht enstanden ist. Das Gegenkonzept dazu lautet „Real Talk“ und meint, dass man die Realität unumwunden darstellt, ohne auf dadurch möglicherweise verletzte Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen.

    Wenn Männer im privaten Gespräch untereinander einer Frau „tolle Beine“ bescheinigen, ist das für Spiegel-Online bereits „sexistisches Gepöbel“. Es ist genau diese gouvernantenhafte Spießigkeit einer bestimmten rotgrünen Szene, die zahllose Normalbürger unter den Wählern nicht mehr nachvollziehen können und die den Erfolg eines Primitivlings wie Trump als Trotzreaktion überhaupt erst möglich gemacht hat.
    Genderama

    Es gibt glaubwürdige Einschätzungen, dass etwa der Aufstieg von Donald Trump eine Art Backlash ist gegen das Gefühl, nicht mehr sagen zu dürfen, was man denkt.
    Sascha Lobo

    Während sich die Generation „problemfreie Ultraprivilegierte“ mit gendergerechter Sprache beschäftigt haben, ist da ein Abgrund voll Hass und Verachtung entstanden.
    Fefe

    Wir dürfen es mit der Political Correctness nicht übertreiben
    Winfried Kretschmann

    Wenn es einen Moment gibt, an dem die neue soziale Bewegung ihren Ausgang nahm, deren sichtbarster Ausdruck die AfD ist, dann in der Brüderle-Affäre. Hier liegt die Geburtsstunde des Rechtsrucks.
    Jan Fleischhauer

    The initial appeal of Donald Trump was that he served as a long-awaited contrast to the infantilization and absurd demands for political correctness and „safe spaces“ sweeping our society.
    National Review

    Political correctness has morphed into a moral purity that may feel exhilarating but isn’t remotely tactical. It’s a handmaiden to smugness and sanctimony, undermining its own goals.
    New York Times

    Has Political Correctness Gone off the Rails in America?, Der Spiegel
    (sehr lesenswerter Artikel)

    Ich halte dieses Argument für hoch valide. Es erklärt übrigens auch andere gesellschaftliche Phänomene, z.B. den enormen kommerziellen Erfolg von Mario Bart.

    Und es ist ja durchaus nachvollziehbar, dass Menschen in einer Welt voller privilegierter, verzogener Gender-Bratzen, die nichts können außer mit absurden Sprechverboten die arbeitende Bevölkerung zu malträtieren, und die nach einer verlorenen Wahl erst mal in die Mal- und Knettherapie müssen, das Bedürfnis haben, diesen einen kleinen Realitätsschock zu verpassen. Aber Rechtspopulismus kann doch nicht die Antwort darauf sein!

    Und natürlich sollte das bemühen um eine realitätsnähere Sprache nie in plumpen Pöbeleien ausarten. Wenn Öttinger Chinesen als Schlitzaugen, die Alt-Right-Bewegung Dunkelhäutige als „Shitskins“ oder Simon Hurz alias Werner Stahl Frauen als „Geschlitzte“ bezeichnet, dann ist das nur noch widerwärtig beleidigend und hat mit „Real Talk“ nichts zu tun.

    (Einen schönen Artikel zur Abgrenzung von linker Politikal-Correctness-Gängelung und rechtem Provozieren-mit-Beleidigungen findet man bei Erzaehlmirnix: AfD-Logik überwinden)

  • Das subjektive Migrationsvolumen
    In den letzten Jahren gab es ein Migrationsaufkommen, das die meisten Menschen in diesem Umfang ihr ganzes Leben lang noch nicht gesehen haben. Außerdem ist die Frequenz islamistisch-terroristischer Angriffe in der westlichen Welt deutlich gestiegen, und es kam zu Straftaten, die mit der Migrationsthematik assoziiert werden. („Köln“)
    Man mag dazu stehen, wie man will, muss aber wohl anerkennen, dass es etwas ist, wovor viele Menschen Angst haben. So viel Angst, dass sie bereit sind, ihre Demokratie aufs Spiel zu setzen, nur um den Ansturm dieser Menschen abzuwehren.

    Ein häufig geäußertes Gegenargument gegen die Migrationsthese ist, dass Fremdenfeindlichkeit vor allem in Gebieten mit besonders geringem Ausländeranteil vorkommt. Nach dem Wahlsieg Trumps in den USA, eines der multikulturellsten Länder der Erde, kann ich diesem Argument nicht mehr so recht glauben. Und selbst wenn es stimmt, könnte die Migration immer noch einen temporären Rechtsrutsch verursachen – so lange, bis der Migrantenanteil in der Bevölkerung hoch genug ist, um rechte Wahlerfolge zu verhindern.

  • People, countries, want their own identity and the UK wanted its own identity. But I do believe this: if they hadn’t been forced to take in all of the refugees, so many, with all the problems that it … entails, I think that you wouldn’t have a Brexit.
    Donald Trump

Weitere Argumente, die jedoch nicht auf das „warum gerade jetzt“ eingehen:

  • postfaktisches Zeitalter
    Was den Rechten die Lügenpresse ist, ist den Linken das postfaktische Zeitalter: Eine Pauschalkritik am politischen Gegner, die einem Auseinandersetzen mit Einzelargumenten ausweicht. Eine m.E. sinnvolle Einschätzng hat Alois Theisen in den Tagesthemen vom 10.11.2016 geäußert

    Leben wir tatsächlich im Zeitalter der Lüge, wie man den vornehmer klingenden Begriff des Postfaktischen übersetzen könnte? Ich denke, es ist nur der hilflose und untaugliche Versuch, die sich häufenden unerwarteten Wahlentscheidungen zu erklären. Warum sollten sich Wähler heute leichter belügen lassen als früher? Verfügen wir nicht über mehr Informationsquellen als jeh zuvor? Und noch nie wurden Aussagen von Politikern so häufig und von verschiedenen Seiten überprüft wie heute. Nein, Lügen gab es in der Politik wie im Privaten zu allen Zeiten. Wer anderes behauptet, verklärt nur die angeblich gute alte Zeit. Wer den Wahlsieg von Donald Trump, das Votum der Briten für den Brexit und die Erfolge der AfD in Deutschland mit gutgläubiger Dummheit oder Borniertheit der Wähler gegenüber Fakten erklärt, der beweist für mich nur eines: Eine unerträgliche Arroganz gegenüber dem Souverän im Staate, dem Volk, und damit auch gegenüber den Wählern und deren Vernunft. […] Das Zeitalter des Postfaktischen, es ist eine weitere hilflose Formel, hinter der sich nur eines verbirgt: Viele schlaue Welterklärer verstehen die Welt nicht mehr.
    Tagesthemen, Alois Theisen

    Eine Ergänzung dazu: Ja, es gibt Menschen, die durch Fakten nicht mehr überzeugt werden können. Aber dass sind maximal 5%, niemals 50% der Wählerschaft eines Staates.

    Letztlich ist die Postfaktizitätslehre nur eine Spielart der Shaming-Strategie (siehe unten). Man möchte dem Wähler sagen: „Ihr seid die doofen Postfaktischen, und wir der Hort der richtigen Wahrheit.“

  • Rechte Akteure

    Liebe Leser, können wir uns bitte an dieser Stelle alle von der Idee trennen, der jetzt aufkeimende Rassismus in den USA sei Trumps Schuld? Oder der aufkeimende Rassismus in UK sei Schuld des Brexit? Trump ist vielleicht Schuld daran, dass wir das jetzt so deutlich sehen können.
    Fefe

    Die AfD sei damit nicht die Ursache dieses Populismus, sie habe ihn nur sichtbar gemacht, so die Meinungsforscher von Allensbach.
    Die Welt

  • Verwirrte Linke
    Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Deshalb gibt es auch immer mehr Menschen, die eine linke Politik befürworten. Aber dummerweise rutscht diesen Menschen in der Wahlkabine der Stift so ungünstig aus der Hand, dass das Kreuz bei einer rechten Partei landet.

    Ökonomische und soziale Ungleichheiten sind schließlich häufig der eigentliche Grund, wieso Populisten gewählt werden.
    bento

    Helfen gegen Populismus würden z.B. mehr Verteilungsgerechtigkeit und weniger Steuerschlupflöcher.
    Oliver Welke, Heute Show 18.11.2016

    Wenn es nur um die Wut auf die Reichen ginge, bräuchte es die AfD nicht. Die Partei, die dieses Ressentiment bedient, gibt es in Deutschland bereits.
    Jan Fleischhauer, Der Spiegel

  • Qualität der demokratischen Alternative

    Der Grund für Trumps Sieg ist also keineswegs, dass er besonders viele Menschen auf besondere Weise begeistert und mobilisiert hätte – sondern dass die demokratische Kandidatin und ihre Partei auf eine wohl historische Weise versagt haben. Kurz: Nicht Trump hat die Wahl gewonnen, sondern Clinton hat sie verloren.
    man tau

    He won the state not because he out­performed his predecessor but because Clinton under­performed hers.
    Washington Post

    And then she loses it, and loses the election and locks herself in her hotel because she was too upset, or because it never occurred to them to write a concession speech. Either way, grow up! I have no sympathy for her, whatsoever. Be a better candidate!
    Jonathan Pie, President Trump: How & Why… (via)

  • Frauenfeindlichkeit

    Trump scheint die Wahl zu gewinnen, weil „Männer Frauen hassen“
    Alles Evolution

  • Feminismus

    Ich persönlich halte den Feminismus/Genderismus für einen zentralen Grund, warum man gegen das „Establishment” gewählt hat. Kurioserweise taucht das Thema in der deutschen Presse als Ursache gar nicht auf.
    Hadmut Danisch

Was ist so schlimm am Rechtsrutsch?
Extreme Parteien (von links und rechts) führen häufig in eine humanitäre Katastrophe, wenn sie denn mal an die Macht kommen.

Aber auch wenn es nicht gleich zum Massenmord kommt, sind erhebliche Einschränkungen von Demokratie und Meinungsfreiheit häufige Begleiterscheinungen. Meine größte Sorge bei Trump ist, dass er eine „lupenreine Demokratie“ nach dem Vorbild Putins istalliert. Er hat ja bereits vor der Wahl angekündigt, sich nicht durch das Wählervotum von seinem Weg ins Weiße Haus abbringen lassen möchte. Warum sollte er sich also durch ein Wählervotum da wieder herausholen lassen?

Aber auch wenn Trump einfach nur vier Jahre im Amt bleibt, wird sein hartes Fokussieren auf nationale Interessen der Welt schweren Schaden zufügen. Unser Wohlstand und unsere Freiheit und der bislang 70-jährige Frieden in der westlichen Welt beruhen unter anderem darauf, dass Nationalstaaten auf einen Teil ihrer Souveränität verzichten. Das zurückzudrehen wäre ein Desaster.

Kampf gegen rechts
In Politik und Medien gibt es keinen Mangel an Menschen, die sich dem Kampf gegen rechts verpflichtet fühlen. Da trotzdem rechte Wahlerfolge wie Pilze aus dem Boden schießen, scheinen die verwendeten Methoden nicht ganz ideal zu sein. Hier ein kurzer Überblick über die beliebtesten Werkzeuge im Kampf gegen rechts:

  • Sozialer Druck, Beschämung und Diskreditierung („shaming“)
    Der politische Gegner wird (häufig schon bei kleinsten Abweichungen von der eigenen Position) als Nazi, dumm, frustriert, erbärmlich, … dargestellt. Eine Methode, die im Zeitalter des sozialen Internets stark an Wirksamkeit verlohren hat, denn man ist den Schmähungen nicht mehr so direkt ausgesetzt und kann leichter mit Gleichgesinnten kooperieren.

    Leute als Rassisten/Sexisten zu bezeichnen hilft nicht gegen Rassismus/Sexismus
    Alles Evolution

  • Kommunikationskanäle austrocknen („silencing“)
    Vor der Erfindung des sozialen Internets war es nicht so einfach, Informationen zu verbreiten, die der Mainstream misbilligte. Man war meist gezwungen in einem unbedeutendem Spezialblatt für ähnlich gesinnte Menschen zu veröffentlichen. Heute kann jeder, der einen Computer oder ein Handy besitzt, seine wie auch immer geartete Meinung ins Netz schreiben. Die alten Publikationshürden für rechtes Gedankengut greifen nicht mehr. Freilich sind die traditionellen Medien genauso links wie eh und jeh. Und selbstverständlich bilden diese immer noch die einzige Informationsquelle für die Mehrheit der Menschen. Aber eine signifikante Minderheit informiert sichüber alternative Quellen.
    Als Journalist muss man sich heute damit abfinden, dass man keine Informationen mehr vor dem Leser verbergen kann. Keine Straftaten von Ausländern, keine Kosten der Zuwanderung, keine Skandale aus dem eigenen politischen Lager, keine zu erwartenden rechten Wahlerfolge. Alles, was man dem Leser vorenthält, wird er sich auf anderem Wege holen. Das einzige, was man so erreicht ist eine Untergrabung der eigenen Glaubwürdigkeit.
  • Radikalisieren
    Die Strategie „Vernichtung durch Radikalisierung“ funktioniert wie folgt: Man nehme eine Partei rechts der Mitte und stelle sie immer einen Tick rechter dar, als sie eigentlich ist. Mit der Zeit werden immer mehr Gemäßigte die Partei verlassen und immer mehr Radikale ihr beitreten, so dass die Partei kontinuierlich immer weiter nach rechts rutscht, bis sie irgendwann für fast niemanden mehr wählbar ist.
    Lehrbuchbeispiel für dieses Konzept ist die Wandlung der AfD von der Euro-Kritikerin zur Flüchtlingshasserin. Aber auch im US-Wahlkampf 2016 kann man deutliche Radikalisierungsbestrebungen der Republikaner seitens der Demokraten erkennen.
  • Schmutzkampagne
    Das Paradebeispiel hierfür ist natürlich der US-Wahlkampf 2016. Und ein wunderbares Studienobjekt, um seinen Skandalwirkungsdetektor zu rekalibrieren. Also ich hätte ja nicht gedacht, dass das Pussy-Grab-Video eine solche Wirkung entfaltet. Nach all den Skandalen, die Trump bereits gebracht hatte. Dass Clinton irgendwann eine Batterie Falschbeschuldigerinnen abfeuern würde, hatte ich hingegen erwartet wie das Amen in der Kirche. Ob Clinton wohl damit gerechnet hat, dass Trump mit der gleichen Waffe zurückschießen würde? Wir werden es nie erfahren …

    Die andere Lektion aus diesem Wahlkampf ist, dass Schmutz Werfen keine siegreiche Strategie ist. Das ist wichtig, weil das unsere aktuelle Strategie gegen die AfD ist. Wenn das für Hillary gegen Trump nicht gereicht hat, wird es auch hier gegen die AfD nicht reichen.
    Fefe

  • Argumente
    Um Gottes Willen! Wir leben im postfaktischen Zeitalter. Da will der Wähler doch nur noch beschimpft werden.

    When will we learn that the key is discussion? If you’re unwilling to discuss then you’re creating the conditions in which Donald Trump and people like him can thrive. […] The only thing that works is fucking bothering, doing something, and all you have to do is engage in the debate. Talk to people who think differently to you and persuade them of your argument. It’s so easy, and the left have lost the art.
    Jonathan Pie, President Trump: How & Why… (via)

  • Ein schwarzer Pianist entmachtet den Ku Klux Klan

    „Kelly und ich haben uns über die Jahre immer wieder hingesetzt und uns ausgetauscht. Der Mörtel, der sein Weltbild betonierte, begann zu bröckeln. Dann zu zerbrechen. Und dann fiel es ganz in sich zusammen.“

    „Ich habe die Roben und Hauben von mehr als zwei Dutzend Menschen in meinem Schrank, die ihre Ansichten geändert haben, weil ich mich mit ihnen an einen Tisch gesetzt habe. Und, was machen Sie? Wie viele Roben haben Sie gesammelt?“ Das lässt die meisten Kritiker verstummen.

    SZ Magazin (via)

[1] Häufig wird darunter verstanden, dass alle Menschen gleiche Rechte haben. Aber diese Forderung ergibt sich bereits aus dem Freiheitskriterium.
[2] genau genommen streben Rechte eine homogene Gleichheit mit möglichst wenig Abweichungen von einer idealiserten Volksgemeinschaft und (moderne) Linke eine heterogene Gleichheit, bei der Abweichungen von der Norm erlaubt oder erwünscht sind, dann aber in allen gesellschaftlichen Strukturen im gleichen Verhältnis vertreten sein müssen.
homogen heterogen gleich ungleich
[3] Weitere Ansätze zur Klassifikation politischer Standpunkte:

  • Der „politische Kompass“ differenziert das Freiheitskriterium weiter nach wirtschaftlicher Freiheit (links=unfrei, rechts=frei) und sozialer Freiheit (autoritär=unfrei, liberal=frei).
  • Das „politische Wertedreieck“ fügt den Faktoren Freiheit und Gleichheit noch den dritten Faktor Konservatismus hinzu. Ich halte von der Idee, politische Werte relativ zum aktuellen Ist-Zustand zu definieren nicht viel. (Z.B., weil jeder, der nicht vollkommen Schizophren ist, demnach durch das erreichen seiner politischen Ziele automatisch zum Konservativen wird.)

[4] Im polischen Betrieb wird das Egoismus-Spektrum durch die Begriffe Populismus – Realpolitik – Idealismus – Fundamentalismus charakterisiert.
[5] Das Recht auf Waffenbesitz für Privatpersonen oder die gänzliche Abschaffung des Sozialstaats sehe ich als ein zu viel an Freiheit an. Eine liberale Wirtschaftspolitik, Freihandel, Gleichstellungspolitik ohne Quoten und „Affirmative Action“ ist m.E. im Interesse aller Bürger.

Pressespiegel: Absolute Beginner

01.11.2016, Von Menschen, die noch nie Sex hatten, T-Online
19.09.2016, Japan: Mehr als 40% der Singles sind Jungfrau, Kronen Zeitung
16.05.2016, 24 Jahre Single, Zeit Campus
19.04.2016, Wie bringt man männlichen Jungfrauen die Liebe bei?, Bild Plus
23.03.2016, Noch nie Sex und 33 Jahre alt – der harte Weg zur ersten Partnerin, ze.tt
14.03.2016, Wie es sich anfühlt, mit Anfang zwanzig immer noch Jungfrau zu sein, bento
11.12.2015, 40 und ungeküsst: In der Einsamkeitsfalle, nordbayern.de
07.10.2015, Eine Anthropologin erklärt, warum mehr als 40 Prozent aller Menschen keine Jungfrau daten wollen, Vice
21.09.2015, Warum haben junge Japaner keine Lust mehr auf Sex?, Die Welt
16.10.2015, Mit 40 noch Jungfrau – na und? In der Mitte des Lebens ist es nicht zu spät, Kabel Eins
15.09.2015, Mit 30 noch Jungfrau: Erstes Mal Sex – Tipps für Spätzünder, Kabel Eins
09.09.2015, Noch nie Sex gehabt? Zeit, das Verpasste nachzuholen – Endlich mehr als Knutschen und Kuscheln, Kabel Eins
07.09.2015, Mit 25 noch nie Sex gehabt. Und nun?, Die Welt
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17.05.2013, Ich armes, einsames Würstchen, SPON
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04.02.2007, Zuletzt geküsst im Kindergarten, FAZ
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14.10.2005, Das letzte Tabu, Der Spiegel
05/2004, Absolute Beginner, Unicum campus

Undatiert:
Absolute Beginner: Wie kann man ohne Beziehungserfahrung einen Partner finden?, Zeit Online
Jungfrauen wider Willen, Beobachter
Unberührt durchs Studium, CampuSZ-Magazin
Ungeküsst: Das Leben der Ewig-Singles, Brigitte
Ungeküsst mit 40, ElitePartner

englischsprachig:
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französischsprachig:
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08.12.2015, 20 ans et toujours vierge, c’est grave ?, Trendy (l’Etudiant)
07.08.2015, Que faire en cas de virginité tardive ?, femina
10.06.2015, Confession: “A 33 ans et je suis encore Vierge”, AfrikMag
06.06.2015, Vierge à 40 ans, un phénomène répandu au Japon, Linfo.re
05.06.2015, Vierge à 40 ans, le mal-être du mâle japonais, RTL
02.06.2015, Je suis encore vierge à 20 ans, j’ai peur de ne jamais savoir ce qu’est d’être en couple et j’ai honte de ça, Sexy Soucis
20.05.2015, Encore vierge à 30 ans ? Une entreprise japonaise vous propose de vous dépuceler !, Nippon connection
14.04.2015, J’ai 24 ans, je suis encore puceau, comment je gère ?, Trendy (l’Etudiant)
30.03.2015, Virginité tardive: „En plus de la honte, ce qui pèse, c’est la solitude“, l’express
15.12.2014, A 58 ans, cet homme est encore vierge, focuSur
16.10.2014, 13% de filles encore vierges à 24 ans, Femme actuelle
14.10.2014, Pucelles que vous croyez, Libération
23.09.2014, Vierge à 40 ans, c’est permis!, Femina
25.02.2014, Top 10 des puceaux célèbres, vierges jusqu’à la mort, Topito
19.10.2012, ÉTUDE. Attendre ses 20 ans pour perdre sa virginité rend plus sociable et favorise la réussite professionnelle, Huffington Post
31.08.2012, Vierge à 30 ans : un phénomène pas si marginal, Top Santé
04.06.2012, Interview d’un jeune homme vierge à 25 ans, madmoiZelle
26.04.2012, Je suis une femme vierge et alors ?, ELLE
01.02.2011, Encore vierge à 35 ans… et j’en souffre, Trucs De Nana
01.12.2003, 30 ans… et toujours vierge, Psychologies

Undatiert:
30 ans et toujours vierge : ne pas dramatiser, Orange
Être vierge : passé l’âge toléré, parler d’amour
Homme et virginité tardive: témoignage, parler d’amour
20 ans passés… et toujours vierge !, Cosmopolitan
Virginité tardive : quelles sont les vraies raisons ?, Marie Claire
Tabou, la virginité?, La Presse.ca
Virginité et premières relations sexuelles, 5plus

italienischsprachig
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11.02.2015, Com’è essere vergini a venticinque anni, Huffington Post

spanischsprachig
29.07.2015, Lo que aprendí siendo virgen a los 25, Vice
08.06.2015, 1 de cada 4 japoneses continúa virgen a los 30 años, Cáscara amarga
04.11.2010, Virgen a los veintitantos, Fucsia
19.08.2003, Tres de cada cien mujeres son vírgenes entre los 30 y 39 años, emol

Normalo-Sprüche: Sei einfach du selbst!

Normalo-Sprüche

Ja, ich weiß, woher ich stamme,
Ungesättigt gleich der Flamme
Glühe und verzehr’ ich mich.
Licht wird alles was ich fasse,
Kohle alles, was ich lasse,
Flamme bin ich sicherlich.

Friedrich Nietzsche

Was bedeutet „man selbst sein“? Wörtlich genommen ist diese Forderung inhaltsleer. Man kann überhaupt nicht nicht man selbst sein. Für jedes x gilt immer x=x. (Identitätsaxiom) Im übertragenen Sinne ist damit gemeint, dass man seine Vorlieben, Wünsche und Sehnsüchte weder vor sich selbst noch vor seinen Mitmenschen versteckt. Jedenfalls nicht übermäßig*. Dass man sein Verhalten mehr nach den eigenen Maßstäben als an der Erwünschtheit bei anderen ausrichtet. Dass man bereit ist, innere und äußere Widerstände zu überwinden, um seine Ziele zu erreichen. Der Fachbegriff für „man selbst sein“ ist Authentizität. Der Weg dorthin besteht aus Selbstfindung (erkennen, was man will) und Selbstverwirklichung (realisieren, was man will).

Gnothi Seauton

Der Ratschlag „Sei du selbst“ ist für sich genommen ziemlich unpräzise und lässt einen großen Interpretationsspielraum zu. Diesen Spielraum werde ich nutzen, um zu einer möglichst umfassenden Zustimmung mit diesem Ratschlag zu gelangen. Daraus folgt jedoch auch eine Warnung an dich: Du solltest dich nie zu dogmatisch auf das Sei-du-selbst-Mantra beziehen und im Zweifel lieber das tun, was funktioniert, als das, was vermeintlich authentischer ist. Einige der verbreitetsten Missverständnisse, die sich aus der Gummi-Regel „Sei einfach du selbst“ ergeben, werde ich hier besprechen:

Keep It Real

  1. a) Wir sind von Natur aus „wir selbst“ und wer unauthentisch ist, hat sich aktiv verstellt.
    b) Man selbst werden ist einfach.
    Korrektiv: Werde, der du bist! (Pindar)
    Die wenigsten ABs versuchen aktiv, sich zu verstellen, um eine Frau zu beeindrucken. Gefälschte Rolex, Urlaubserlebnisse aus Ländern, die man in Wirklichkeit nur aus dem Fernsehen kennt und erbärmliche Versuche, das Verhalten vermeintlich cooler Konkurrenten nachzuahmen sind typisch für Männer, die zwar durchwachsene Ergebnisse haben, aber immerhin Ergebnisse. Ein Zustand, von dem ABs nur träumen können.
    Wenn ABs sich verstellen, dann passiert das in der Regel unbewusst und/oder in voller Überzeugung, gerade durch dieses Verhalten ganz sie selbst zu sein. Z.B. indem sie noch weniger unter Leute gehen in der Meinung, so ihr wahres Wesen auszuleben.
    Socially Akward Misfit
  2. Und der Ratschlag „Sei du selbst!“ bestärkt sie nur in ihrem Tun und macht somit alles nur noch schlimmer. Übrigens sind die wenigsten Menschen authentisch, wenn sie einfach tun, wonach ihnen gerade ist, ohne sich große Gedanken zu machen. (In sofern ist das „einfach“ in dem Spruch besonders unangebracht.) Es bedarf enormer Anstrengungen, um zu werden, wer man ist. Und wem es gelingt, wirklich er selbst zu sein, der wird mit den hübschesten Frauen, unermesslichem Erfolg und ewigem Ruhm belohnt.
    Warum aber ist das so? Warum sind die Menschen im ungecoachten Zustand nicht „sie selbst“? Warum ist es so verdammt hart, zu dem zu werden, was man eigentlich schon immer ist? Ich glaube nicht, dass die Menschen von Geburt an unauthentisch sind. Vielmehr meine ich, dass wir durch die vielen Verletzungen, die wir im Laufe des Lebens erfahren haben, gewisse Selbstschutzmechanismen aktivieren, die unser wahres Ich vor Angriffen verbergen.
    In der Orthopädie gibt es den Begriff der Schonhaltung, der eine Fehlstellung des Körpers bezeichnet, die angenommen wird, wenn die normale, gesunde Haltung Schmerzen verursacht. Diese unnatürliche Körperhaltung kann zu weiteren Verspannungen, Schmerzen und damit zu noch mehr Schonung führen. Ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist („Dekonditionierungssyndrom“). Oft bleibt die Schonhaltung bestehen, selbst wenn die schmerzhafte Ursache dafür schon lange abgeklungen ist. Menschen, die Probleme mit dem „sie selbst sein“ haben, haben meist eine „psychische Schonhaltung“ angenommen. Wer jahrelang gemobbt wurde, bei wem jede Eigenschaft seiner Person dem Gespött der Gruppe ausgesetzt wurde, für den wird es irgendwann zur Überlebensstrategie, das eigene Ich zu verbergen, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. (Dieser Sachverhalt liefert übrigens eine Kausalität zur starken Korrelation zwischen AB-tum und Mobbing-Erfahrung.) Und genau wie man die physische Schonhaltung nicht heilen kann, in dem man dem Patienten sagt, „Lauf doch einfach normal!“, kann man die psychische Schonhaltung nicht durch ein „Sei einfach du selbst!“ kurieren. Dazu ist jahrelange Arbeit und ein graduelles Abgewöhnen der falschen Verhaltensmuster erforderlich. Ferner ist neben einem Abbau von „falschen“ Selbstschutzstrategien ein Aufbau von „richtigen“ Verteidigungstechniken erforderlich, wie es im Pick-up gelehrt wird. (Agree & Amplify, Cocky & Funny, Amused Mastery, …) Bildlich gesprochen geht es darum, die „Maske“ durch den „Schild“ zu ersetzen. Sich vor Angriffen nicht zu verstecken, sondern sie aktiv abzuwehren. Es bringt nämlich nichts, nur die Masken abzulegen und wie ein Opferlamm alles über sich ergehen zu lassen.

  3. Seelenstriptease ist verführerisch
    Korrektiv: Zeig dich von deiner besten Seite
    Viele ABs glauben, mit „Sei du selbst“ sei ein emotionales Auskotzen vor der potentiellen Partnerin gemeint. Sie stellen sich einer Frau z.B. so vor:

    Ich arbeite im Niedriglohnsektor. Ich habe keine Freunde, deshalb verbringe ich viel Zeit vor dem Fernseher und dem PC. Ich bin seit zehn Jahren wegen meiner Depressionen in Therapie. Ich hatte noch nie eine Freundin und glaube auch nicht wirklich, dass ich je eine haben werde. Aber wie sagt man so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Diese brutalst-mögliche Ehrlichkeit ist nichts, was dich einer Frau näher bringt. Frauen wollen Spaß haben, eine beschwingte, fröhliche Zeit mit dir verbringen. Nicht beim Blick in deine seelischen Abründe erschaudern. „Du selbst sein“ heißt, zu deinen Leidenschaften zu stehen. Du sollst der Frau zeigen, wofür du brennst. Nicht worunter du leidest. Deine Probleme löst du bitte selbst. (Oder holst dir Unterstützung von jemandem, der nicht als Sexualpartner in Frage kommt.)

  4. Selbstfindung ist im Alleingang möglich**
    Korrektiv: Feedback ist der Schlüssel zum Selbst
    Früher dachte ich, man könne am besten zu sich selbst finden, wenn man sich von allen störenden Einflüssen von außen abschirmt und sich alleine ganz auf sich selbst besinnt. Das ist jedoch nicht der Fall. Solch ein Vorgehen führt oft zu ganz grotesken Ergebnissen und macht den Menschen zu einem seltsamen Kautz, mit dem keiner etwas zu tun haben möchte.
    Du kannst nicht durch Introspektion im stillen Kämmerlein „du selbst“ werden. Das geht prinzipiell nur im Dialog mit möglichst vielen Menschen. Wie ein Rohdiamant, der erst durch das Schleifen zu einem funkelnden Brillanten wird, so kann auch das Selbst nur durch jahrzehntelange Reibung an anderen Menschen, die dich loben oder kritisieren, bewundern oder verspotten, zu einem wahren Selbst reifen.
    Wir brauchen das Feedback von anderen, um Dinge zu sehen, die wir selbst nicht bemerkt haben. Das heißt natürlich nicht, dass wir nur noch tun, was andere von uns erwarten. Sondern dass wir Kritik ernst nehmen. Uns danach richten, wenn sie uns überzeugt hat. Und dagegenhalten, wenn nicht.
  5. Jedes Selbst ist gleich gut
    Korrektiv: Schrei dein Ich in die Welt.

    Tobias und Bastian sind ehemalige Schulfreunde, die sich bei einem Klassentreffen nach langer Zeit wiedersehen. Tobias erzählt:

    Bis vor drei Jahren hatte ich einen langweiligen Büro-Job. Ich war sehr unzufrieden damit, habe gekündigt und bin Animateur auf Mallorca geworden. Ich bin ja so glücklich, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Endlich kann ich tun, was mir wirklich Spaß macht. Und was das Beste ist: Es kommt bei den Mädels an. Jedes Wochenende hab ich eine andere Achtzehnjährige bei mir auf dem Zimmer. Wenn ich dir einen Rat geben kann, dann ist es: Sei du selbst! Scheiß auf alle Konventionen und mach, was du wirkich willst.

    Nach 3 Jahren sehen sie sich wieder, und Bastian berichtet:

    Ich habe deinen Rat zu Herzen genommen. Mit meinem Job in der IT bin ich sehr glücklich, den würde ich niemals aufgeben. Aber privat habe ich einiges geändert. Ich habe mein Fitnessstudio gekündigt und meinen Kumpels gesagt, dass ich nicht mehr mit ins Stadion gehe, weil Fußball mich eigentlich noch nie so richtig interessiert hat. Statt dessen habe ich eine Modellbahnanlage gebaut, an einer Open-Source-Software gearbeitet, Klingonisch gelernt und eine Geheimsprache entwickelt, die außer mir niemand versteht. Einerseits bin ich sehr glücklich, dass endlich meinen wahren Leidenschaften nachgehen kann. Andererseits macht mir die zunehmende Vereinsamung zu schaffen. Ich merke, dass ich immer weltfremder werde, und die wenigen Menschen, die ich noch treffe, mich auch dementsprechend behandeln. Das Thema Frauen sieht bei mir übrigens ganz schlecht aus.

    Auch wenn die Gerechte-Welt-Gläubigen noch so vehement das Gegenteil behaupten – in der Realität sind nicht alle Menschen gleich attraktiv, weder vom Aussehen, noch vom Charakter her. Extrovertierte sind attraktiver als Introvertierte. Gesprächige sind attraktiver als Schweigsame. Teamplayer sind attraktiver als Einzelgänger. Vorlaute sind attraktiver als Schüchterne. Resiliente sind attraktiver als Verletzliche. Dominante sind attraktiver als Submissive. Männliche Männer sind attraktiver als unmännliche. Neurotypische Männer sind attraktiver als Autisten. Tänzer sind attraktiver als Briefmarkensammler. Fussballspieler sind attraktiver als Schachspieler. Wenn deine Persönlichkeit eher auf der unattraktiven Seite des Spektrums liegt, bringt es nichts, diese abstoßenden Merkmale weiter zu kultivieren und zu glauben, dadurch mehr „du selbst“ geworden zu sein. Dann musst du versuchen, die jeweils andere Seite in dir zu entdecken. Viel Neues ausprobieren. Dich möglichst oft konträr zu deiner Persönlichkeit bewegen, immer auf der Suche nach Verhaltensweisen, die sowohl Authentisch als auch Attraktiv wirken. Insbesondere die Merkmale

    • Geselligkeit
    • Dominanz
    • Männlichkeit

    solltest du in keinem Fall zugunsten einer vermeintlichen Authentizität schwächen. Denn keine Frau steht auf unmännliche, submissive Eigenbrötler – egal wie authentisch sie damit sein mögen.
    Dem Leser, der durch derartige Ratschläge abgeschreckt wurde, sei erwähnt, dass rückblickend viele dies als den Weg zu ihrem wahren Selbst betrachten.

  6. Unser wahres Selbst liegt im Zentrum der Komfortzone.
    Korrektiv: Sei die beste Version von dir
    My mom said follow your dreams, so I went back to bed.
    Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass unsere wahren Vorlieben die sind, die uns möglichst angenehm erscheinen. Tatsächlich sind es jedoch die, die gewisse Dissonanzen erzeugen. An denen wir uns reiben können. Unser wahres Selbst liegt nicht im Zentrum der Komfortzone, aber auch nicht an ihrem Gegenpol. Sondern vielmehr am äußersten Rand des Erträglichen. Und es ist unsere Aufgabe, dieses Komfortzonenrandgebiet immer wieder von Neuem zu erkunden und auszuloten und die Grenze des Erträglichen immer wieder neu auszuhandeln.
    Wenn du z.B. morgens vom Wecker aus dem Schlaf gerissen wirst, mag es dir am angenehmsten erscheinen, einfach liegen zu bleiben, und im Laufe des Tages nichts anderes zu tun als dich von Fast Food zu ernähren und dich mit Unterhaltungselektronik zu beschäftigen. Jedenfalls nicht der gesellschaftlichen Konvention des „Arbeiten gehens“ zu folgen. Doch auch wenn du es in dem Moment nicht so siehst: Dieser Lebensstil ist nicht dein wahres Selbst. Es ist nichts, was dich langfristig glücklich macht.
    Anderes Beispiel: Wenn du in einem seriösen Anzugträgerunternehmen arbeitest, kannst du auch nicht einfach mit Flip-Flops und Hawaii-Hemd zum Dienst erscheinen. (Auch wenn das viel mehr deinem wahren Charakter entspräche.) Damit zeigst du keinen Mut zur Authentizität, sondern lediglich Abwesenheit jeglicher Sozialkompetenz. Du solltest aber auch nicht 30 Jahre lang die gleiche, langweilige Hemd-Anzug-Krawatte-Kombination tragen. Damit würdest du gar nichts von deinem Selbst preisgeben, und es dir in deiner Komfortzone bequem machen. Statt dessen könntest du z.B. versuchen, mit auffälligen Manschettenknöpfen, einer schicken Weste oder extravaganten Schuhen Akzente zu setzen, ohne gleich den kompletten Rahmen zu sprengen. Wenn du dir dann noch einen Bart stehen lässt und eine Glatze rasierst, wirst du dich nicht mehr beschweren müssen, von Kolleginnen nicht beachtet zu werden. Auch mit diesen kleinen Dingen kannst du schnell an die Grenzen deiner Komfortzone kommen. Und genau das ist es, was dich authentisch und interessant wirken lässt.

  7. Authentizität ist immer attraktiv
    Korrektiv: Es gibt nichts langweiligeres als dich selbst „im technischen Sinne“.
    Wenn das wahr wäre, wären Schauspieler die unattraktivsten Menschen der Welt. Und der Kölner Karneval wäre einer der keuschesten Orte der Erde. Denn dort ist keiner er selbst: Der Bäcker hat sich als Metzger verkleidet, der Polizist gibt sich als Sträfling aus, etc. Tatsächlich sind jedoch gerade verkleidete Männer für Frauen besonders interessant. Ob beim Karneval, auf einer Motto-Party oder einfach so – wer sich auffällig kostümiert, steigert seine Erfolgschancen („peacocking“). Neben der textilen Verstellung gibt es ein ähnliches, aber noch wirksameres Verführungsinstrument: Die Verstellung mit Worten. Wenn du einer Frau ehrlich erzählst, was du beruflich wirklich machst, ist sie spätestens nach dem dritten Wort eingeschlafen. Wenn du dich hingegen als Prinz aus Zamunda ausgibst, wird sie an deinen Lippen kleben. Lodovico Satana ist ein Meister dieser Technik. Seine vielen Beispiele können dir eine Inspirationsquelle sein. (Lies als Einstieg z.B. mal den Atomwaffenkontrolleur.)
    Die Trennlinie zwischen guter und schlechter Unauthentizität ist durch deine Intention gegeben. Wenn du dich mit dem Ziel verstellst, dass dir deine Rolle ernsthaft abgenommen wird, führt das ins definitive Aus, sobald der leiseste Verdacht auf Unaufrichtigkeit aufkommt. Wenn du dich hingegen verstellst, um zu unterhalten, um statt dröge Fakten auszutauschen eine anregende Konversation zu führen, dann katapultiert dich diese Unauthentizität in eine ganz andere Attraktivitätsliga. Ich kann dir nur raten: Verstell dich, so oft du kannst! Treib deinen Spaß mit ihr! Gib keine ehrlichen Antworten, wenn sie dich etwas fragt! (Es sei denn, es ist „Nein“.) Verabschiede dich von der männlichen Fakten-Realität und begib dich in die Phantasiewelt der Rollenspiele, der Uneindeutigkeiten, der fiktionalen Geschichten mit Spannungsbogen.
  8. „Sei du selbst“ heißt, es ist okay, die Fassung zu verlieren.
    Korrektiv: Du bist nicht deine Angst, Wut, Scham, Verzweiflung oder Needyness.
    Viele Authentizitäts-Gurus lehren, man solle seine Gefühle zeigen, egal wie es einem gerade geht. Als Kind und Jugendlicher habe ich das oft gemacht. Wenn ich von anderen gehänselt oder geschlagen wurde, habe ich oft angefangen, zu weinen. Das war nicht gut. Die Angreifer haben sich vielfach gerade dadurch ermutigt gefühlt, dann noch mal zuzuschlagen. In jedem Fall war es mit einem enormen Statusverlust verbunden. Das gleiche gilt beim Flirten: Wenn eine Frau dich shittestet, kannst du nicht einfach anfangen, zu heulen, oder dich in einem Tobsuchtsanfall über ihre Unverschämtheit aufregen. Sie macht diese Tests ja gerade um herauszufinden, ob du beim ersten Widerstand aus der Rolle fällst, oder ob du souverän bleibst und deinen „Frame“ behältst. Denn letztlich bist du nicht authentisch, wenn du als willenloses Opfer deiner Gefühlswallungen operierst. Du bist nicht du selbst, wenn du dich von deinen Gefühlen beherrschen lässt, sondern nur, wenn du deine Gefühle beherrschst.

    Wer stets so ist, wie er eben ist, muss scheitern – denn er ist allzu authentisch.

    Stefan Wachtel

    Peer Steinbrück
    Authentizität war ja Peer Steinbrücks zentrales Mantra im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013. Darunter verstand er unter anderem das schonungslose Zeigen von Emotionen. Alles was er gerade fühlte, musste ungefiltert raus. Ob Stinkefinger, Tränen, Beleidigungen anderer Staaten und deren Politiker – Steinbrück hat uns wirklich nichts erspart. Allein der Wähler hat es ihm nicht gedankt. Genau genommen waren es die Wählerinnen, die ihm seine Authentizität übel genommen haben. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ein etwas staatsmännischerer Umgang mit der eigenen Emotionalität sich bei den Mädels gar nicht so schlecht gemacht hätte. Etwas weniger Theatralik, dafür mehr Professionalität und echte Leidenschaft für die Sache sind es, womit man Frauenherzen gewinnt – egal ob auf dem Weg zum Kanzleramt oder zum ONS.

    Eine Boulevardzeitung fragte: „Ist die Authentizität Steinbrücks Pfund?“ Falsch. Es war sein Sargnagel.

    Stefan Wachtel

  9. Pick-up und „man selbst sein“ sind Gegensätze
    Korrektiv: Pick-up weist dir den Weg zu deinem wahren Selbst.
    Pick-up hilft dir die Ängste zu überwinden, die dich davon abhalten, der zu sein, der du wirklich bist. Es ist die Therapie für deine psychische Schonhaltung. Ein Alpha ist im Wesentlichen nichts anderes als ein authentischer Mann.
  10. „Sei du selbst“ ist inhaltsloses Gelaber aus der Esoterik-Ecke
    Wenn du Leute fragst, was mit „man selbst sein“ eigentlich gemeint ist, kann es passieren, dass sie dich mit einem Schwall an Buzzword-Geblubber überschütten, ohne auch nur irgendwas zu erklären. So in etwa:

    Das heißt, du sollst dein wahres Ich zeigen, einfach DU sein, authentisch, geradlinig, echt. Ein Mensch mit Ecken und Kanten. Dich nicht hinter einer Maske verstecken. Dich nicht verbiegen lassen. Keine Rolle spielen.

    Wenn du nach so einem Vortrag noch verwirrter bist als zuvor, möchte ich dir sagen, dass Authentizität eigentlich etwas sehr konkretes ist, das man leicht in unmissverständliche Handlungsanweisungen übersetzen kann. Beispiel gefällig? Wenn du das nächste mal „Ist mir egal, was wir als nächstes machen. Ich richte mich da ganz nach dir.“ sagen willst, kannst du das durch ein „Ich würde jetzt total gerne in die Kneipe X gehen, die machen da so leckere Y!“ ersetzen. Und schon bist du ein ganzes Stück authentischer.

Bei aller Liebe zur Authentizität sollte man jedoch auch nicht vergessen, dass der Sei-du-selbst-Spruch ein beliebtes Mittel ist, um den Ratgebenden in die Position des allwissenden Beraters und den Ratsuchenden in die Position des Beratungsresistenten, der selbst schuld an seinem Schicksal ist, zu befördern. Den die behauptete Wirksamkeit ist kaum falsifizierbar. Wer jemandem rät, mehr Sport zu machen, auf Partys zu gehen oder Frauen anzusprechen, muss mit der Entgegnung rechnen, man befolge den Rat schon seit Jahren, jedoch ohne Erfolg. Wer zu mehr Authentizität rät, kann jede Entgegnung mit dem Argument, man sei eben nicht wirklich authentisch gewesen, abschmettern.

 

* Es gibt auch ein zu viel an Offenheit. Wer z.B. direkt nach dem Ansprechen seine bevorzugten Sexualpraktiken durchdekliniert, wirkt nicht authentisch, sondern creepy. Genauso ist es vollkommen akzeptabel, sich verschiedenen Personen (z.B. seinem Vorgesetzten und seiner Mutter) gegenüber unterschiedlich zu verhalten. Mann sollte sich nur nicht so sehr verstellen, dass es einem unangenehm wird, wenn z.B. bei einem Gespräch mit dem Chef unerwartet die Mutter hinzu stößt.
** Der Gedanke geht auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel zurück. Er schreib im Kapitel „Herrschaft und Knechtschaft“ seiner Phänomenologie des Geistes:

Das Selbstbewußtsein ist an und für sich, indem und dadurch daß es für ein Anderes an und für sich ist; d.h. es ist nur als ein Anerkanntes.

Etwas verständlicher formuliert es der Philosoph Georg W. Bertram:

Wir entwickeln unser Ich in Reaktion auf Erfahrungen, die wir machen, auch negative Erfahrungen. Wenn ich keine Reaktion von anderen habe, kann ich stehen, wofür auch immer ich will: Das Ich bleibt leer.


Siehe auch:
Coming Out als AB
Der Koitus-Euphemismus
Der Fels und die Brandung
Rezensionen: Der perfekte Eroberer, Models

Zitat von „Betruger“ aus „Gastbeitrag: Eine (bittere?) Wahrheit“:

-> „sei einfach [nur] Du selbst“ (sagen oft: vergebene Frauen, Ratgeber)
Bei so einer Aussage mischt sich bei einem MAB besondere Bitterkeit hinzu, denn man war sein bisheriges Leben immer man selbst. Wenn man also ‚einfach sich selbst‘ bleibt, dann führt das nach dem Erfahrungswert logischerweise zu absolut garnichts! Gemeint sein kann bei diesem ‚guten Rat‘ beispielsweise, dass man nicht ’needy‘ rüberkommt oder sich zwanghaft verstellt, so dass es ganz offensichtlich auffällt (z.B. die Körpersprache nicht zur verbalen Sprache passt). ABER: um als AB erfolgreicher zu werden wird man zumindest seine Verhaltensweisen und manche Einstellungen ändern MÜSSEN – das bedeutet bis zu einem gewissen Grad tatsächlich ‚verstellen‘ – bis das irgendwann in Fleisch und Blut übergeht.

Weblinks:
Sei Du selbst, Zu sich selber finden; wikiHow (de)
How to Be Yourself, How to Find Yourself; wikiHow (en)
Authentizität, Selbstfindung, Selbstverwirklichung; Wikipedia (de)
Authenticity, True self and false self, Persona, Self-knowledge, Self-actualization, Psychology of self; Wikipedia (en)
Authenticity, PUA lingo

What It Means to Just Be Yourself and 3 Ways to Do It, Tiny Buddha
10 Wege, wie Du wirklich Du selbst sein kannst (Du wirst Dich dafür lieben), myMONK
Wann bist Du die beste Version von Dir?, HappyIch
Authentisch sein – eine Anleitung, Stephan Wiessler
Authentizität oder wie du einfach du selbst sein kannst, MalMini
Authentizität – Ich bin ich. Und sonst gar nichts., Digital Media Women

5 Reasons ‘Just Be Yourself’ Is Terrible Dating Advice, The Huffington Post
First Dates: Just Be Yourself?, The Soulmates Blog
Sei nicht authentisch: Warum Sie besser nicht so sind wie Sie sind, Svenja Hofert HR- und Karriereblog
How exactly is „just be yourself“ supposed to be good dating advice?, Quora
Sei einfach du selbst, im gegenteil
Sei bitte nicht du selbst, NEON

Authentizität und Pickup: Sei das beste Selbst, das du sein kannst, Alles Evolution
Gastbeitrag: Die wichtigsten Eigenschaften beim Verführen von Frauen sind Authentizität und männliche Polarität, Alles Evolution

„Sei einfach du selbst“ der unbrauchbarste Tipp für einen Einsteiger!, Pick Up Tipps
Sei Du Selbst ! -> was versteht IHR darunter ? (UMFRAGE), AB-Treff
Sei, wie Du bist und Du wirst ehrlich sein und…, AB-Treff
What normies says vs what they mean, FA Reddit
„Just be yourself“, FA Reddit
Just be yourself, FA Reddit

Videos:
Die größte Selbstverarschung: Sei einfach du selbst!
The art of being yourself | Caroline McHugh | TEDxMiltonKeynesWomen
The Power of Authenticity: Mike Robbins at TEDxGreenbrookSchool
authenticity | joe gerstandt
Will Smith on Being Your Authentic Self
The Search for Authenticity – The Agenda with Steve Paikin
Get Into The Ultimate State: The State of Authenticity – John Keegan
Der Mythos Authentizität – Rainer Niermeyer
Sei einfach du selbst… toller Ratschlag. ABER WIE??

Musik:
Frank Sinatra – My Way
Gloria Gaynor – I am What I am
Die Ärzte – Lied vom Scheitern
Dream Theater – As I Am
Lady Gaga – Born This Way
Supertramp – The Logical Song

Die Ansprüche der Männer

Eine Replik auf meinen Post „Die Ansprüche der Frauen“.

Natürlich haben auch Männer Ansprüche. Natürlich gibt es auch Frauen, die an diesen Ansprüchen scheitern und deshalb alleine bleiben. Natürlich gibt es auch Männer, die überzogene Ansprüche haben und deshalb alleine bleiben. Aber zwei Dinge sind bei den beiden Geschlechtern doch unterschiedlich:

  1. Frauen sind im Mittel anspruchsvoller. Dies ist eine direkte Folge aus Robert Trivers Theorie des Elternaufwands („Parental Investment“).
  2. Männliche Ansprüche sind keine Shittests. Wenn ein Mann etwas will, dann will er es. Wenn er es bekommt, freut er sich. Und startet keinen Betaisierungsprozess.

Natürlich darf man Frauen ihre höheren Ansprüche nicht zum Vorwurf machen. Sie folgen genau wie wir Männer ihrem genetisch vorgegebenen Programm. Und überhaupt kann ja wohl jeder fordern, was er will. Ich sehe da nichts Verwerfliches. Am Ende entscheidet der Markt, inwiefern das realisierbar ist.

Und wie sehen die männlichen Ansprüche konkret aus?

  1. Optische Attraktivität
    Klassische Attraktivitätsmerkmale: Große Brüste, flacher Bauch, knackiger Po, lange Beine, volle Lippen, hohe Wangenknochen, große Augen, glatte Haut, lange Haare, …
  2. Libido
    Sie sollte gerne Sex haben. Die schönste Frau ist wertlos, wenn sie nicht mit einem schläft.
  3. Verträglichkeit
    Sie sollte nett sein. Kein Drama, keine Vorwürfe, keine Drohungen, keine Gewalt.
  4. Verfügbarkeit
    Sie sollte an mir interessiert sein, und nicht an anderen Männern. Wenn die Frau eine potentielle zukünftige Partnerin ist, dann sollte sie keine allzu turbulente Vergangenheit haben, jedoch an mir sehr schnell Interesse zeigen. Wenn sie meine Partnerin ist, dann sollte sie nicht fremdgehen und am besten auch nicht fremd flirten, jedoch in meinem Bett stets wild und unersättlich bleiben.

Im Gegensatz zu Frauen sind Männern die Faktoren Einkommen, Status, Vertrauen, Kongruenz, Individualität, Humor, und Stil weniger wichtig.

Die vier oben genannten Punkte finden sich auch im Pick-up wieder:
Punkt 1 wird über die „10er-Skala“ kodiert, Punkt 2 über die Klassifikation HD/LD (high drive/low drive), Punkt 3 über die Klassifikation HSE/LSE (high self esteem/low self esteem). Punkt 4 ist etwas, was es zu überwinden gilt. Angst vor Zurückweisung, Ergebnisabhängigkeit und Eifersucht sind schädlich für den Verführungserfolg.


Siehe auch:
Die Ansprüche der Frauen

Weblinks:
Der weibliche PUA „Thundercat“ bringt es auf den Punkt:

seh gut aus und GEH IHM NICHT AUF DEN SACK, wenn du dazu nicht ganz hohl in der birne bist und gut im bett, fertig. [Link]

(Punkt 1-3 der obigen 4 Punkte)

Der Psychologe Wolfgang Krüger äußert sich in der Welt:

„Wenn man die Bedürfnisse von Männern überspitzt auf den Punkt bringt“, so der Psychologe, „dann kann man sagen: Sie wollen ein Minimum an Anerkennung, Versorgung und Erotik. Und: Sie wollen in Ruhe gelassen werden.“ Frauen seien da wesentlich anspruchsvoller. [Link]

Evolutionäre Thesen zur Partnerwahl aus “Evolution of Desire” von David Buss, Alles Evolution
Beziehungstipps für Frauen, Alles Evolution
Partnerwahl: Männer haben überzogene Ansprüche an ihre Partnerin, Frauenzimmer
Was Männer wollen – Keine hohen Ansprüche, Glamour
Männer wollen Schönheit, Frauen suchen Sicherheit, RP Online
Frauen sind bei der Partnersuche wählerischer als Männer, ElitePartner
Frau sucht aus, Süddeutsche Zeitung
Partnerwahl, Spektrum.de
Wer will wen, Focus
Das Märchen vom „Charakter“ zieht nicht mehr: Es kommt doch aufs Aussehen an!, klatsch-tratsch

Ihr Männer seid doch selbst schuld, AB-Treff
Wie weit habt ihr eure Ansprüche reduziert ?, AB-Treff
Zu hohe Ansprüche oder die falschen, AB-Treff

Die Ansprüche der Frauen

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die Ansprüche der Frauen. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher

Eine (insbesondere von Beta-Männern) häufig zu hörende Klage ist, dass die Ansprüche von Frauen „zu hoch“ seien. Der folgende (nicht ohne Grund häufig zitierte) Text drückt ganz gut aus, wie viele Männer sich diesbezüglich fühlen:

Eine FRAU glücklich zu machen ist ganz einfach!

Man muss nur ein…

1. Freund
2. Partner
3. Liebhaber
4. Bruder
5. Vater
6. Lehrer
7. Erzieher
8. Koch
9. Mechaniker
10. Monteur
11. Architekt
12. Stylist
13. Elektriker
14. Klempner
15. Gynäkologe
16. Psychologe / Psychiater
17. Therapeut
18. Lebensberater

sein und dabei muss man(n) gleichzeitig…

19. zuvorkommend
20. sympathisch
21. durchtrainiert
22. liebevoll
23. aufmerksam
24. gentlemanlike
25. intelligent
26. einfallsreich
27. kreativ
28. einfühlsam
29. stark
30. verständnisvoll
31. tolerant
32. bescheiden
33. ehrgeizig
34. fähig
35. mutig
36. entschieden
37. vertrauensvoll
38. respektvoll
39. hingebungsvoll
40. leidenschaftlich
41. und vor allem zahlungsfähig sein!

Gleichzeitig sollte man darauf achten, dass

a) man nicht eifersüchtig ist, aber dennoch nicht uninteressiert.
b) man sich mit seiner Familie gut versteht, ihr aber nicht mehr Zeit widmet als der Frau.
c) man ihr Raum lässt, sich aber besorgt zeigt, wo sie war und was sie gemacht hat.

Einen MANN glücklich zu machen ist bei weitem nicht so leicht!!

Der Mann braucht:

1. SEX
2. ESSEN

Die meisten Frauen sind mit diesen vielfältigen Bedürfnissen natürlich TOTAL überfordert.

Was lernen wir daraus?

Ein harmonisches Zusammenleben ist gar nicht so schwer – würden wir Männer ENDLICH erkennen, dass wir unsere hohen Ansprüche ein klein wenig zurückschrauben müssen! 😉

[Link]

Im Einzelnen kann man da sicher den einen oder anderen Punkt kritisieren, aber insgesamt scheint der Autor doch einen Nerv getroffen zu haben, sonst hätte der Text sich nicht so weit verbreitet.

Ansprüche sind Shittests
Ich muss hier mal mit einem grundsätzlichem Missverständnis aufräumen: Weibliche Ansprüche sind nicht dazu da, um erfüllt zu werden. Sie sind Tests, um herauszufinden, ob du Manns genug bist, ihre Forderungen zurückzuweisen. Die Frau will wissen, ob du jemand bist, der alles mit sich machen lässt, oder ob du ein Mann bist, der weiß, wo seine Grenzen sind und der sich nicht alles gefallen lässt.

Kognitiv ist dieser Sachverhalt nicht schwer zu verstehen, aber die Umsetzung ist alles andere als einfach. Wir Männer sind eben darauf programmiert, Frauen glücklich machen zu wollen – was häufig zu einem Frauen-alles-recht-machen-wollen ausartet. Frauen hingegen suchen naturgemäß den Konflikt, das Drama und den Mann, der sie dann wieder in ihre Schranken weist.

Wenn du Frauen fragst*, was ein potentieller Partner denn so an Minimalkriterien erfüllen sollte, um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen, wird sie dir in der Regel eine lange Liste von Anforderungen vorlegen, die kaum ein Mann erfüllen kann – insbesondere du nicht. Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit meinem damaligen OdB, in dem sie mir genau erklärte, was ein Mann ihr alles bieten müsste. Allesamt Ansprüche, die ich höchstens rudimentär erfüllen konnte. Und ein paar Monate später kam sie dann mit einem Freund daher, der noch viel weiter von dem beschriebenen Idealparter abwich, als ich. Sehr verunsichert haben mich auch immer Ansprüche, die von praktisch allen Frauen kommen. Beispielsweise erwarten schätzungsweise 99% der Frauen von einem Partner, dass er tierlieb ist. Da hat ein Tierfeind wie ich also schon allein deshalb ganz schlechte Karten?! Lass dich durch solche Ansprüche nicht einschüchtern! Nur äußerst selten sagt eine Frau, was für einen Partner sie wirklich will.
Qualities we NEED in our S.O.

Liste der Ansprüche von eher unattraktiven Frauen.

Es gibt nur einen wirklichen Anspruch
Die meisten Forderungen der Frauen sind Shittests. Das heißt jedoch nicht, dass du nichts tun musst, um eine Frau zu verführen und zu behalten. Ganz im Gegenteil. Als typischer AB musst du einen enormen Aufwand betreiben, um für überhaupt eine Frau in Frage zu kommen. Du musst nur nicht das tun, was sie explizit von dir verlangt.

Alle Kriterien, die sich auf Interessen, Hobbys, Einstellung und Werte beziehen sind für den Flirterfolg eigentlich komplett egal**. Alles, was mit Aussehen, Geld und Status zu tun hat („LMS“) ist zwar relevant, jedoch nur von nachrangiger Bedeutung. Worauf es jedoch wirklich ankommt, ist nur die eine Frage: Bist du ein Alpha? Wer Frauen führt und verführt, sie neckt und ihre Shittests kontert und dabei Selbstbewusstsein und Lebensfreude ausstrahlt, kann viele attraktive Frauen erobern. Wer in dieser Disziplin komplett versagt, kann das weder mit LMS noch mit sonstigen Vorzügen wett machen.

Erfüllbare und unerfüllbare Ansprüche
Ich unterscheide hier zwischen erfüllbaren Ansprüchen, die durch ein Eingehen auf die Forderung befriedigt werden können, und unerfüllbaren Ansprüchen, bei denen jedes Eingehen nur noch strengere Zusatzforderungen auslöst.

Die meisten Anforderungen, die an uns gestellt werden, sind prinzipiell erfüllbar und führen nicht automatisch zu weiteren umfassenderen Anforderungen. Bei Prüfungen (z.B. in der Schule oder an der Uni) genügt es, den vorher vereinbarten Lehrstoff zu beherrschen. Steht man vor Gericht, dann kann man mit einem Freispruch rechnen, sofern man sich an alle geltenden Gesetze gehalten hat. Möchte man in einem Geschäft ein Produkt erwerben, so genügt es, den ausgezeichneten Preis zu bezahlen. Noch nie habe ich erlebt, dass ein Verkäufer mir an der Kasse entgegnet hat „Ich will aber mehr Geld! Und noch mehr Geld! Und noch viel, viel mehr Geld!!!“

Es gibt aber durchaus Situationen, in denen wir mit unerfüllbaren Ansprüchen konfrontiert werden. Beispielsweise werden häufig unerfüllbare Aufgaben in der militärischen Ausbildung gestellt:

Ich lernte, dass man sich vor dem Verlassen des Schiffes militärisch korrekt beim wachhabenden Unteroffizier abmelden musste. Das tat ich. Der Unteroffizier, ein Obermaat, musterte mich kritisch.

„Matrose Kazim, haben Sie Ihre Hose als Kopfkissen benutzt?“

Ich blickte an meiner Uniformhose herunter. Die Bügelfalte war so scharf wie eine Rasierklinge. Wo lag sein Problem?

„Gehen Sie unter Deck, und bügeln Sie Ihre Hose ordentlich!“

Ich verschwand, verwundert über diese Szene, in den Schlafraum, kramte ein Reisebügeleisen aus meinem umzugskartongroßen Metallspind, zog die Hose aus und fuhr ein paar Mal darüber. Dann rannte ich wieder an Oberdeck.

„Das soll eine Bügelfalte sein? Gehen Sie mir aus den Augen, und kommen Sie erst wieder, wenn Sie vernünftig angezogen sind!“

Jetzt war ich wütend. Ich bügelte die gebügelte Hose noch einmal.

„Matrose Kazim, wollen Sie Deutschland Schande bereiten? Oder warum kommen Sie schon wieder mit so einer knittrigen Hose zu mir?“

Genervt machte ich kehrt, ab unter Deck, aber diesmal bügelte ich nicht, sondern ließ einfach ein paar Minuten vergehen, bevor ich wieder nach oben ging.

„Na also, warum nicht gleich so? Schönen Landgang! Und benehmen Sie sich!“

[Link]

Several times a week, the instructors would line up the class and do a uniform inspection. It was exceptionally thorough.

Your hat had to be perfectly starched, your uniform immaculately pressed and your belt buckle shiny and void of any smudges.

But it seemed that no matter how much effort you put into starching your hat, or pressing your uniform or polishing your belt buckle—- it just wasn’t good enough.

The instructors would find “something” wrong.

For failing the uniform inspection, the student had to run, fully clothed into the surfzone and then, wet from head to toe, roll around on the beach until every part of your body was covered with sand.

The effect was known as a “sugar cookie.” You stayed in that uniform the rest of the day—cold, wet and sandy.

There were many a student who just couldn’t accept the fact that all their effort was in vain. That no matter how hard they tried to get the uniform right—it was unappreciated.

Those students didn’t make it through training.

Those students didn’t understand the purpose of the drill. You were never going to succeed. You were never going to have a perfect uniform.

Sometimes no matter how well you prepare or how well you perform you still end up as a sugar cookie.

It’s just the way life is sometimes.

[Link]

Solche „militärischen Shittests“ kannst du nur bestehen, wenn du dich betaisieren lässt. Da hilft dir kein frecher Spruch, kein Aufbegehren gegen die Ungerechtigkeit und kein extremer Arbeitseifer, um den Anforderungen doch noch zu genügen. Akzeptiere die Bestrafung und versuche, dich nicht zu sehr darüber zu ärgern.

In einer Beziehung mit einer Frau wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine ähnliche Situation kommen: Die Frau verlangt etwas von dir, aber so sehr du dich dabei auch anstrengst, ihren Wunsch zu erfüllen – das Ergebnis ist niemals gut genug für sie. Sie bestraft dich für dein „Versagen“ mit Gekeife und Liebesentzug, in schweren Fällen mit öffentlicher Demütigung und körperlicher Gewalt. Im Gegensatz zu den militärischen Shittests darfst du dich hier nicht betaisieren lassen, sondern musst mit dominantem Alpaverhalten reagieren, um nicht in einen Teufelskreis aus immer strengeren Anforderungen, immer größeren Anstrengungen deinerseits und immer brutaleren Bestrafungen ihrerseits zu geraten.

Sieh dir dazu mal das folgende Beispiel von „Dave from Hawaii“ an:

HER: “I’m hungry.”
ME: “What do you want to eat?”
HER: “I don’t know…”
ME: “How about McDonalds?”
HER: “I dunno.”
ME: “How about Taco bell?”
HER: {shrugs}
ME: “KFC? I know you really like the original recipe chicken dinner…”
HER: “well yeah…”
ME: “OK, great, let’s go!”
Drives to the KFC drive-thru.
ME: I’ll have the Zesty Crispy Chicken Wrap…what do you want, honey?”
HER: “I don’t want to eat here.”
ME: “What? I thought you said…”
HER: “I never said I wanted KFC.”
ME: “But…what do you want then? Whatever you want, just let me know, and we’ll go there!”
HER: “It’s too late, you’ve already ordered here.”
ME: “Fine then. So what do you want?”
HER: “Nothing, just take me home. I’ll figure out what I’m going to eat later. {Said in a grouchy tone}.
ME: “Why do you have to be like that?
HER: “Be like what? I never said I wanted KFC!”
ME: “Well what do you want then?”
HER: “Don’t worry about me already! Just get YOUR food and take me home!”
ME: “I’ve asked you how many times to tell me what you want and I’ll take you there! Why do you always have to act like this?”
HER: “Act like what? Nevermind already! It’s obvious you don’t really care about what I want…it’s only about what you want! I didn’t want KFC and yet you’re trying to make like it’s all my fault just because I don’t want to eat here! I never wanted to eat here in the first place!!!!”
ME: “$*%^(YT@#($)(#&!!!!!”

[Link]

Der Mann tut alles – wirklich alles – um den Ansprüchen seiner Frau zu genügen, und bekommt am Ende den Vorwurf, nur an sich zu denken! Das ist sehr typisch für Beziehungen zwischen LSE-Frauen und Beta-Männern. Ständig wechselnde, sich widersprechende Forderungen sind da ein beliebtes Mittel, um die Unerfüllbarkeit der Ansprüche sicherzustellen. Ein weiteres gern genutztes Instrument zur Erzeugung von Unerfüllbarkeit ist das Verlangen von Dingen, die es gar nicht gibt. Sieh dir dazu das folgende typische*** Beispiel an:

Sie: Hmmm, ich würde jetzt gerne in eine japanische Pizzeria gehen. Ich hab einen riesen Appetit auf eine japanische Pizza – belegt mit Rinderflossen und Thunfischkäse.
Er: Japanische Pizzeria? Rinderflossen? Thunfischkäse? Davon habe ich ja noch nie was gehört. Bist du dir sicher, dass …
Sie: DOCH, SOWAS GIBTS!!! Das muss hier in der Nähe sein. Ich hab es doch selbst gesehen! Mein Ex-Freund ist da immer mit mir essen gegangen. Aber du kriegst das scheinbar nicht hin?!

Wenn sie dir mit so einem Scheiß kommt, steht es nicht gut um deine Beziehung. Möglicherweise hast du dich bereits zu ihrem willfährigen Diener gemacht. Unerfüllbare Wünsche sind jetzt ihre einzige Möglichkeit, um neue Vorwürfe gegen dich zu generieren. Lerne dringend Alpha-Verhalten. Geh niemals auf solchen Schwachsinn ein. Versuche nicht, ihr zu beweisen, dass es das, wonach sie verlangt, gar nicht gibt. Trenne dich von ihr, wenn so was regelmäßig kommt.

 

* Wenn eine Frau von sich aus erzählt, warum du ihr nicht gut genug bist, so nennt man das einen Shittest. Wenn du mit deinem Gefrage nach möglichen Ansprüchen ihr eine Vorlage für solche Shittests lieferst, dann ist das ein sehr unkluger Schachzug, der nur dein geringes Selbstbewusstsein offenbart.
** Egal in dem Sinne, dass es keinen Unterschied macht, ob du A oder B sagst. Wenn du diese Fragen allerdings vermeidest oder nicht selbstbewusst genug beantwortest, ist das für dich sehr wohl ein riesiger Attraktivitätskiller.
*** Abgesehen von der konkreten Spezifikation des Restaurants habe ich das schon bei verschiedenen Frauen genau so erlebt.


Siehe auch:
Die Ansprüche der Männer

Literatur:

Ein symptomatischer Satz der Betroffenen ist oft: „Ich kann es ihr einfach nicht recht machen!“ Die Wucht solcher fast immer sehr schwer erkennbaren psychologischen Angriffe kann für labile Persönlichkeiten gefährlich oder zerstörerisch bis hin zum Suizid sein.

[LdS, S.49]

Die Ansprüche von Frauen an Partnerschaften: Wieso Beziehungen immer schwieriger werden, Sandra Eichhorn

Weblinks:
„Die Ansprüche der Frauen sind so hoch“, Die Welt
Studie: Die geringen Ansprüche der Männer, Die Zeit
Warum gibt es viele Singles? Frauen zu anspruchsvoll, Männer zu schüchtern, ElitePartner

Der Satz fasst die Ursachen für Partnerlosigkeit (natürlich stark vereinfacht) ganz gut zusammen. Auch das Zitat der Psychologin Lisa Fischbach ist interessant:

Es wird der perfekte Partner gesucht, Kompromisse werden nur selten eingegangen. Vor allem die selbstbewussten, gebildeten Frauen scheitern oft an ihren hohen Ansprüchen. Sie müssten ihr Suchmuster überprüfen, um einen Partner zu finden.

„48 Prozent finden, dass Single-Frauen zu anspruchsvoll sind.“, presseportal
Warum sind Sie immer noch Single?, Petra
»Deutsche Frauen sagen nie das, was sie wirklich denken«, Süddeutsche Zeitung
Meine Freundin ist nie zufrieden, egal was ich mache, und gibt mir nichts zurück, frag Beatrice
Zu anspruchsvoll? – Erwarten wir zu viel von einem Mann oder sind unsere Ansprüche an eine Beziehung gerechtfertigt?, Glamour
Erwarten wir zu viel von den Männern?, Freundin
Stellen Frauen heutzutage zu hohe Ansprüche in einer Beziehung?, Huffington Post
Je klüger, desto einsamer: Gebildete Frauen stellen zu hohe Ansprüche bei der Partnerwahl, femininleben
Nörgelst du noch, oder bebst du schon?, Sibylle Berg
„Frauen suchen den Alpha-Softie“, Die Zeit

Die Ansprüche steigen, vor allem bei Frauen. Der Partner muss immer mehr erfüllen. Das zeigen viele Studien, und so beobachten wir es auch bei den Mitgliedern des Portals Elitepartner. Wir beobachten, dass vor allem Frauen mittleren und höheren Alters sich mit niemandem zufriedengeben wollen, der nicht optimal zu ihnen passt. Sie bleiben lieber Single, als Kompromisse einzugehen. Der akzeptierte Verhaltenskorridor ist sehr eng, und obendrein lässt er sich von kaum einer Frau ganz konkret beschreiben, das ist eher so ein „Von allem etwas zum richtigen Zeitpunkt“. Die Balance zu halten ist knifflig; manche Männer frustriert das.

6 Unreasonable Demands Women Tend To Make In Relationships, Thought Catalog

Warum Frauen unzufrieden sind, MGTOW Deutsch
Schweigen ist bei einer Frau die Pause zwischen zwei Wünschen, MGTOW Deutsch
“Lieber zukünftiger Ehemann”, Alles Evolution

Frauen sind sehr schwer zufriedenzustellen, können kaum aufhören zu meckern. Einmal muss der Mann die eierlegende Wollmilchsau sein, in der nächsten Sekunde wieder etwas völlig anderes. Die Hauptsache ist, dass der Zustand möglichst unerreichbar ist und sich Männer in Konkurrenz darum, den Wünschen einer Frau zu entsprechen, schön gegeneinander aufhetzen lassen.

Zhen auf Alles Evolution

Je mehr ein Mann sich auf die Bedürfnisse der Frau einlässt, je mehr Forderungen er nachgibt, umso mehr wird sie fordern. Während der bindungsunwillige, egoistische Lover alles bekommt ohne Forderungen ausgesetzt zu werden, bekommt der brave Versorger, der seine Bedürfnisse denen der Frau hintenanstellt, nichts mehr außer noch mehr unmöglich zu erfüllende Forderungen.

lh auf Alles Evolution

Ich kann es IHR nicht recht machen, sie wird zu agressiv, hilferuf
Kann Mann einer Frau es nie Recht machen?, ElitePartner
Warum sind viele Frauen so extrem anspruchsvoll?, urbia
warum sind frauen heutzutage so anspruchsvoll?, gutefrage
Sind deutsche Frauen zu anspruchsvoll?, Yahoo Clever
Wie kann man es Frauen noch recht machen?!….., Blinker Forum
Sind Frauen beim Sex zu anspruchsvoll?, hilferuf.de
Sind deutsche Frauen zu anspruchsvoll?, gofeminin
Sind deutsche Frauen zu anspruchsvoll?, 3DCenter Forum
Warum sind Frauen so zickig und anspruchsvoll?, ElitePartner
Warum haben z.B. weniger attraktive Frauen genauso hohe Ansprüche als wie äußerst attraktive Frauen?, ElitePartner
Ich hasse die Ansprüche von Frauen!, ichhasse.es
Die Ansprüche einer Frau…, Unicum Forum

Wie kann man Frauen heute überhaupt noch beeindrucken?, AB-Treff
Deutsche Frauen zu hartherzig und anspruchsvoll?, AB-Treff
Deutscher Partnermarkt einfach kaputt ? Ursachen belanglos, AB-Treff
Einfach mal die Ansprüche runterschrauben…, AB-Treff

Normalo-Sprüche: Du sollst nicht suchen!

Als AB wirst du wahrscheinlich mit einer Reihe von immer widerkehrenden Ratschlägen und Kommentaren zu deiner Situation konfrontiert. Ich starte hier mal eine Serie, in der ich einige davon kritisch kommentiere. Viele dieser Sprüche enthalten einen wahren Kern, sind aber so missverständlich formuliert, dass sie ABs noch erfolgloser machen, als sie ohnehin schon sind.


Normalo-Sprüche

Der Grund für diesen Ratschlag ist, dass Männer, die intensiv und bislang erfolglos nach einer Freundin suchen, needy und damit unattraktiv wirken. Wenn eine Frau das Gefühl hat, dass du „auf der Suche nach einer Freundin“ bist, dann bist du für sie als potentieller Partner gestorben. Ich habe schon von so vielen Frauen gehört, dass sie Männer abgelehnt haben, weil sie den Eindruck hatten, diese seien zu sehr „auf der Suche“.

Andererseits ist es so, dass du, wenn du nicht suchst, und einfach nur darauf wartest, dass sich von selbst etwas ergibt, niemals eine Freundin finden wirst. Deine Traumfrau wird nicht einfach so auf deine Couch geflogen kommen. Sie wird dich auch nicht im Supermarkt ansprechen. Als Mann musst du selbst aktiv werden und auf Frauen zugehen. Immer wieder, trotz aller Abweisungen. Die meisten ABs haben Jahre oder Jahrzehnte mit „nicht suchen“ zugebracht und sind deshalb völlig erfolglos geblieben.

Die Lösung zu dem Dilemma lautet: Du sollst schon suchen, aber du darfst dich nicht dabei erwischen lassen! Erzähl ihr nicht, was du alles unternommen hast, bei welchen Singelbörsen du dich angemeldet hast, an welchen Speed-Datings du teilgenommen hast und wie die Frauen dich alle haben abblitzen lassen. Date vor allem Frauen außerhalb deines Bekanntenkreises. Vermeide unbedingt, nach einer Abweisung dich mit anderen Frauen zu treffen, die von dieser Abweisung erfahren könnten. Du wirkst dann nur wie ein Verzweifelter, der es wahllos bei jeder irgendwie verfügbaren Frau probiert. Und so jemanden möchte keine Frau haben.


Weblinks:
Sprüche allgemein:
Sprüche, AB-Wiki
Sprüche (von verpartnerten Frauen)…, AB-Treff
Normalo-Sprüche, AB-Treff

Du sollst nicht suchen:
It’ll Happen When You Stop Looking, The Huffington Post
Why You Only Find Love When You Stop Looking For It, Lifehack
4 Reasons You Should Stop Looking for a Girlfriend, TSB Magazine
Don’t Look For A Girlfriend, Return Of Kings
„Partner finden ohne zu suchen – so gelingt’s“ – Interview mit Michael Mary, ElitePartner
Seelenpartner kann man nicht suchen. Seelen finden sich., Open Mind Akademie
„Man sollte nicht nach dem perfekten Partner suchen“, Süddeutsche Zeitung

Warum man die Liebe seines Lebens nicht suchen sollte…, AB-Treff
Wenn Du aufhörst zu suchen …, AB-Treff
Aufhören zu suchen, AB-Treff
What do they mean „stop looking for a girlfriend and you’ll find one“, Forever Alone Reddit
Wieso sagt man: Man sollte nach Beziehungen/Liebe nicht suchen?, gutefrage.net
“Hör auf zu suchen, dann kommt er von ganz allein” Stimmt diese Aussage wirklich?, erdbeerlounge