Der Fünf-Minuten-PUA

5-Min-PUA

Die Pick-up-Welt präsentiert sich dem Neuling als eine Welt aus widerstrebenden Schulen, aus sich voneinander abgrenzenden Gurus und aus unübersichtlichen Foren, in denen es kaum einen Thread mit einer einhelligen Meinung gibt. Lass dich dadurch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es einen zentralen Kern des Pick-up gibt, der von allen erfolgreichen PUAs vertreten wird, durch zigtausende Erfahrungsberichten („field reports“) von Männern aus aller Welt bestätigt und teilweise auch wissenschaftlich belegt ist. (Darüber hinaus gibt es historische Dokumente, die auf eine Wirksamkeit von Pick-up auch in vergangenen Jahrhunderten schließen lassen.) Die Beweislast für eine Wirksamkeit von PU-Strategien ist so erdrückend, dass sie eigentlich kein klar denkender Mensch leugnen kann. Trotzdem gibt es Menschen, die genau das tun, und zwar aus dem gleichen Grund wie es Menschen gibt, die die Evolutionstheorie ablehnen: Weil die Realität nicht ihren Wunschvorstellungen entspricht. Weil sie die Realität nicht wahrhaben wollen.

Kann man in fünf Minuten zum PUA werden? Nein, das kann man genauso wenig wie man in fünf Minuten vom Musik-Noob zum Starpianisten werden kann. Nicht umsonst heißt mein Blog „Der lange Weg zum ersten Mal“. Dein Weg aus der Einsamkeit wird aus vielen Jahren harter Arbeit bestehen. Aber fünf Minuten reichen durchaus aus, um sich einen groben Überblick über die wichtigsten Verführungstechniken zu verschaffen.

Kleiner Hinweis: Ich habe die PU-Terminologie in Klammern und Anführungszeichen mit aufgeführt. Du kannst sie nach Belieben ignorieren, ohne beim inhaltlichen Verständnis Einbußen zu erleiden.

  1. Dominanz
    Du bist der Mann in der Beziehung. Du bist der Grund für alles, was ist und nicht ist zwischen dir und ihr. Du ergreifst die Initiative, du triffst die Entscheidungen, du übernimmst die Verantwortung. Für alles, was in dieser Beziehung geschieht.

    1. Sprich sie an!
      Geh auf die Straße, in die Clubs oder wo auch immer du attraktive Frauen findest („sargen“), überwinde deine „Ansprechangst“ und quatsche eine nach der anderen an. Du hast jeweils drei Sekunden Zeit („3s rule“), danach wird’s creepy. Glaub nicht, du hättest bei Frauen, die du schon eine Weile kennst, auch nur den Hauch einer Chance („Friend Zone“).
    2. Fass sie an! („Kino“)
      Steigere dich („eskaliere“) von „zufälligen“ Berührungen über Umarmungen und Küsse („Kiss Close“) hin zum Sex („Fuck Close“). Tu das in maximal 10 Stunden gemeinsam verbrachter Zeit. Vergiss sie, wenn du das nicht schaffst („Friend Zone“). Und versuch nicht, diese Dinge in irgend einer Form zu verbalisieren. (Keine Ankündigung, Einvernehmlichkeitserklärung, Nachberichterstattung!) Zum Eskalieren braucht man keine Worte, sondern lediglich Mut, Selbstbewusstsein und Fingerspitzengefühl. Auch sie wird dir ihr Einverständnis ausschließlich nonverbal geben („IOIs“).
    3. Führ sie aus!
      Du entscheidest, wann, wo und was ihr gemeinsam unternehmt. Frag sie nicht, ob ihr das recht ist. Wenn ihr was nicht passt, wird sie sich schon melden.
    4. Sei ein Alpha!
      Jede Stunde deines Lebens gibt dir tausend Gelegenheiten, um Menschen zu führen und Verantwortung zu übernehmen. Beispiele gefällig? Ihr aus dem Mantel helfen, ihr einen zum Essen passenden Wein empfehlen, ihr etwas Interessantes zeigen, ein neues Gesprächsthema anschneiden, bevor man beim alten sich nur noch im Kreis dreht, einen schüchternen Menschen ins Gespräch einbinden, einen Streit schlichten, …
    5. Nimm sie nicht ernst!
      Geh nicht auf jeden Scheiß ein, der aus ihrem Mund raus kommt. Treib deinen Spaß mit ihr! Sei frech und neckisch („C&F“). Begib dich nicht auf eine logisch-argumentative Gesprächsebene. Frauen werden nicht mit dem Verstand verführt.
    6. Brich gesellschaftliche Regeln!
      Wer Dinge tut, die „man“ nicht tut, zeigt, dass er über jede Kritik erhaben ist. Aber bitte übertreib es nicht!
  2. Resilienz
    Sei stark und unabhängig! Frauen stehen auf stabile Persönlichkeiten, auf Männer mit Rückgrat, auf den Fels in der Brandung, auf die emotionale Teflonpfanne, an der alle Scheiße abperlt. Empfindliche, vulnerable Männer haben bei Frauen kaum eine Chance.

    1. Feindseligkeiten kontern („Shit Test“)
      Wenn eine Frau dich angreift, dann ist das ein gutes Zeichen: Du hast es geschafft, dich aus der „Friend Zone“ zu befreien. Sie sieht dich als potentiellen Partner und testet, ob du ihrer würdig bist. Wenn du ihren Angriffen parieren kannst, kommst du in den nächsten Level. Wenn du aber vor ihr einknickst (und z.B. auf ihre Forderungen eingehst), heißt es für dich „Game Over“. Du wirst von ihr gefriendzoned und findest eine Anschlussverwendung als emotionales Tampon.
      Der Umgang mit weiblichen Feinseligkeiten erlernst du durch das Kassieren von unzähligen Körben. So wie ein Boxer seinen Körper abhärtet, so sollst du deine Seele abhärten.
    2. Behalte deinen „Frame“!
      Lass dich nicht von einer Frau dazu bringen, dein Verhalten von humorvoll oder frech auf ernsthaft, von freundlich auf unfreundlich, von forsch auf zurückhaltend zu ändern! Lass dir deine gute Laune von ihr nicht verderben! Lass dich nicht dazu zwingen, dein wohlklingendes Geschwurbel durch logische Argumente zu ersetzen! Lass dir kein schlechtes Gewissen machen! Rechtfertige dich nie!
    3. Steh zu deinen Vorlieben!
      Egal ob es um Kinofilme, Klamotten oder Sex geht: Lass dich nicht von einer Frau dazu verführen, ihr nach dem Mund zu reden! Rechtfertige dich nicht für deinen Geschmack!
    4. Die letzte Hürde
      Viele Frauen blocken kurz bevor es zur Sache geht ab („LMR“). Lass dich davon nicht abschrecken. Lass sie kurz alleine („Freeze Out“) und mach erst dann weiter, wenn sie von sich aus wieder zu dir kommt.
  3. Attraktivitätsgefälle
    Attraktivität ist relativ. Du musst nicht heiß sein, nur heißer als die anderen. Und Frauen sind wie die sprichwörtlichen Lemminge, wenn es um Männer geht. Sie begehren vor allem das, was andere begehren. Nutze diesen Effekt! Sei begehrter als andere Menschen. Sei begehrter als sie. Du kannst das erreichen, indem du dich aufwertest und indem du sie abwertest.

    1. Stell sie nicht auf ein Podest!
      Viele erfolglose Männer erzeugen ein umgekehrtes Attraktivitätsgefälle, in dem die Frau oben steht und der Mann unten. Sie erzählen Frauen so was wie „eine Frau wie du würde wohl nie mit einem Mann wie mir …“ oder zeigen ihr auf andere Weise, dass sie sie für wertvoller halten als sich selbst. Mag sein, dass das deinen wahren Gefühlen entspricht und dass du es in hundert Hollywoodfilmen als erfolgreiche Strategie gesehen hast. In eine Beziehung kommst du damit trotzdem nicht.
    2. Lass sie sich qualifizieren!
      Warum solltest du deine Zeit ausgerechnet auf sie verschwenden? Was hat sie schon spannendes erlebt, was hat sie noch vor? Wenn sie deine Gesellschaft will, muss sie dich von sich überzeugen. Und Dates bitte nur in der Form „Du darfst mitkommen, wenn …“ abmachen.
    3. Mach dich rar!
      Lauf ihr nicht hinterher. Antworte nicht auf jede SMS. Hab nicht immer für sie Zeit. Sag keine Termine für ein Date mit ihr ab. Das wirkt „needy“ und macht dich extrem unattraktiv.
    4. Verliebe dich nicht einseitig! („Oneitis“)
      Wenn du eine Frau liebst, die du nicht fickst, bist du ober-needy, schaust wahrscheinlich auf zu ihr wie zu einem Kometen und hast folglich absolut null Chancen, jemals mit ihr zusammen zu kommen. Brich den Kontakt mit ihr ab und beschäftige dich mit anderen Frauen. („FTOW“)
    5. Signalisiere Interesse und Desinteresse in schneller Folge! („Push/Pull“)
      Das erzeugt bei ihr eine „Achterbahn der Gefühle“, was wiederum eine gute Voraussetzung ist, um sich in dich zu verlieben.
    6. Mach sie schlecht! („Neg“)
      Viele Frauen glauben, sie selbst seien der geilste Mensch der Welt. Gib ihr ein paar Argumente, warum das nicht so ist. Verpack es in viel Humor, um nicht verbittert zu wirken.
    7. Streue deine Aufmerksamkeit!
      Flirte zunächst mit ihrer pummeligen Freundin, bevor du dich ihr selbst zuwendest. Das versetzt ihrem Selbstwert einen kleinen Kratzer.
    8. Umgib dich mit Menschen, die dich toll finden! („Wing“, „Pivot“, „Social Proof“)
      Wenn du ein paar heiße Mädels organisieren kannst, die dich anschmachten, ist das der Knüller. Zur Not tut es auch ein Kumpel, der zu dir aufschaut.
    9. Sammle Statussymbole und zeig sie ihr! („DHV“)
      Aber bitte nicht prahlen, so à la „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Zeig sie „unbeabsichtigt“. Lad sie zu dir nach Hause ein und spiel den Wert deiner Villa herunter, wenn ihr bei deren Anblick die Augen aus dem Kopf fallen. Übrigens, Statussymbole sind nicht nur überteuerte Gegenstände, sondern auch viele möglichst berühmte und einflussreiche Freunde („Social Proof“), Doktortitel oder Adelsprädikate, bestimmte Berufe (Arzt), Erfolge in populären Sportarten, Fernreisen, …
    10. Kleide dich extravagant! („Peacocking“)
      Wenn du glaubst, dass du aussiehst wie ein schwuler Pfau auf LSD, dann hast du den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht.
  4. Geborgenheit („Rapport“)
    Wenn sie auf dein Alpha-Getue positiv reagiert (mitspielt), darfst du sie mit „nett sein“ belohnen. Sprich in gefühlvollen, angenehmen Worten, vermeide Konfliktthemen. Spiegle ihre Körpersprache. Sprich über ihre Kindheit, die Zukunft, das Universum, das Weltganze. Frag nach ihren Gefühlen. Zeig ihr deine Gefühle. Lass sie in dein Herz.

Siehe auch:
Wissenschaftliche Erforschung des Pick-ups
Das Haus der Verführung

Weblinks:
Beginner-FAQ (pick up forum)

Kurz-URL: is.gd/5minpua

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4 Kommentare zu “Der Fünf-Minuten-PUA

  1. Das ist natürlich eine sehr verkürzte Darstellung. Peackocking beispielsweise ist glaube ich für ABs nicht unbedingt das Mittel der Wahl und „einfach anfassen“ auch nicht. Peacocking beispielsweise erfordert, dass man sich trotz der ungewöhnlichen Kleidung wohl fühlt. Wenn man sich dann dämlich vorkommt, dann wirkt es nicht. Gut, da gibt es evtl einen Abstumpfungsprozess, der einen dann wieder hilft.

    Aber wichtiger scheint mir für einen Anfänger die Unterschiede zwischen Attraktion und Komfort zu begreifen und warum beide wichtig sind. Und dann zu erfahren, wie Attraktion funktioniert

    • zu verkürzte Darstellung: Stimmt. Ich wollte nur einen groben Überblick über die verschiedenen Pick-up-Techniken geben. Ausführliche Ratgeber finden sich z.B. in meinem Literaturverzeichnis.

      zu Anfassen: Wie gesagt, gerade als Anfänger sollte man mit ganz leichten, scheinbar zufälligen Berührungen beginnen. Nach einem beherzten Griff an die Titten werden die meisten Damen schnell das Weite suchen. Und ganz allgemein sollte man sich daran gewöhnen, alle Menschen (auch Männer) beim Gespräch hin und wieder zu berühren, damit Berührungen weniger „creepy“ wirken.

      zu Peacocking: Definitiv! Ein reines Umstyling reicht nicht, man muss sich in seiner Kleidung auch wohl fühlen. Und zwar auch dann noch, wenn Rückfragen kommen, von welchem Tuntenausstatter man sich das hat andrehen lassen. (vgl. Abschnitt Resilienz) Leider ist die Einstellung „Ich fühl mich wohl als graue Maus und will so bleiben“ auch nicht wirklich hilfreich. In dem Fall muss man eben mal über seinen Schatten springen, was Neues ausprobieren und hoffen, dass das Selbstbewusstsein in die neue Garderobe reinwächst.

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