Der Alpha

Was ist ein Alpha?
Viele ABs haben ein völlig falsches Bild davon, was ein Alpha ist. (Der Begriff Alpha scheint jedoch weitgehend bekannt zu sein.) Sie stellen sich oft einen primitiven, solariumgebräunten Disco-Proll im Muskel-Shirt und mit tiefergelegtem Auto vor, der damit prahlt, wie viele wasserstoffblonde Weiber er wieder flach gelegt hat. So jemand hat nicht viel mit dem, was im Pick-up mit „Alpha“ gemeint ist, zu tun. So ein Verhalten zeugt nur von geringem Selbstwertgefühl und dem Bedürfnis, sich größer zu machen, als man eigentlich ist.
Des weiteren hat ein Alpha nicht notwendigerweise ein traditionelles Rollenbild, lässt Frauen nicht notwendigerweise waschen, putzen und kochen. Das Charakteristikum des Alpha ist es, die Aufgabenverteilung zu definieren. Er kann gerne sagen „Ich koche, und du reparierst das Auto.“ Der Satz, der einen Alpha am meisten konterkariert ist ein „Ist mir gleich, entscheide du!“.
Es geht auch nicht um die Verteilung irgendwelcher Güter oder die Bewahrung „männlicher Besitzstände“. Du kannst gerne sagen „Du verwaltest das Geld, ich lackier mir die Fußnägel“. Wichtig ist nur, dass du eine Ansage machst.
(Es gibt übrigens auch ABs, die sich selbst für einen Alpha halten, gleichwohl sie weder Partner, noch Freunde, noch sonst wie Kontakt zu anderen Menschen haben. Schon erstaunlich, wie man mit der Selbstwahrnehmung so weit daneben liegen kann.)

Der Begriff Alpha stammt aus der Verhaltensbiologie und bezeichnet dort das Leittier einer Herde oder eines Rudels. Ähnliches gilt auch für den Menschen: Ein Alpha-Mann ist ein Mann, der führt. Sei es in der Beziehung oder im Kreis seiner Freunde. Er ist es, der Entscheidungen trifft, gemeinsame Unternehmungen vorschlägt, etc. Er verfügt über eine hohe Sozialkompetenz, d.h. er weiß, wie seine Mitmenschen auf seine Vorschläge reagieren werden und kann dieses Wissen einsetzen, um seine Pläne durchzusetzen. Er hat diese Rolle, weil es ihm Freude bereitet, seine Wünsche zu kommunizieren und Entscheidungen zu treffen. Und nicht, weil er unbedingt ein Alpha sein will. Typische Alphas sind z.B. James Bond, Martin Luther King, Jesus.

Im sozialen Gefüge gibt es neben dem Alpha drei weitere Menschentypen: Den Querulanten, den Mitläufer und den Außenseiter. Der Querulant hat kein Problem damit, seine von der des Alphas abweichende Meinung zu äußern. Ihm fehlt jedoch die Fähigkeit, diese in der Gruppe durchzusetzen. Häufig nennt er auch gar keinen Alternativvorschlag. Es scheint so, als ginge es ihm nur ums Meckern um des Meckerns willen. Der Mitläufer hat entweder keine eigene Meinung, oder er äußert sie aus irgendwelchen Gründen nicht. In der Regel ist er einfach froh, dass er auch dabei sein darf und hat keine besondere Ambitionen, das genaue Programm vorzugeben. Häufig mangelt es ihm auch an Kreativität und Erfahrung, um als Ideengeber zu agieren. Der Außenseiter hat gar keine Freunde und kommt somit auch nie in Situationen, in denen er eine der obigen sozialen Interaktionsformen zeigen könnte.

Muss ich ein Alpha werden, um eine Freundin zu finden?
Sie dich mal um! Wie hoch ist der Anteil der Alphas unter den Männern? Vielleicht 5%. Und wie viele Männer sind keine ABs? Ca. 98%. Kann sein, dass ich mit meinen Schätzungen daneben liege. Aber die beiden Werte sind sicher nicht gleich hoch. Also kann man es auch als Beta schaffen und braucht sich nicht mit diesem Alpha-Blödsinn rumzuquälen?! Nein! Aus folgenden Gründen:

  • Partnererfolg ist ein multifaktorielles Ding. Die Männer, mit denen du dich vergleichst, haben keine Depression, keine Behinderung, keine soziale Phobie, sind größer, optisch attraktiver, beruflich erfolgreicher, wohlhabender, sexuell erfahrener … als du. Wenn du mit denen konkurrieren willst, dann musst du wenigstens ein Alpha sein, um die ganzen anderen Defizite auszugleichen
  • So gut wie alle verpartnerten Männer, die ich kenne, verhalten sich wenigstens ihrer Partnerin gegenüber wie ein Alpha. Wenigstens teilweise. Zu mindest haben sie das in der Beziehungsanbahnungsphase getan. Eine Frau kann sich nur in den Alpha in dir verlieben. Der Beta, der ihr jeden Wunsch erfüllt und nie die Initiative ergreift, ist für jede Frau komplett uninteressant. Immer. Ohne Ausnahme. Selbst, wenn er Milliardär, Rockstar oder Mister World ist.
  • So gut wie alle ABs, die ich kenne, zeigen null Alphaverhalten. In vielen anderen Bereichen verhalten sie sich mehr oder weniger „normal“, aber wenn es darum geht, eine Gruppe von Menschen zu führen, haben sie alle deutliche Defizite. Dabei ist das das Durchsetzen eines großen Projektes weniger das Problem als das setzen von vielen kleinen Führungsimpulsen. Geh mal auf ein AB-Treffen! Da wirst du feststellen, dass ABs durchaus ein- oder mehrtägige Veranstaltungen, ja sogar ganze Sommerurlaube organisieren können. Und trotzdem wird die Gruppe immer wieder irgendwo ratlos stranden, weil keiner den Impuls zum Aufbrechen gibt.

Wie werde ich zum Alpha?
Glaub bitte nicht, du könntest von heute auf morgen zum Alpha mutieren, indem du auf einmal den Ton angibst. Der Alpha-Thron ist heiß begehrt und der erfahrene Alpha kennt genügend Strategien, um ihn gegen Schwächlinge wie dich zu verteidigen. (Beispielsweise indem er dich vor der Gruppe lächerlich macht, dich nicht über gemeinsame Unternehmungen informiert, …) Als AB fehlen dir einfach die Soft Skills, um diesen Kampf zu gewinnen. Lass es lieber gar nicht so weit kommen. Außerdem wirken plötzliche große Verhaltensänderungen immer suspekt. Der Weg zum Alpha fürt über viele Jahre voller homöopatischer Modifikationen deiner freundschaftlichen Beziehungen und über den mehrfachen vollständigen Austausch deines Freundeskreises (z.B. durch den Umzug in eine andere Stadt). Alpha zu werden ist die härteste aller Aufgaben auf dem Weg zum erfolgreichen Verführer.

Such dir Vorbilder in deinem Umfeld, die Alpha-Verhalten zeigen. Schau dich auch bei Youtube mal ein bisschen zum Thema um. Neben dem üblichen Pick-up-Kram möchte ich dir auch den Hundeflüsterer / Cesar Millan ans Herz legen. Er zeigt sehr deutlich (und besser als viele PUAs), was Alpha-Verhalten ist. Beobachte genau, wie er seine Hunde führt, sie dazu bringt das von ihm erwünschte Verhalten (z.B. Gassi gehen, Aggressionsvermeidung) zu zeigen! Er wendet nie Gewalt an (zerrt z.B. nicht an der Leine), sondern führt immer so, dass der Hund scheinbar seine Autonomie behält. Gleichzeitig setzt er klare Grenzen. Und so solltest du auch Menschen führen.

… oder wenigstens Dating-Alpha?
Der Dating-Alpha verhält sich nur seinen Dates/Partnerinnen gegenüber wie ein Alpha, behält aber im Kreis seiner Freunde seine untergeordnete Position. Natürlich ist das alles andere als optimal. Frauen kommen in der Regel schnell dahinter, wie du außerhalb von Datingsituationen wirklich bist. Und nichts hassen Frauen mehr, als Männer, die sich für sie verstellen. Aber trotzdem: ein Fake-Alpha ist besser als ein Gar-Nicht-Alpha. Er gibt ihr immerhin eine kleine Chance, etwas Attraktives an ihm zu sehen.

Wenn du ein Date hast, dann solltest du nicht nur die Grobplanung aller gemeinsamen Unternehmungen übernehmen, sondern auch alle paar Minuten ihr mit kleinen Alpha-Impulsen versichern, dass du deine Führungsrolle wahrnimmst. Zwinge dich zu solchen Führungs-Impulsen, indem du folgenden Formulierungen hin und wieder in dein Gespräch einbaust:

  • Lass uns doch mal ins Restaurant X gehen, die haben heute …
  • Komm, wir machen Y! Das wird dir bestimmt Spaß machen!
  • Ich mache am Sonntag Z. Kommst du mit?
  • Ich kann dir die Lasagne hier empfehlen. Die schmeckt fantastisch!
  • Schau mal, da drüben hab ich was interessantes gesehen!
  • Komm mal mit, ich muss dir was zeigen!
  • Lass uns doch noch schnell die Handynummern austauschen.

Vermeide Formulierungen wie:

  • Was möchtest du lieber machen?
  • Ist das okay für dich, wenn wir jetzt noch X machen?
  • Es ist mir gleich, wo wir essen gehen. Ich will einfach nur mit dir zusammen sein.
  • Könnte ich vielleicht mal deine Handynummer haben, wenn das für dich kein Problem ist?

Lass mich die Essenz dieser Beispielsatze noch einmal zusammenfassen:
Frauen sind freie Menschen, die tun und lassen können, was sie wollen. Du kannst sie in keiner Weise zu einem von dir gewünschten Verhalten zwingen. Wenn eine Frau sich deinen Wünschen beugt, dann aus folgenden Gründen:

  1. Weil du es ihr sagst.
  2. Weil du sie sonst verlässt.

Erläuterungen dazu:
Ad 1: Sprich klar und deutlich aus, was du dir von ihr wünschst. Überfordere sie dabei nicht („Sex“), sondern geh in kleinen Schritten vorwärts. Begründe deine Anweisungen mit dem Wunsch, sie glücklich zu machen.
Ad 2: Frage sie nicht um Erlaubnis, sondern informiere sie über dein Tun. Sag ihr, was du wann zu tun gedenkst und erlaube ihr, dich zu begleiten, wenn sie sich benimmt. Bitte sie nicht darum, dir Gesellschaft zu leisten. Dränge sie zu nichts. Verlasse sie, wenn sie dir nicht folgt. Und zwar ohne viel Aufhebens darum zu machen. Frauen lieben die Angst vor dem Verlassenwerden. Habe du aber keine Angst davor, von ihr verlassen zu werden. Wenn sie nicht bereit ist, dir zu folgen, dann hattest du niemals eine Chance bei ihr. Durch Beta-Verhalten hättest du eine Beziehung mit ihr nur noch unwahrscheinlicher gemacht.

Diese Dinge bergen eine gewisse Gefahr, bei dir in den falschen Hals zu kommen. Sieh dir deshalb noch mal meine Beispielsätze für Alpha-Verhalten an und versuche, die beiden Alpha-Essenzen darin wiederzuerkennen. Versuche im Verhalten deiner Mitmenschen, in Büchern und Filmen Alpha- und Beta-Merkmale wahrzunehmen. (Hier ein Beispiel dafür.) Sieh dir auch mal den folgenden Bericht von Kerlchen, einem Ex-AB, der es zum Dating-Alpha geschafft hat, an.

Ich treffe mich regelmäßig mit meiner Freundin, 2-3 mal in der Woche. In der Regel innitiere ich diese Treffen, indem ich ihr konkret sage wann und wo wir uns Treffen. Entweder mündlich bevor wir uns verabschieden oder über SMS „Wir teffen uns am Dienstag wieder um 16 Uhr im Stadtpark. Bring dein Ticket und etwas Geld mit.“
Wenn ich etwas mit ihr unternehme, dann bestimme ich in der Regel was wir machen und nur in ganz seltenen Fällen verrate ich ihr vorher, was das ist. Ich gehe mit ihr ins Museum, zu Ausstellungen, Billard, Minigolf und Bogenschießen oder lasse mir etwas kreatives einfallen.

Wenn ich Hunger habe, dann frage ich nicht: „sollen wir etwas essen?“ sondern sage: „Ich habe hunger, ich mache jetzt etwas zu essen.“ Dem kann sie sich dann anschließen, und in der Regel kochen wir dann zusammen. Auch hier übernehme ich die Führung: „Ich schneide das Gemüse und du kümmerst dich um die Soße.“ Und wenn sie dann doch mal anderer Meinung ist, dann ist das vollkommen okay, wenn sie lieber das Gemüse schneiden will, dann lasse ich sie. [Link]


Weblinks:
Alphamänner, Alles Evolution
Faszination Alpha-Mann: Darum stehen Frauen auf den natürlichen Siegertypen, ElitePartner
Kann man Alpha werden oder nur als solcher geboren werden?, AB-Treff

Warum? Warum ausgerechnet ich?

Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe.
Harald Kostial

Gründe für das AB-tum sind unter ABs (und auch Außenstehenden, die mit dem Thema konfrontiert werden) ein gerne diskutiertes Thema. Dazu eine Warnung gleich vorweg: Das reine Grübeln über Ursachen des AB-tums bringt dich nicht weiter. Es hat sogar das Potential dir zu schaden. (Nämlich dann, wenn du Gründe findest, an denen du vermeintlich nichts ändern kannst.) Konzentriere dich lieber auf die strategische Überwindung des AB-tums, und setze deine Strategie auch tatsächlich um.

Was die konkrete Angabe von Gründen betrifft, kann ich auf eine Reihe von gut gemachten Listen mit (vermutlichen) Ursachen des AB-tumsverweisen:
[soukous] sehr umfangreich
[Lion] vom Forengründer und Kenner der AB-Szene
[Wikipedia] mit enzyklopädischem Anspruch
[AB-Wiki] gut strukturiert

Viele ABs versuchen reflexartig mögliche Ursachen des AB-tums zu wiederlegen, um nicht in die Verpflichtung, sich ändern zu müssen zu geraten. In der Regel werden Beispiele für Frauenerfolg trotz nachteiliger Eigenschaft oder Erfolglosigkeit trotz erwünschter Eigenschaft genannt. Und in der Tat entsprechen ja viele ABs nicht dem Klischee vom sozial isolierten PC-Freak bzw. der verklemmten Dicken. Da gibt es den Fitnesstrainer, den erfolgreichen Unternehmer, den Soldat, der in Afgahnistan gekämft hat, die Pornoproduzentin, eine ganze Menge durchtrainierter ABs und bildhübscher ABinen.
Dazu zwei Dinge:

Partnererfolg ist ein statistisches Ding.
Es hängt viel vom Zufall ab. Jeder Mann kann alleine durch eine Laune des Schicksals zum verzweifelten AB oder zum glücklichen Familienvater werden. Das heißt aber nicht, dass du nichts tun kannst. Die Wahrscheinlichkeit für deinen zukünftigen Partnererfolg hängt stark von deinem Verhalten ab. Das AB-tum verhält sich ähnlich wie eine Krebserkrankung: Es gibt Faktoren, die die Entstehung begünstigen, aber keine die sie determinieren. Wer raucht, erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Daran ändern auch in jungen Jahren erkrankte Nichtraucher und der bis ins hohe Alter gesunde Helmut Schmidt nichts.

Als AB solltest du daraus die Lehre ziehen, dass du deine Erfolgswahrscheinlichkeit alleine durch die Steigerung deiner Kontaktquote erhöhen kannst. Sprich so viele Frauen wie möglich an, über Jahre hinweg. Da das Ansprechen eine Reihe von positiven Effekten mit sich bringt, bewirkt das sogar eine deutlich überproportionale Erfolgssteigerung.

Partnererfolg ist ein multifaktorielles Ding.
Wer in einer Disziplin im Anforderungskatalog der Frauen versagt, kann das in der Regel mit Leistungen in anderen Disziplinen ausgleichen. „Das Gesamtpaket muss stimmen“, wie Frauen immer so schön sagen.

Bernie Ecclestone ist ein alter hässlicher Zwerg, und hat trotzdem eine hübsche, normalwüchsige, junge Freundin. Er hat dafür viel Geld und Macht. Steven Hawking ist ein Pflegefall, der sich den ganzen Tag mit Nerd-Kram befasst. Er ist dafür einer der beiden Physiker (neben Einstein), die es geschafft haben, berühmt zu werden.

Für dich als AB heißt das, das du nicht nach der einen Ursache für dein AB-tum forschen solltest. Die gibt es vermutlich nicht. Versuche lieber, die vielen Gründe, die alle mehr oder weniger auf dich zutreffen, zu bearbeiten.


Weblinks:
Schüchternheit allein ursächlich für das Leben als Dauersingle?, ElitePartner Forum
Warum seid ihr alleine?, AB-Treff
Fehlendes Vertrauen, auch eine AB-Ursache!?, AB-Treff
Ursache gefunden?, AB-Treff
Metadiskussion, ob Ursachen hier ermittelt werden können, AB introspektiv
A long list of reasons why I am FA…, Forever Alone, Reddit

Feminismus

Der Begriff Feminismus bezeichnet zweierlei:

  • Eine Bewegung deren Ziel die Beseitigung von Benachteiligungen von Frauen ist. In einem Deutschland, in dem Frauen ohne Diskriminierung bis ins Bundeskanzleramt kommen kann man dieses Ziel als weitgehend erreicht ansehen.
  • Eine männer-, frauen-, sexual- und familienfeindliche Ideologie.

Ich beschränke mich im Folgenden auf die zweite, heute noch aktuelle Bedeutung. Die feministische Ideologie hat folgende grotesk anmutende Eigenarten:

  1. Den Feministinnen geht es nur vorgeblich um die Erreichung der von ihnen propagierten Ziele. Es geht ihnen allein um die Freude am Kampf. Man erkennt das z.B. daran, dass sie sich nicht durch noch so große Zugeständnisse besänftigen lassen.
  2. In ihrem Kampf gehen sie nicht die größten Ungerechtigkeiten an. Sie suchen sich vielmehr ein schwaches Opfer, dass dann mit irgendwelchen Nichtigkeiten attackiert wird. (z.B. einen alten Mann in einer sterbenden Partei, einen nerdischen, sozial unbeholfenen Wissenschaftler, …)
  3. Feministinnen fühlen sich nicht von übergriffigen, sondern von unattraktiven Männern bedroht. Der attraktive Alpha-Mann darf ihr gerne ohne Vorwarnung an den Arsch grapschen, während der Unattraktive sie schon durch seine bloße Anwesenheit belästigt.

Feministinnen besitzen eine gefährliche Waffe: die Rufmordkampagne. Ein Mann, dem Misogynie nachgesagt wird, ist geliefert. Umgekehrt ist der Vorwurf der Männerfeindlichkeit wesentlich schwerer zu etablieren und bei weitem nicht so diskreditierend.

Den Feministinnen ist es im letzten Jahrhundert gelungen, sehr stabile Machtstrukturen aufzubauen, die vermutlich auch in den nächsten Jahrhunderten bestehen bleiben. Es ist ein aussichtsloser Kampf, dagegen vorgehen zu vollen. Lerne stattdessen, mit dem Feminismus umzugehen. Lerne, wie man als Mann in einer feministischen Welt ein glückliches Leben führt. Dazu folgende Tipps:

  • Biedere dich nicht an! Setz dich nicht zu sehr für die Interessen der Frauen ein. Geh nicht auf ihre Forderungen ein. Sei nicht zu zurückhaltend beim flirten, berühren und küssen von Frauen. Erst wegen deiner zurückhaltenden Art wirkst du auf Frauen „creepy“ und bedrohlich.
  • Predige Wasser und trinke Wein. Im Wort bist du ein (gemäßigter) Feminist, in der Tat ein Macho. Ein Lehrbuchbeispiel zu dieser Methode hat Wolfgang Kubiki auf dem Höhepunkt der Aufschrei-Debatte gezeigt. Er behauptet, in der Frage von Berührungen den Frauen den Vortritt zu lassen. Und noch bevor er diesen Satz zu Ende gesprochen hat, fingert er Claudia Roth zum Orgasmus. Ungefragt. Niemand hat sich darüber beschwert. Die Presse hat lediglich sein „Vortritt lassen“ lobend erwähnt. (SPON, Video nicht mehr online verfügbar.)
  • Sei mutig! Manche Frauen verwenden den Feminismus als Instrument, mit dem sie den Mut der Männer testen. Den Mut, sich ihren feministischen Forderungen zu wiedersetzen. Sei mutig in der Tat, nicht in der Debatte. Mach den Kubiki und nicht den trotzköpfigen Rechthaber. Übertreib es aber nicht. Sei dir der Risiken, die du dabei eingehst, stets bewusst.
  • Nimm sie nicht ernst! Ein sehr wichtiger Ratschlag der auch außerhalb von Feminismusdebatten für den Umgang mit (schwierigen) Frauen gilt. Siehe [LdS, S.169]
  • Vermeide das Thema Feminismus wo immer es geht. Lass dich nicht auf eine Diskussion ein! Du kannst nur verlieren! Egal ob du positiv, kompromissbereit oder negativ dazu stehst, es wird dir stets zum Nachteil gereichen:
    • positiv: Einer Frau ist instinktiv klar, dass ein psychisch gesunder Mann nicht positiv über den Feminismus denken kann. Und sie wird deine Äußerung als das sehen, was es (vermutlich) ist: Der Versucht, sich bei ihr einzuschleimen, mit dem (bewussten oder unterbewussten) Ziel, sie ins Bett zu bekommen. Das wiederum sorgt dafür, dass du als Partner und vielleicht sogar als Freund bei ihr ausscheidest, und sie dich lediglich als Instrument zur Verbreitung ihrer feministischen Ideologie benutzt.
    • kompromissbereit: Feministinnen sind meist weder zu kompromissen noch zu einer differenzierten Sichtweise befähigt. Man hört von ihnen so gut wie nie irgendwelche versöhnlichen Töne. Sie werfen alle Abweichler von ihrer radikalen Lehre in einen Topf und sehen in ihnen ihre Todfeinde. Es ist egal, ob du irgend ein Frauenförderungs-Budget für 2% zu hoch hälst oder sagst „Ich hasse Frauen“. Die Reaktion der Feministinnen wird in beiden Fällen ähnlich sein.
    • negativ: Wie gesagt, bei Feministinnen ist es egal, ob du kompromissbereit oder negativ reagierst. Eine zu negative Haltung kann jedoch auch die nicht feministischen Frauen gegen dich aufbringen und so zu einem schweren und dauerhaften Reputationsschaden führen. Sei vorsichtig! So etwas kann dich deinen Job und deinen Freundeskreis kosten.
  • Was kannst du aber tun, wenn sich ein feministisches Thema nicht vermeiden lässt? Mach einen Witz über das Opfer des feministischen Angriffs und wechsle das Thema. Dadurch nimmst du der Feministin den Wind aus den Segeln und verhinderst, dass sie sich wieder in irgendwas reinsteigert.
    Ein Beispiel: Ein Mann ist Opfer häuslicher Gewalt geworden und hat davon berichtet. Eine Frau fühlt sich ihrer Opferrolle beraubt und hackt auf ihm rum. Du gehst in keiner Weise auf die hitzige Diskussion ein. Statt dessen scherzt du „Oh, du Armer! Ist sie dir in die Faust gerannt? Hat es weh getan? Soll ich ein Pflaster holen?“ Wenn alle zu Ende gekichert haben, erzählst du von irgend einer interessanten Begebenheit.
  • Arbeite an einem möglichst großen Freundeskreis. Wer viele einflussreiche Freunde hat, muss sich nicht immer selbst verteidigen und schreckt feministische Angreifer ab.
  • Lerne Verführungskunst und werde für Frauen attraktiver. Frauen greifen keine Männer an, die sie sexuell begehren.

 


Weblinks:
Intolerantes Toleranzpapier – Die EU soll Kritik am Feminismus verbieten, Telepolis
Das feministische Jahr 1995/2012/2013/2014/2015, Das Alternativlos-Aquarium
Siebenhundertdrei, breakpoint
Die Privilegien des Nerds, Meinungen und Deinungen

Girl DESTROYS feminism in 3 minutes, PLAYBOYSTRESS! inc., Youtube

Teufelskreis AB-tum

Als AB bist du einer ganzen Reihe von Teufelskreisen ausgesetzt. Das macht es für viele ABs nahezu unmöglich, sich daraus zu befreien. Die Beendigung des AB-tums verlangt von dir äußerste Kraftanstrengungen. Vermutlich wird es die größte Herausforderung deines Lebens. Umgekehrt kann jemand, der es auf die Sonnenseite des Lebens schaft (insbesondere, wenn das in jungen Jahren passiert) eine regelrechte Glücksspirale aus immer mehr Lebensfreude und immer hübscheren Frauen, die sich ganz ohne sein Zutun in ihn verlieben, erleben.

Teufelskreise sind Effekte, die gleichzeitig Ursache und Auswirkung eines Problems sind und damit zu einer permanenten Verschlechterung führen. Das ist ja bei den meisten anderen Problemen nicht so. Wer einen gebrochenen Arm hat, bricht sich nicht deshalb auch noch die Beine. Wer Flugangst hat, verursacht mit seiner Angst keinen Flugzeugabsturz. Aber wer Angst vor Ablehnung hat, wird genau deshalb abgelehnt.

Zu den Teufelskreisen des AB-tums gehören:

  • geringes Selbstbewusstsein durch viele Abweisungen
  • Depressionen durch sexuelle Deprivation
  • geringe Sozialkompetenz durch die viele Zeit, die man alleine verbringt
  • Mangelnde Souveränität und Unsicherheit aufgrund fehlender Identitätsbestätigung in einer Partnerschaft („Reifungseffekte“).
    Vermuteter Ursache-Wirkungs-Mechanismus nach Sprenger

    Bildquelle: Robin Sprenger, Männliche Absolute Beginner

  • Kauzigkeit mangels eines partnerschaftlichen Korrektivs (Freunde und Eltern sind niemals so ehrlich zu dir, wie ein Partner das sein kann)
  • Erfolgsabhängigkeit und Verlustangst mangels Erfolgserlebnissen
  • wenig Gesprächsstoff durch wenig mit anderen verbrachte Zeit
  • allein die Information, dass du unerfahren bist, wirkt auf die meisten Frauen abschreckend

Daneben gibt es noch einen wichtigen einfachen Effekt (ohne Selbstverstärkung), der die Partnersuche für dich extrem schwer macht: Der Mensch hat für das Erlernen bestimmter Basisfähigkeiten wie laufen, sprechen oder flirten bestimmte Zeitfenster zur Verfügung. Wer als Erwachsener eine Fremdsprache lernen will, muss sich dafür wesentlich mehr anstrengen als ein Kleinkind, braucht mehr Zeit dafür, braucht neben vielen praktischen Übungen auch einen Theorieteil (=Gramatik), und muss sich mit schlechteren Ergebnissen abfinden müssen (in der Regel wird er nie akzentfrei sprechen). Wer bis 20 (oder spätestens 25) das Flirten nicht gelernt hat, steht vor einem ähnlichen Problem. Er braucht immense Kraftanstrengungen, einen Theorieteil (=Pick-up), und wird trotzdem nie so erfolgreich wie Normalos, die sich nie besondere Gedanken zu dem Thema gemacht haben.

Ich will dich damit nicht abschrecken oder gar zur Untätigkeit verleiten. Ich will dir nur erklären, warum es bei dir vermutlich nicht so schön funktionieren wird, wie es im Pick-up-Lehrbuch steht. Viele ABs, die sich mit PU beschäftigen, geben es nach ein paar Monaten wieder auf, da sie „gesehen haben, dass PU bei ihnen nicht wirkt“. Ich will dich ermutigen, auch nach Jahren der Selbstkasteiung damit weiter zu machen. Vielleicht kommt irgendwann doch noch der Erfolg.

Vergleichen

Den meisten Menschen geht es besser wie dir. Sie haben sich in ihrer Jugend ausgetobt und führen jetzt eine glückliche Beziehung (ohne zu wissen, wie viel Glück sie dabei hatten). Viele sind darüber hinaus beruflich erfolgreicher, haben mehr Freunde, weniger Depressionen, und und und. Kurz gesagt: Ihnen scheint die Sonne aus dem Arsch. Versuche, dich nicht mit ihnen zu vergleichen. Vergleiche dich lieber mit dir selbst. Fokussiere dich auf die Fortschritte, die du gemacht hast. Versuche das beste aus deinem Leben zu machen, egal wie schlecht deine Voraussetzungen sind! Entwickle dich weiter, egal wie tief du in der Scheiße steckst! Sei stolz auf das, was du erreicht hast, egal ob du das erste Mal ohne Mutti aus dem Haus gehst oder das erste mal eine Frau flach gelegt hast! Gib niemals auf, egal wieviele Niederlagen du erleidest! Höre niemals auf zu kämpfen. Auch dann nicht, wenn du erfolgreich bist.

Noch schlimmer als ein Vergleich des Ist-Zustandes ist ein Vergleich mit der Vergangenheit. Schau niemals zurück! Denk nicht daran, was du alles verpasst hast und wie glücklich dein Leben gewesen sein könnte. Schau nach vorne und versuche das Beste aus deiner Situation – so wie sie jetzt nun mal ist – zu machen.