Mate Choice Copying

Ein Schlüssel, der in jedes Schloss passt, ist etwas Besonderes.
Ein Schloss, in das jeder Schlüssel passt, ist wertlos.

Volksweisheit

Aussage
Die menschliche Partnerwahl ist nicht unabhängig. Zwischen den Partnerwahlen der Frauen besteht eine positive Korrelation, zwischen denen der Männer eine negative.
Oder etwas allgemeinverständlicher:
Frauen stehen auf erfahrene Stecher und begehrte Vergebene, für die es bereits eine lange Warteliste gibt. Männer stehen auf Single-Frauen, die bislang durch möglichst wenige Betten gehüpft sind.

Alternative Bezeichnungen
Nachahmungseffekt, Mate Copying*, Nonindependent Mate Choice, Hugh Heffner Effect, Wedding Ring Effect

Alltagsbeobachtungen

  • Frauen mit ausschweifendem Sexualleben werden als Schlampe, Flittchen, Matratze etc. bezeichnet. Für Männer gibt es keine entsprechenden Verunglimpfungen. (Allenfalls Begriffe, die mehr Neid als Verachtung beinhalten, wie z.B. „Stecher“.)
  • In den meisten (traditionellen) Kulturen wird weibliche Jungfräulichkeit beim Eheeintritt erwartet, während es bei Männern akzeptiert wird, dass sie sich vorher „die Hörner abstoßen“. (In Europa durften Beispielsweise Frauen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein kein weißes Brautkleid tragen, wenn diese vor Eheeintritt ihre Unschuld verloren hatten. Für Männer gab es keine entsprende Vorschrift.)
  • Der Satz „Ich hab einen Freund“ ist ein verbreitetes und effektives Instrument, mit dem Frauen unerwünschte Verehrer abwehren.
  • TV-Sendungen, in denen viele weibliche Protagonisten um einen Mann buhlen sind deutlich erfolgreicher als solche mit umgekehrter Geschlechterbesetzung (z.B. Der Bachelor/Die Bachelorette)
  • Islamistischen Selbstmordattentätern werden 72 Jungfrauen versprochen, keine sexuell erfahrene Frauen mit ganz vielen Verehrern.
  • Slut Shaming / Virgin Shaming:
    Männer werden tendenziell eher verspottet, wenn sie sehr wenige Sexualpartner hatten, Frauen wenn sie sehr viele hatten. (Den umgekehrten Fall gibt es auch, aber wesentlich seltener.)
  • Männliche Partner werden bei weiblichen Stars als Karrierehindernis gesehen – was dazu führen kann, dass diese freiwillig oder aufgrund vertraglicher Verpflichtungen vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden.

Pick-up-Techniken, die auf Mate Choice Copying beruhen

Evolutionsbiologische Begründung
Was spricht für und gegen ein Kopieren der Partnerwahl?
Vorteile:

  • Qualitätssicherung bei unvollstädiger Information hinsichtlich des evolutionären Werts des Partners, indem positive Bewertungen durch Konkurrenten in die eigene Partnerwahl mit einbezogen werden. (Qualität besteht hier aus genetische Qualität und Schutz- und Versorgungsqualität.)

Nachteile:

  • Geringere Erfolgschance bei der Partnerwerbung, da möglicherweise der Konkurrent bevorzugt wird
  • Geringere Befruchtungswahrscheinlichkeit, da direkt nach einer Befruchtung durch einen Konkurrenten keine weitere Befruchtung möglich ist
  • Höhere intrasexuelle Konkurrenz und damit mögliche physische Gefährdung durch Konkurrenten
  • Höhere Wahrscheinlichkeit, für den Nachwuchs eines Konkurrenten („Kuckuckskind“) aufkommen zu müssen
  • Geschlechtskrankheiten, die durch den Konkurrenten übertragen wurden

Bei Frauen ist der Faktor Qualitätssicherung der klar dominierende, da für sie die Kosten einer Fehlinvestition (9 Monate Schwangerschaft + viele Jahre Ernährung und Betreuung eines Kindes ohne Schutz und Versorgung durch einen geeigneten Partner + Opportunitätskosten) enorm sind, während sie für Männer minimal sind (einige Stunden für Verführung und Sex). Ferner ist die Informationslücke bei Frauen ungleich größer, denn die Fähigkeit, die (hauptsächlich vom Mann zu übernehmende) Aufgabe von Schutz und Versorgung zu leisten hängt stark von seinem Rang in der Gruppe ab und kann nicht unbedingt an Körpermerkmalen abgelesen werden. Auch der Faktor Geschlechtskrankheiten ist bei Frauen etwas gewichtiger, da Männer beim Sex mehr Körperflüssigkeit auf die Frau übertragen als umgekehrt.
Bei Männern dominieren hingegen die Faktoren Erfolgschance (Frauen sind das wählerischere Geschlecht), intrasexuelle Konkurrenz (physische Angriffe durch Männer sind potentiell gefährlicher), Kuckuckskind (bei Frauen praktisch ausgeschlossen) und Befruchtungswahrscheinlichkeit (Frauen sind nach einer Befruchtung für mindestens 9 Monate unfruchtbar, während Männer weniger als eine Stunde pausieren müssen („Refraktärphase„)).
Insgesamt überwiegen also bei Frauen die Vorteile und bei Männern die Nachteile.

Wissenschaftlicher Nachweis
Frauen finden Fotos von Männern attraktiver, wenn diese als vergeben beschrieben werden. (Umgekehrter Effekt bei Männern)

Jessica Parker, Melissa Burkley; 2009; Who’s chasing whom? The impact of gender and relationship status on mate poaching; Journal of Experimental Social Psychology 45; 1016–1019

Frauen finden Fotos von Männern attraktiver, wenn diese von Frauen angelächelt werden. (Umgekehrter Effekt bei Männern)

Jones, DeBruine, Little, Burriss, and Feinberg; 2007; Social transmission of face preferences among humans.; Proc Biol Sci. 274(1611):899-903

Frauen finden Männer attraktiver, wenn diese in Begleitung einer attraktiven Frau sind. (Aber nicht, wenn die Begleitung unattraktiv ist.)

D. Waynforth; 2007; Mate Choice Copying in Humans; Human Nature

Versuchspersonen werden Videoaufnamen eines realen Speeddatings gezeigt. Männer und Frauen finden Personen des anderen Geschlechts attraktiver, wenn deren Flirtpartner Interesse gezeigt hat.

S. S. Place, P. M. Todd, L. Penke and J. B. Asendorpf; 2010; Humans show mate copying after observing real mate choices; Evolution and Human Behavior, 31(5), 320-325

Mate Choice Copying bei Frauen wird durch alle Studien zweifelsfrei belegt. (Dies ist auch der für dich als Mann interessantere Teil der Aussage.) Bei Männern wurden sowohl positive als auch negative Korrelationen in der Partnerwahl festgestellt. Dazu folgende Erklärungsversuche:

Alle zitierten Studien haben den Faktor Ansprechen und Eskalieren ausgeblendet. Die damit einhergehenden Ängste führen jedoch zu Angstvermeidungsverhalten (z.B. Nichtansprechen von Frauen, bei denen man Ablehnung befürchtet), welches die Partnerwahl in erheblichem Maße beeinflusst. Da Männer in der Regel die Aufgabe des Eskalierens übernehmen müssen, ist bei Männern eine deutliche Abweichung zwischen den Studien und der Realität nicht unwahrscheinlich.

Eine weitere mögliche Ursache ist der folgende (auch für sich genommen interessante) „Porno-Effekt“:
Wenn Männer Videos von Frauen, die Sex mit anderen Männern haben (sog. Pornos) sehen, fühlen sie sich in der Regel erregt und empfinden keine Eifersucht. Wenn sie jedoch die sexuell aktive WG-Mitbewohnerin durch die Wand durchstöhnen hören oder wenn im Urlaub die Reisebegleitung sich was zum Bumsen mit ins gemeinsam genutzte Hotelzimmer bringt, kommen eher weniger Menschen in Onanierlaune. (Die meisten ABs werden traurig bis depressiv, viele Normalos nehmen es mit Humor, fragen z.B. „Darf ich mitmachen?“ oder feuern die Kopulierenden an.) Der MMF-Dreier ist in Pornos sehr beliebt, während viele Männer gegenüber diesem sog. Teufelsdreier deutliche Vorbehalte haben.
Unser Gehirn macht offenbar einen großen Unterschied zwischen hypothetischen und tatsächlichen Partnern bzw. Konkurrenten. In Videodarstellungen uns unbekannter Personen ist uns völlig klar, dass wir niemals selbst mit den Darstellern sexuell interagieren werden. Wir sehen die männlichen Darsteller nicht als Konkurrenten, sondern identifizieren uns mit diesen. Somit ist positives Mate Choice Copying zu beobachten. Im realen Leben, wenn ein Mann eine Frau verführen möchte und einem realen Konkurrenten begegnet, ist jedoch negatives Mate Choice Copying zu erwarten.

In der Arbeit von Place et al. hat die als besonders realistisch beschriebene Methode mit den Videoaufzeichnungen vermutlich zu einer stärkeren Identifikation mit dem Konkurrenten (Porno-Effekt) und damit zu positivem Mate Choice Copying geführt. Um die Frage des Mate Choice Copying bei Männern zu klären müsste man das tatsächliche Partnerwahlverhalten erforschen, z.B. durch verdeckte Beobachtungen in Bars und Diskotheken. Ferner steht eine wissenschaftliche Einordnung der unter „Evolutionsbiologische Begründung“ und „Alltagsbeobachtungen“ genannten Argumente noch aus.

* Die Verkürzung des Begriffs „Mate Choice Copying“ zu „Mate Copying“ finde ich etwas unglücklich, da letzteres wörtlich genommen ein Kopieren des Partners ist, der gemeinte Effekt jedoch ein Kopieren der Partnerwahlen der Konkurrenten ist.


Siehe auch:
Wissenschaftliche Erforschung des Pick-ups
Coming Out als AB

Weblinks:
Nachahmungseffekt, Wikipedia
Mate choice copying, Wikipedia

„Von anderen Frauen bereits für gut befunden“ (Pre-approved by other women) macht attraktiv, Alles Evolution
She wants someone who is already wanted, Alpha Game
¡SCIENCE! you dirty whore: Study Proves Women Love Men Who Are Loved By Women, Château Heartiste

(via)

zum Thema Slut Shaming:
Männer, die viel Sex haben sind Helden, Frauen die viel Sex haben sind Schlampen?, Alles Evolution
Doppelstandards bei Nacktfotos?, Alles Evolution
Schlampen und Helden – „Keiner kauft gern benutzte Ware“, taz
Ich bin eine Schlampe – ach nee, ein Mann, bento

zum Thema Virgin Shaming:
Beschämungen männlicher Jungfräulichkeit, Alles Evolution
Why is „virgin shaming“ acceptable in feminist circles, Quora
Virgin shaming is just as bad, if not more prominent than slut shaming, The Unpopular Opinions
Male virginity shaming, Lion of the Blogosphere
Stop Virgin Shaming, Liberty without Apologies
Why do people even make fun of virgins?, Forever Alone Reddit

Wissenschaftliche Erforschung des Pick-ups

Dieser Post soll einen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Pick-up-Forschung liefern. Die Forschungsergebnisse werden entsprechend der Struktur meines früheren Posts „Der Fünf-Minuten-PUA“ dargestellt.

  1. grünDominanz
    Dominantes Verhalten macht Männer attraktiver. (Frauen aber nicht.)

    Edward K. Sadalla, Douglas T. Kenrick, Beth Vershure; 1987; Dominance and heterosexual attraction., Journal of Personality and Social Psychology, Vol 52(4), 730-738.
    [Link]

    Verträgliche Männer haben weniger Sexualpartner und werden auf Fotos als unattraktiver bewertet.

    Geoffrey C. Urbaniak, Peter R. Kilmann; 2006; Niceness and Dating Success: A Further Test of the Nice Guy Stereotype; Sex Roles; Volume 55, Issue 3-4, pp 209-224
    [Link]

    Dominant aussehende Teenager haben früher Sex.

    Allan Mazur; 1994; Dominant looking male teenagers copulate earlier; Ethology and Sociobiology, Vol.15(2):87–94
    [Link]

    Eine dominante, expansive Körperhaltung macht attraktiver

    Tanya Vacharkulksemsuk, Emily Reit, Poruz Khambatta, Paul W. Eastwick, Eli J. Finkel, Dana R. Carney; 2016; Dominant, open nonverbal displays are attractive at zero-acquaintance; PNAS
    [Link]

    1. halb grünAnsprechen
    2. Ein empirischer Nachweis der erfolgssteigernden Wirkung des Ansprechens steht noch aus. Es gibt lediglich Belege dafür, dass Männer es häufiger tun und dabei weniger erfolgreich sind:

      Feldstudie in Singlebars: Männer sprechen Frauen ca. 3,5 mal so häufig an wie umgekehrt.

      Monica M. Moore; 1985; Nonverbal Courtship Patterns In Women; Ethology and Sociobiology; Vol.6(4): 237–247

      Alle Frauen, die Männer in Single-Bars ansprechen, erhalten ausschließlich positive Reaktionen, während selbst die erfolgreichsten Männer nicht mehr als 70% positive Reaktionen erziehlen konnten.

      M. R. Cunningham; 1989: Reactions to Heterosexual Opening Gambits: Female Selectivity and Male Responsiveness; Personality and Social Psychology; Bulletin 15, 27-41

      Die Erfolgsquote beim direkten Ansprechen auf Sex liegt bei 0%, wenn Männer Frauen ansprechen und bei ca. 70%, wenn Frauen Männer ansprechen.

      Russel D. Clark III, Elaine Hatfield; 1989; Gender differences in Receptivity to Sexual Offers; Journal of Psychology & Human Sexuality; 2, 39-55.
      [Blog]

      Während es für Männer schwer ist, auch nur eine Telefonnummer zu bekommen, müssen Frauen lediglich lächeln und warten, bis sie angesprochen werden.

      Andreas M. Baranowski; 2012; The Science of Seduction: Towards an evidence-based approach to heterosocial skills training.; Saarbrücken: Akademikerverlag.; S. 60

    3. grünBerührungen initiieren
      Frauen akzeptieren eine Aufforderung zum Tanz eher, wenn sie leicht am Unterarm berührt wurden.
      Frauen vergeben ihre Telefonnummer eher, wenn sie leicht berührt wurden.
      Frauen beschreiben Männer, die sie leicht berührt haben als dominanter und sexuell attraktiver.

      Nicolas Guéguen; 2007; Courtship compliance: The effect of touch on women’s behavior
      [Link]

    4. grauUnternehmungen initiieren
    5. grünSonstiges initiieren
      Männer, die initiativ das Getränk der Frau nachschenken, werden „drastisch aufgewertet“.

      [Sprenger] Robin Sprenger; 2014; Männliche Absolute Beginner: Ein kommunikationswissenschaftlicher Ansatz zur Erklärung von Partnerlosigkeit; Springer VS; S. 310

    6. grünC&F, Humor, nicht ernst nehmen
      Frauen werden Fotos mit Autobiographien von Männern vorgelegt. Die Frauen finden die Männer attraktiver, deren Autobiographien humorvoll formuliert sind. Kein entsprechender Effekt bei Männern.

      Eric Bressler, Sigal Balshine; 2006; The influence of humor on desirability; Evolution and Human Behavior, 27(1), 29–39

    7. grauRegeln brechen
  2. grünResilienz
    Neurotizismus korreliert bei Männern deutlich negativ mit sexuellem Erfahrungsstand (Nicht-jungfräulichkeit, Kuss- und Pettingfrequenz, Lebenszeitanzahl Sexualpartner). Keine signifikante Korrelation bei Frauen.

    C. Meston, P. Trapnell, B. Gorzalka; 1993; Sex and the Five Factor Model of Personality; Paper presented at the annual meeting of the International Academy of Sex Research, Pacfic Grove, CA

    Absolute Beginner sind neurotischer als sexuell erfahrene Männer

    [Sprenger] Robin Sprenger; 2014; Männliche Absolute Beginner: Ein kommunikationswissenschaftlicher Ansatz zur Erklärung von Partnerlosigkeit; Springer VS; S. 211
    gleiches Ergebnis in:
    F. Neyer; 1999; Die Persönlichkeit junger Erwachsener in verschiedenen Lebensformen.; Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

    1. grauShit Tests
    2. grauFrame
    3. halb rotAuthentizität
    4. Absolute Beginner wirken auf Frauen etwas authentischer als sexuell erfahrene Singles.

      [Sprenger] Robin Sprenger; 2014; Männliche Absolute Beginner: Ein kommunikationswissenschaftlicher Ansatz zur Erklärung von Partnerlosigkeit; Springer VS; S. 304

    5. grauLMR / Freeze out
  3. grünAttraktivitätsgefälle
    Unattraktive Freunde des eigenen Geschlechts und attraktive Freunde des anderen Geschlechts machen heterosexuelle Menschen attraktiver. („ugly friend effect“ und „Hugh Hefner effect“)

    Anthony C. Little, Christine A. Caldwell, Benedict C. Jones, Lisa M. DeBruine; 2011; Effects of Partner Beauty on Opposite-Sex Attractiveness Judgments; Archives of Sexual Behavior, Volume 40, Issue 6, pp 1119-1127
    [News]

    1. graukein Podest
    2. grauqualifizieren
    3. grauMach dich rar!
    4. grauOneitis
    5. grauPush/Pull
    6. halb grünNeg
      Gain-Loss-Theorie: Menschen mögen andere Personen eher, wenn diese erst negative und dann positive Bewertungen äußern. (Im Vergleich zu nur positiven, nur negativen und erst negativen und dann positiven Bewertungen, wobei letztere am wenigsten gemocht wurden.)

      Elliot Aronson, Darwyn Linder; 1965; Gain and loss of esteem as determinants of interpersonal attractiveness; Journal of Experimental Social Psychology; Vol.1(2):156–171

    7. grauAufmerksamkeit streuen
    8. grünSocial Proof
      • Mate Choice Copying (Pre-selection, Preapproved by women, Herdentrieb, Lemming-Effekt):
        Frauen finden Fotos von Männern attraktiver, wenn diese als vergeben beschrieben werden. (Umgekehrter Effekt bei Männern)

        Jessica Parker, Melissa Burkley; 2009; Who’s chasing whom? The impact of gender and relationship status on mate poaching; Journal of Experimental Social Psychology 45; 1016–1019

        Frauen finden Fotos von Männern attraktiver, wenn diese von Frauen angelächelt werden. (Umgekehrter Effekt bei Männern)

        Jones, DeBruine, Little, Burriss, and Feinberg; 2007; Social transmission of face preferences among humans.; Proc Biol Sci. 274(1611):899-903

        Frauen finden Männer attraktiver, wenn diese in Begleitung einer attraktiven Frau sind. (Aber nicht, wenn die Begleitung unattraktiv ist.)

        D. Waynforth; 2007; Mate Choice Copying in Humans; Human Nature

    9. grünStatus / DHV
      • Frauen legen bei der Partnerwahl größeren Wert auf sozialen Status als Männer

        T. K. Shackelford, D. P.Schmitt, D. M. Buss, 2005, Universal dimensions of human mate preferences, Personality and Individual Differences, 39, 447-458

        Das gilt besonders dann, wenn die Männer am unteren Ende der Statushierarchie stehen und wenn es um Langzeitbeziehungen geht.

        Li, Norman P.; Yong, Jose C.; Tov, William; Sng, Oliver; Fletcher, Garth J. O.; Valentine, Katherine A.; Jiang, Yun F.; Balliet, Daniel; Nov 2013; Mate preferences do predict attraction and choices in the early stages of mate selection.; Journal of Personality and Social Psychology, Vol 105(5), 757-776.

      • Frauen legen bei der Partnerwahl größeren Wert auf das Einkommen des Partners als Männer

        D. M. Buss; 1985; Human Mate Selection; American Scientist, 73, 47-51

      • Frauen finden Fotos von Männer attraktiver, wenn diese in einem statushohen Kfz sitzen als in einem statusneutralen. (Kein entsprechender Effekt bei Frauen.)

        M. J. Dunn, R. Searle; 2010; Effect of manipulated prestige-car ownership on both sex attractiveness ratings; British Journal of Psychology, Volume 101, Issue 1, pages 69–80

      • Die Motorengeräusche teurer Sportwagen erregen Frauen (gemessen über die Testosteron-Konzentration im Speichel). Umgekehrter Effekt bei durchschnittlichen Kleinwagen.

        [News][News]

    10. halb grünPeacocking
      Frauen bevorzugen Männer für kurzfristige Beziehungen, wenn diese Produkte kaufen, die vor allem der Selbstpräsentation dienen.

      Sundie, Jill M.; Kenrick, Douglas T.; Griskevicius, Vladas; Tybur, Joshua M.; Vohs, Kathleen D.; Beal, Daniel J.; Peacocks, Porsches, and Thorstein Veblen: Conspicuous consumption as a sexual signaling system.; Journal of Personality and Social Psychology, Vol 100(4), Apr 2011, 664-680.
      [News]

  4. halb grünGeborgenheit
    1. grauHarmonie
    2. halb grünKörpersprache spiegeln
      Menschen mögen ihren Gesprächspartner mehr, wenn dieser ihre Körpersprache spiegelt.

      T. L. Chartrand, J. A. Bargh; 1999; The Chameleon Effect: The Perception-Behavior Link and Social Interaction

    3. grauEmotionale Themen
    4. grünSelbstoffenbarung
      Menschen empfinden einen enormen Zuwachs an Nähe, wenn sie einander Selbstoffenbarungsfragen stellen. Die Ergebnisse sind unabhängig davon, ob die Probanden in wesentlichen Einstellungen übereinstimmen und ob sie davon ausgehen, dass ihr Gesprächspartner sie mag.
      (Im Mittel fühlten sie sich nach 45 min ihrem Gesprächspartner näher, als 30% der Befragten ihrem engsten, tiefsten und intimsten Beziehungspartner.)

      A. Aron, E. Melinat, E. N. Aron, R. D. Vallone, R. J. Bator, The Experimental Generation of Interpersonal Closeness: A Procedure and Some Preliminary Findings

grünPauschale Pick-up-Forschung
Neben der Erforschung einzelner Aspekte des Pick-ups kann auch die gebündelte Wirkung verschiedener Techniken untersucht werden:

Nach einem Flirt-Coaching bekommen Männer, die Frauen ansprechen und nach deren Telefonnummer fragen, mehr positive Antworten. Das Flirt-Coaching bestand aus

  • einem theoretischen Teil, in dem die evolutionsbiologischen Hintergründe des Flirtens (inklusive Hinweise zur praktischen Anwendung) sowie der Stand der Wissenschaft zum Thema Verführung und Partnerwahl behandelt wurden
  • einem Diskussionsteil, in dem die Teilnehmer sich über ihre positiven wie negativen Erfahrungen mit dem Flirten sowie über mögliche Implikationen der wissenschaftlichen Ergebnisse austauschten
  • einem Praxisteil, in dem die Teilnehmer in Rollenspielen das Erfragen der Telefonnummer üben, die Interpretation von Körpersprache üben, nach Anleitung verschiedene klassische PU-Übungen zur Überwindung der Ansprechangst machen (z.B. fremde Menschen grüßen, sie nach einer Veranstaltung fragen, bewusst Ablehnung provozieren) und dazu Feedback erhalten.

Andreas M. Baranowski; 2012; The Science of Seduction: Towards an evidence-based approach to heterosocial skills training.; Saarbrücken: Akademikerverlag.

Legende
rot deutliche Indikationen, die gegen diese These sprechen
gelb unklare oder (scheinbar) widersprüchliche Indikationen
grün deutliche Indikationen, die für diese These sprechen
halb grün halb rot schwache Indikationen, die für/gegen diese These sprechen
grau unerforscht
[News], [Blog]: populärwissenschaftliche Darstellungen in Zeitungen und Blogs


Siehe auch:
Gründe für wissenschaftliche Pick-up-Forschung
Gründe für informelle Pick-up-Forschung

Coming Out als AB

Frauen verteilen ihre Liebe nach dem Matthäus-Prinzip:

Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat. (Mt 25,29)

Je mehr Erfolg ein Mann bei den Frauen hat, desto attraktiver wirkt er auf Frauen. Dieser Effekt ist in der Wissenschaft unter dem Schlagwort „Mate Choice Copying“ bekannt. Er wird von Pick-up-Artitsts intensiv genutzt, z.B. indem sie sich eine weibliche Begleitperson (sog. Wing Woman) suchen oder indem sie von irgendwelchen Frauengeschichten erzählen und so ihre Begehrtheit beim schönen Geschlecht unter Beweis stellen. (Wichtig dabei ist, niemals mit seinen Erfolgen zu prahlen!)

Männer hingegen verteilen ihre Liebe am liebsten an bedürftige Frauen! Sie bevorzugen Frauen, die sexuell möglichst unverbraucht sind. Kein Mann ist stolz darauf, wenn er über die Dorfmatratze auch mal drüber rutschen durfte.

Wie sag ich’s ihr?
Gar nicht! Ich habe schon unzählige Berichte von ABs gelesen, die nach einem Outing instantan und ohne weitere Begründung von ihrer Partnerin verlassen wurden. Es muss nicht immer so laufen, aber es gibt einfach zu viele Fälle, in denen es so läuft. Das ist übrigens selbst bei ABinen so, wenn auch nicht ganz so extrem. Umgekehrt habe ich noch nie gehört, dass ein Verheimlichen zu irgendwelchen Problemen geführt hat. Du brauchst auch keine Angst davor haben, dass es irgendwie herauskommen könnte. Ich habe noch nie davon gehört, dass eine Frau am Küssen oder am Sex erkannt hat, dass sie die Erste war. Umgekehrt kenne ich viele Berichte von Männern, deren Frauen nicht das geringste bemerkt haben.

Sexuelle Unerfahrenheit ist die der größtmögliche Attraktivitätskiller, den ein Mann haben kann. Frauen haben sehr tief sitzende Ekelgefühle gegenüber unerfahrenen Männern. Teilweise weigern sich selbst Prostituierte, mit ABs zu schlafen. Und das nicht, weil sie ungepflegt oder unästhetisch wären, sondern weil sie sich ihnen gegenüber als AB geoutet haben.

Du glaubst mir nicht, dass ein Outing wirklich so schlimm ist? Dann sieh dir mal folgende Zitate an:

Ich muß jedem MAB dringend davon abraten sich gegenüber Frauen als AB zu outen. Sogar ich als EX-ABine finde das eher abschreckend, „normale“ Frauen dagegen können damit überhaupt nicht umgehen. „Der hatte doch bestimmt noch nie Sex!“ ist mit das am abwertendsten gemeinte, was Frauen in meinem Umfeld über Männer sagen. Wenn MANN älter als 20 ist und noch nie Sex hatte, dann gilt man als absoluter Loser unter Frauen, sobald das bekannt wird. Und es WIRD weitergetratscht werden, einfach weil es so belustigend und ungewöhnlich ist. [Link]

Als ich vor ein paar Jahren meine Clique „kennenlernte“, wurde ich gleich zu Anfang jedes Mal von den Mädels mit einer herzlichen Umarmung und einem Wangenküsschen begrüßt (das war für mich damals der absolute Höhepunkt meiner sexuellen Erfahrungen!). Später, als nach und nach durchsickerte, dass ich noch nie eine Freundin gehabt habe, und als Gerüchte die Runde machten dass ich auch noch Jungfrau bin, änderte sich das schlagartig. Heute begrüßen mich die Mädels aus meiner Clique noch nicht einmal mehr mit einem Händeschütteln. Manchmal habe ich das Gefühl, jeder Normalo hat Angst davor, dass unser AB-Dasein ansteckend ist wie ein Virus. Also: Wählt sehr sorgfältig aus, wem ihr euer kleines Geheimnis erzählt. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. [Link]

Wir kamen zufällig ins Gespräch – und das so gut, dass wir über zwei Stunden lang an der Bar zusammenstanden, lachten und quatschten. Doch dann tauchte ganz unverhofft ein Kumpel von mir auf – und das Erste, was er zu der Frau sagte, war: „He, der hatte übrigens noch nie eine Freundin.“ Die Reaktion darauf werde ich nicht vergessen. Die Frau sah regelrecht erschrocken aus und starrte mich an, als würde ich kleine Kinder fressen. Dann hat sie ihr Getränk geschnappt und lief fluchtartig davon. [Link]

Haltet Euren AB-Status auf jeden Fall geheim – da muss ich mich den beiden Vorrednern anschließen. Ich selbst machte 1x den Fehler, als ich mit ca. Mitte 20 einem damaligen Arbeitskollegen davon berichtete, nachdem er mich aber direkt ausgefragt hatte (er selbst war Frauentyp und kontinuierlich in Beziehung). Und das wurde in dieser Firma dann gegen mich verwendet (jener Kollege und einer der Chefs hatten leider einen guten Draht zueinander), meine Karriere dort war bald am Ende, da jener Chef mich tatsächlich für einen „seltsamen Menschen“, Nerd o.ä. hielt. [Link]

“Groups of Women, who learned from men that I was a virgin, would talk about how undesirable I am because of my virginity.” Thus male virginity can lead to a vicious circle in which the fact of virginity makes the man undesirable to women thus decreasing the chance of losing the virginity. [Link]

Women like myself go on all your incel forums and we laugh at you. We screenshot your posts and send them to one another, giggling at what fucking losers you are. [Link]

Bellavita: Mich würde das auch abturnen. Dass ein Mittdreißiger noch mit keiner Frau im Bett war, liegt meist nicht an übertriebener Schüchternheit, sondern an Häßlichkeit. Wenn ihn vorher keine haben wollte, warum soll ich dann die erste sein? Nee, danke. Anlernen will ich auch keinen. Ich will einen, der auf demselben Kenntnisstand ist.
Gerrimee: Wenn es denn nur die Hässlichkeit wäre….! Mitte dreissig, Jungfrau und ausschliesslich Pornokenntnisse…. Schüttel! [Link]

Ist das normal? Was ist normal? Ein Priester der das Zölibat niederlegt und 40 ist – bei dem hab ich Verständnis. Aber ein Mann der eigentlich durchschnittlich ist – kein Freak ist – und noch nie Sex hatte – HILFE! [Link]

Viele, die die AB-Problematik nicht am eigenen Leib erlebt haben, werden dir das genaue Gegenteil davon raten. „Es ist das beste, ganz offen mit dem Thema umzugehen.“ Aber sicher doch. Und die bunten Eier legt der Osterhase. Auch die AB-Versteherin Roedenbeck hat manchmal solche Anwandlungen:
Schluss mit dem Absolute Beginners-Tabu!
Und wiederspricht damit einer ihrer zentralen eigenen Ratschläge:

Oute dich einer sorgfältig ausgewählten Person gegenüber!
[Roedenbeck, #1]

Lass dich von diesen Leuten nicht beirren! Ein Outing ist in der Regel irreversibel. Dir bleibt danach nichts anderes übrig, als mit den Konsequenzen zu leben. Das ging z.B. auch Wolfram Huke so:

MOPO am Sonntag: Hat der Film die Suche nach Liebe für Sie eher erleichtert oder erschwert?
Wolfram Huke: Erschwert, denke ich. Ich habe in dem Film ja etwas wahnsinnig Uncooles von mir preisgegeben. Seit der Film auf den Hofer Filmtagen gelaufen ist und Zeitungen berichtet haben, wissen einfach viele Menschen, was mit mir los ist. Da muss erst mal eine Frau kommen, der es egal ist, dass sich noch nie eine andere Frau für mich interessiert hat.
[Link]

Bootstrapping
Wie geht man konkret vor, wenn man sich vornimmt, alles zu verheimlichen? Soll man sich irgendeine Lügengeschichte zurechtlegen? Oder lieber um den heißen Brei herumreden?
Auf keinen Fall! Du solltest sie niemals direkt anlügen, herumdrucksen oder versuchen, ihren Fragen auszuweichen. Du solltest ohnehin niemals ernsthaft über irgendwelche Verflossenen sprechen. Auch dann nicht, wenn du irgendwann mal Erfahrungen vorzuweisen hast. Schon gar nicht, wenn sie konkret danach fragt. Dazu fällt mir eine interessante Beobachtung ein:

Weißt du, wie man erkennen kann, ob jemand AB ist? Man fragt ihn, ob er schon mal Sex hatte! Wenn er breit grinsend „Nein! Niemals! Ich doch nicht!“ sagt, ist er keiner. Wenn er rot wird und „Äh…, naja…, äh… ja klar hatte ich schon mal Sex.“ antwortet, ist er einer.

Der Trick funktioniert nicht immer, aber doch erschreckend oft. Behalte ihn immer im Hinterkopf, wenn du dein AB-tum verstecken musst. Jetzt aber zurück zum Thema:

Ich habe die Methode, mit der du das Henne-Ei-Problem sexuelle Unerfahrenheit lösen kannst „Bootstrapping“ genannt. Sie funktioniert folgendermaßen: Du hast zunächst eine Reihe von Dates, aus denen aber nichts weiter wird. Diese erfolglosen Dates werden die Basis für einen Erzählungsschatz, der den Eindruck sexueller Erfahrung vermittelt. Definiere niemals den Beziehungsstatus, den du und diese Frauen hatten. Sprich von ihnen stets in einer Weise, die viel Raum für Interpretationen lässt. Prahle nie mit ihnen, sondern tu so, als wolltest du vermeiden, dass sie etwas von ihnen erfährt. Das Wörtchen „wir“ kann dir dabei sehr wirkungsvolle Dienste erweisen, wenn es dir inmitten einer Erzählung heraus rutscht.

Nehmen wir einmal an, du erzählst gerade von deinem letzten Frankreichurlaub.

Du: … Und am letzten Tag waren wir auf dem Eiffelturm. Die Aussicht von da oben war einmalig.
Sie: Wen hattest du denn dabei?
Du: Das war Dominique, eine bezaubernde junge Frau aus der Provence, die für ihr Architekturstudium nach Paris gekommen ist.

Nach einer solchen Erzählung entsteht im Kopf deines Dates das Bild einer kleinen, süßen Französin und das eines Mannes, der solche Mädels mal eben so im vorbeigehen vernascht. Sie würde nicht im Traum daran denken, dass du die zwei Wochen, die du in Paris verbracht hast, von früh bis spät Frauen angequatscht hast, dass sich erst am letzten Tag das einzige Date dieses Urlaubs ergeben hat, dass Dominique eine übergewichtige depressive Frau, die überdies an einer schweren Skoliose litt, war, … Wie du siehst, kann man ohne auch nur ein einziges mal die Unwahrheit zu sagen eine komplett andere Welt im Kopf der Zuhörerin erschaffen.

Was soll ich sagen, wenn sie mich nach meiner letzten Beziehung fragt? Wenn sie wissen will, wie lange ich schon single bin?
Solche Fragen sind immer ein Zeichen dafür, dass du sie gelangweilt hast. Vermeide das Entstehen solcher Fragen, indem du für aufregende Dates und spannende Gesprächsthemen sorgst. Wenn sie doch aufkommen, gibt es für dich nur eine Lösungsmöglichkeit: scherzhaft antworten. Z.B so:

Single bin ich, seit ich wieder aus dem Knast raus bin. Davor hatte ich Bruno, den Gefängniswärter. Und ich muss dir sagen, ich genieße meine neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen. Endlich kann ich mich beim Duschen wieder ungestört nach der Seife bücken.

Und lass dich nicht durch so Sprüche wie „Jetzt sag doch mal ehrlich!“ klein kriegen. Wenn du ihr jetzt nachgibst, zeigst du nur, dass du ihr nicht gewachsen bist.

Letzte Chance: Outing im TV
Hör zu: Bei einem TV-Outing hast du lediglich die Chance, es endgültig zu verbocken. Wenn du je in eine Situation kommen solltest, in der Google deinen Namen in Verbindung mit dem AB-tum bringt, bist du verbrannt. Du hast dann keine Chance mehr, eine Freundin zu finden. Das gilt für seriöse Formate genauso wie für die Verhorstung im Harz-4-TV. Ein medienwirksames Outing ist der absolute Super-Gau für deine Attraktivität. Du machst dich nicht nur vor deiner Partnerin zum Loser, du machst dich vor der ganzen Welt zum Loser. Die gute Frau müsste sich für dich schämen. Sich vielleicht rechtfertigen, warum gerade sie … Frauen legen viel Wert darauf, was andere Menschen über ihren Partner denken. Tu ihnen eine solche Schmach bitte nicht an!

Ich habe dich noch nicht ganz überzeugt? Du glaubst, bei den vielen Millionen Zuschauern müsste doch eine Frau dabei sein, der dein AB-tum nichts ausmacht? Vergiss es! Alle mir bekannten ABs, die sich im Fernsehen geoutet haben, haben keine einzige ernst gemeine Zuschrift bekommen. Zieh dir das noch mal rein: Da stellt sich ein Mann einer Menge von Frauen vor, die so groß ist, dass selbst der eifrigste Pick-up-Artist die in seinem ganzen Leben nicht alle hätte ansprechen können. Und nicht eine einzige kann sich auch nur ein Date mit ihm vorstellen.

Du glaubst, du könntest mit deinem Auftritt dazu beitragen, Vorurteile gegenüber ABs abzubauen? No Way! Die Ablehung durch Frauen hat nichts, aber auch gar nichts mit Vorurteilen zu tun. Die Ablehnung ist durch den weiblichen Sexualtrieb begründet. Und wenn du den ändern wolltest, müsstest du Frauen genmaipulieren.

Du möchtest dich selbst opfern und heldenhaft für mehr Akzeptanz von ABs werben? Tu es nicht! Du schadest damit allen ABs! Je mehr Menschen wissen, dass es ABs gibt, desto größer wird die Gefahr für ABs, enttarnt zu werden. Und das bedeutet in der Regel das Aus auf dem Partnermarkt.

Um Missverständnisse zu vermeiden …
Mir geht es hier ausschließlich um die Auswirkung eines Outings auf deinen Frauenerfolg. Alles andere ist mir egal, und das sollte es dir auch sein! Ob es dir peinlich ist, was die Anderen dann von dir denken, ob sie hinter deinem Rücken über dich lästern, etc. spielt keine Rolle.
Die meisten Menschen (Männer und Frauen) reagieren bei einem Outing dir gegenüber verständnisvoll und ermutigend. Was sie dann „hintenrum“ erzählen, ist eine andere Geschichte. Und die Auswirkung auf das weibliche sexuelle Begehren (das keine bewusste Entscheidung ist, sondern stets unterbewusst abläuft), ist noch mal etwas ganz Anderes. Um es mit den Worten eines anderen ABs zu sagen:

Ich habe mehrfach erlebt wie Frauen auf das Geständnis noch AB zu sein zwar tolerant reagieren, jedoch dann psychische Prozesse in ihr ablaufen die dazu führen, dass jegliche Anziehung verloren geht. [Link]

Der Unterschied zwischen dem moralischen Über-Ich einerseits und dem triebhaften Es andererseits wird von vielen ABs nicht verstanden, und führt dann zu so albernen Threads wie „Ich habe mich geoutet (und lebe noch)“ Ja klar lebst du nach einem Outing noch! Aber du lebst dann von einer Beziehung weiter entfernt, als je zuvor!!
Wenn du dich aber Menschen gegenüber outest, mit denen du keinen Sex haben möchtest, und die vertraulich mit dieser Information umgehen können (z.B. Freunde, Eltern, Geschwister, Therapeuten) dann sehe ich darin kein Problem. Ich habe das auch gemacht und überwiegend positive Reaktionen erlebt. Nur solltest du dir daraus keine wie auch immer geartete positive Auswirkung auf deine Partnersuche erhoffen. Die Menschen in deinem Umfeld kennen sich in der Regel nicht mit dem Problem „AB-tum“ aus, und können dir deshalb auch nicht helfen. (Auch wenn sie es noch so sehr versuchen.)


Weblinks:
“You’ve been with how many girls?!” (The Rational Male)

Iron Rule of Tomassi # 2:
NEVER, under pain of death, honestly or dishonestly reveal the number of women you’ve slept with or explain any detail of your sexual experiences with them to a current lover.

Wie über Sex reden wenn man noch keinen hatte? (pick up forum)

Ich rede während der Verführung selbst praktisch nie über Sex, jedoch kommt er (der Sex) in vielen meiner favorisierten RDs vor. Ich rate dir zu ein paar Notlügen in Form von lustigen Geschichten. Niemandem ist geschadet, wenn […]
Lustig sind auch immer Geschichten über sexuelle Ticks von Ex-Freundinnen. […]

Endless Enigma (= Lodovico Satana, der Autor von [LdS])

The Shit Test Encyclopedia (Illimitable Men)

“How many girls have you slept with?” – Translation: Do you get laid a lot or are you a sex starved beta? Saying you have not slept with many girls communicates low value. Exaggerate your number if it’s low. […] Fail-safe responses: “I’ve lost count.” – “What, today? Not many.” – “Pick a number, any number.”

An Anthropologist Explains Why Over 40% of People Refuse to Date Virgins (Vice)

„Over 30 percent of people told me they would not date a virgin,“ she says, and it makes sense in her theory of fast sex and slow love. (The actual statistic, from her 2013 Match.com study, is much higher: around 42 percent. And women are much less likely to date a virgin than men.) „If you don’t have regular intercourse, then most people see this as a barrier to intimacy.“

Literatur:
Singles in Beratung, Coaching und Therapie, Christian Thiel, S. 116

Der Markt für sehr oder völlig unerfahrene Männer ist überschaubar klein. Die meisten Frauen machen einen Rückzieher, wenn sie merken, dass ein Mann in diesem Alter wenig oder keine Erfahrungen mit Beziehungen und mit Sexualität hat.

Kurz-URL: is.gd/abouting

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