Gründe für informelle Pick-up-Forschung

Die akademische Pick-up-Forschung an Universitäten hat im Gegensatz zur informellen Forschung in anonymen Internetforen folgende Nachteile:

  • mangelnde Innovationskraft
    Die akademische Forschung bleibt bei der Entdeckung von Verführungsstrategien weit hinter den Erfolgen der Pick-up-Gemeinde zurück
  • kleinere Datenbasis
    Die meisten wissenschaftlichen Studien werden mit unter 100 Probanden durchgeführt. Für die entsprechenden Aussagen im Pick-up gibt es in der Regel zigtausende von Erfahrungsberichten.
  • indirekte Methoden
    Ein Großteil der akademischen Forschung basiert darauf, dass Probanden zu ihren Vorlieben bei der Partnerwahl befragt werden. Bestenfalls werden bestimmte Indikatoren für Interesse (z.B. Herausgabe der Telefonnummer) beobachtet. Es gibt – im Gegensatz zu den Field Reports im Pick-up – keine mir bekannte Arbeit, in der sich die Probanden im Rahmen der Studie einen Partner auswählen und sich mit diesem auch tatsächlich paaren. Wenn es um die tatsächliche Paarung geht, treffen jedoch die meisten Menschen ganz andere Entscheidungen als bei einer Selbstauskunft, mit wem sie denn gerne würden.
  • rechtliche Probleme
    Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das bei der Paarung nicht verdeckt beobachtet werden darf. Die letzten Schritte der Verführung werden für die Forschung wohl immer unzugänglich bleiben.
  • ethische Probleme
    Viele Ergebnisse der Pick-up-Forschung werden von einem Großteil der Gesellschaft als unmoralisch angesehen. Ein Wissenschaftler, der das ignoriert, riskiert seine Karriere. (Das ist vermutlich ein Hauptgrund dafür, dass es noch so viele weiße Flecken auf der Karte der Pick-up-Forschung gibt.)

Siehe auch:
Gründe für wissenschaftliche Pick-up-Forschung
Wissenschaftliche Erforschung des Pick-ups

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